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Dark Souls – Schwierigkeitsgrad trifft Gelegenheitsspieler

October 9th, 2011 No comments

Spätestens in diesem Jahr müsste fast jeder Konsolen-Spieler von diesem Spiel gehört haben. Es ist ein inoffizieller Nachfolger des Spiels “Demon’s Souls” [1]. Technisch betrachtet aber ein direkter Nachfolger oder anders formuliert: Demon’s Souls 2 ohne großen technischen Fortschritt. Das mag jetzt negativer klingen als ich es im Grunde meine, aber der Hype um “Dark Souls” ist genauso wenig gerechtfertigt, wie er einst bei Demon’s Souls war. Der Hersteller bzw. der Vertrieb von Demon’s Souls hat damals den geschickten Trick angewendet und nur eine begrenzte Anzahl an Exeplaren in die Ladengeschäfte gebracht. Das hatte eine Knappheit des Spiels zur Folge und jeder Spieler glaubte, dass dies an der Genialität des Spiels liegt. Diesen Oktober wurde das Spiel auf der Xbox360 und der PlayStation 3 veröffentlich, während der Vorgänger PS3 exklusiv war (Amazon: Link).

Jetzt sollte man mal auf den Boden kommen und objektiv dieses Spiel betrachten. Die Wahrheit liegt zwischen der Bewertung von der Computer Bild und dem Lobgesang der restlichen Internetredaktionen. Die Computer Bild schreibt folgendes:

Ausprobieren, sterben, etwas anderes versuchen, wieder sterben, fluchen: So sieht Ihr Tagesablauf aus, wenn Sie sich als Durchschnittsspieler mit „Dark Souls“ beschäftigen. Klar kriegen Sie das hin, wenn Ihr Zeitkontingent gegen unendlich geht. Aber ob das Spaß macht – eigentlich die Grundidee des Spielens –, ist eine andere Frage. Dieses Spiel ist für Leute, die selbst nach 20 vergeblichen Versuchen, die richtige Adresse zu finden, nicht nach dem Weg fragen, weil das eben – in ihren Augen – nicht Sinn der Sache ist. Dabei ist „Dark Souls“ ein komplexes, interessantes Spiel. Die meisten haben nur keine Chance, das herauszufinden. Liebe Genussspieler: Finger weg! (Quelle: http://www.computerbild.de/produkte/Spiele-Xbox-360-Dark-Souls-5985871-review.html)

Auch wenn Anhänger von Dark Souls diese Beurteilung als einen Angriff empfinden, hat die Computer Bild Recht. Dieses Spiel ist nichts für Dünnbrettbohrer und Casual Gamer. Ich habe gestern 4 Stunden in der Welt von Dark Souls verbracht und fühle mich noch mehr verloren als in Demon’s Souls. Das Spiel ist eine Herausforderung an den Geist und an die Geschicklichkeit. Ebenso wird Geduld abverlangt, da ein wildes “Hau drauf und Renn weiter” zu einen sehr schnellen Tod führt. Meiner Meinung ist dies auch der Grund wieso die USK das Spiel für 16-Jährige frei gibt: Entweder die USK war überfordert sich einen Eindruck von dem Spiel zu verschaffen oder die USK ist der Meinung, dass man so viel Geduld und Grips in dieses Spiel stecken muss, dass es trotz der stellenweise hohen Brutalität kein Jugend gefährdendes Spiel ist.

Hingegen hat 4players.de dem Spiel eine Spitzenwertung (92%) gegeben und ohne dass der Redakteur das Spiel in der üblichen objektiven Art bewertet, schwärmt er mit subjektiver Wortwahl von einem Spiel der Superlative. Völlig übertrieben.

Die Wahrheit liegt dazwischen: Dark Souls ist, wie schon sein Vorgänger, ein Spiel für den genervten Mitte Zwanziger bis Ende Dreißiger, der mit dem 0815-Schrott der Spieleindustrie nichts mehr anfangen kann. Und dennoch muss besagte Person so sehr in der Materie der Videospielkultur drin stecken, dass ihn ein Spiel wie Dark Souls nicht frustriert. Er braucht Geschick, Ausdauer, Grips und Erfahrung im Rollenspiel-Genre. Dark Souls führt den Spieler in eine Welt des Wahnsinns. In allen Belangen hat dieses Spiel keinesfalls auf Superlative gebaut. Dazu gehört Grafik, Musik (gibt es fast gar keine) und Mechanik. Aber das Paket stimmt. Der Spieler erhält eine Geschicklichkeits- und Geduldsprobe. Und wer nach 30 schnellen Toden und völliger Orientierungslosigkeit zu Beginn des Spiels immer noch den Drang hat es noch einmal zu probieren, der ist der richtige Dark Souls Spieler. Deshalb würde ich nicht sagen “Finger weg ihr Casual Spieler”, sondern traut euch, probiert es aus und zeigt der Spieleindustrie endlich, dass der 0815-Schrott nichts mit Spaß zu tun hat.

Und wenn doch jemand Hilfe braucht, kann ich das (englische) Dark Souls Wiki empfehlen [2].

Bei Amazon ist weiterhin die Limited Edition käuflich zu erwerben [3].

[1] http://en.wikipedia.org/wiki/Demon%27s_Souls
[2] http://darksoulswiki.wikispaces.com/
[3] Dark Souls bei Amazon.de

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Fifa 12 – Firewall Ports für Router

September 30th, 2011 No comments

Seit dieser Woche ist FIFA 12 endlich erhältlich. Die Spielmechanik wurde vor allem in der Steuerung der Defensive verändert und die Spielmodi sind alle mehr auf Internet und Community ausgelegt. So kann man mit jedem Spiel seinen Favoriten-Verein unterstützen. Doch wenn es darum geht Online-Spiele austragen zu können, sollte man Anpassungen an seinem Router vornehmen, damit auch wirklich eine Verbindung zu Stande kommt. Das setzt voraus, dass der Spieler auf der Gegenseite der Leitung auch optimale Einstellungen hat. Bei Fifa 10 und Fifa 11 hatte ich dennoch Probleme was den Verbindungsaufbau angeht. Deshalb bin ich noch am grübeln, ob ich das wirklich machen sollte.

Aber nun zu den Ports. Wenn man die Liste von Ports betrachtet, fragt man sich schon, ob die Leute bei EA Sports saufen. Aber schaut es Euch selbst an:

TCP Ports: 30440-30449, 9980-9989, 10000-10500, 42100-42199

UDP Ports: 3658, 3659, 6000, 9570, 9000-9999,10500-12500

Für meinen Teil war ich bis jetzt zu faul all’ diese Ports frei zu schalten. Aus Aspekten der Sicherheit ist diese Praktik von EA auch zweifelhaft. Wenn ich Erfahrungswerte zu diesem Port-Cocktail habe, schreibe ich hier ein Update.

Für die Xbox360 ist das Spiel übrigens schon unter 50 Euro zu haben: Link zu Amazon

Update: Ich habe mir die Arbeit gemacht und alle Ports in meinen Router gehackt. Es geht zwar geringfügig besser, aber die Probleme, die ich zuvor hatte sind immer noch vorhanden. Es wird wohl an der von mir zuvor geäußerten Vermutung liegen, dass einfach nicht jeder Benutzer diese Einstellungen hat. Ein UPNP-Router könnte hier natürlich Abhilfe schaffen. Aber selbst das habe ich getestet und keine große Veränderung vermerken können.

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Bayonetta – Der erste Fehltritt 2010

January 24th, 2010 1 comment

Update 28.01.2010: Seit heute steht ein Patch für die PS3-Version zum Download bereit. Dieser ermöglicht es das Spiel auf die Festplatte zu installieren und verspricht somit eine immense Verbesserung bezüglich der Ladezeiten.

2010! Eigentlich fängt das Jahr nicht schlecht an. Auch nicht unbedingt gut… Das Jahr 2010 scheint das Jahr der Arbeit zu werden. Und um überhaupt arbeiten zu dürfen, muss ich noch ein paar finale Klausuren schreiben und auch sonst noch ein paar Leistungen erbringen. Da schreibe ich doch in der zweiten Februar Woche fünf Klausuren binnen 4 Tagen. Autsch!!

Dennoch war ich so verrückt, dass ich mir in einer so heißen Studiumsphase Bayonetta für die PlayStation 3 ausgeliehen habe.

Bayonetta rockt! Sie ist wahrlich eine heiße Dame und vermutlich auch die erste Britin, die Mitglied der NRA (National Rifle Association [1]) ist. Mit vier doppelläufigen Hand- und Fußfeuerwaffen ist die Dame ausgerüstet. Prinzipiell wäre Bayonetta eine super Grundlage für ein Comic und ein super Computerspiel, das sich wohl ganz stark an Devil May Cry orientiert (die Macher sind sogar die selben). Wären da nicht ein paar Argumente, die gegen einen Kauf sprechen:

So wie ich das mitbekommen habe, war die Xbox in diesem Fall die Lead-Plattform. Sprich, das Spiel wurde auf der Xbox entwickelt und dann wurde der Quellcode genommen und einer anderen Firma zur PS3-Portierung übergeben. Dabei ist wohl viel Mist passiert. Ich kenne die Xbox-Version zwar nicht, aber hier ein paar heftige Argumente gegen die PS3-Version:

- Die Ladezeiten! Gestern Abend habe ich mich nach 18 Uhr an den Fernseher gemacht und bis 22 Uhr gespielt. Davon waren – und ich übertreibe nicht mal – ca. 90 Minuten Ladebildschirm. Der Ladebildschirm ist defintiv toll, denn man kann mit Bayonetta Combos üben. Aber das geht ziemlich schnell auf den Keks.
- Ein Nebeneffekt hierbei ist, dass das BlueRay-Laufwerk in der PS3 sich zu Tode arbeitet. Vor allem scheint es so, als ob die Daten derart ungünstig auf die Disc gepresst worden sind, dass der Lesekopf von einer Ecke zur anderen Ecke herum fuhrwerkt. Ich habe mir ernsthaft Sorgen gemacht, ob mein PS3-Laufwerk das überlebt. Die Festplatte wird quasi gar nicht genutzt. Eine kleine Installation hätte da sehr geholfen.

- Habe ich schon die Ladezeiten erwähnt? Ja? Dennoch muss noch erwähnt sein, dass diese Ladezeiten selbst dann auftreten, wenn man im Spielverlauf stirbt und an der gleichen Spielstelle (Checkpoint) wieder anfangen will. Dann heißt es wieder: Erst mal warten… Und Mitleid mit demjenigen, der vor der heiklen Phase noch ein Video anschauen muss. Ein Video zu überspringen ist auch eine Geduldsaufgabe: Start drücken -> Ladezeit -> Skip drücken -> Ladezeit -> Schauen, ob das Teewasser fertig ist -> Weiterspielen. Da bin ich gestern an einer solchen Stelle häufig gestorben… so viel Tee konnte ich gar nicht trinken.
- Videos ruckeln stellenweise. Wenn es denn mal Videos sind. Den meisten sind es nur Standbilder die über den Bildschirm geschoben werden. Im Spiel selbst ist es zwar ruckelfrei, aber Screen Tearing [2] ist hier die Regel.

Das sind für mich schon genug Gründe, mir das Spiel nicht zu kaufen. Und ich bin sogar am Überlegen, das Spiel vorzeitig an die Videothek zurück zu geben. Habe Angst um meine PS3 :-)

Aber vielleicht noch ein paar positive Aspekte. Abgesehen davon, dass Bayonetta die Idealbesetzung für das Spiel ist, gibt sie schon einiges her. Wobei hier das japanische (und durchaus sexistische) Frauenbild der Japaner hervor schimmert. Kurz um: Bayonetta ist eher ein Sexobjekt, konzipiert für Computerspieler, als eine tiefgründige Person mit Charakter. Ihr britischer Akzent, die High Heels und der enge Lederanzug lenken von der Oberflächigkeit eher ab. Dennoch empfinde ich sie als Idealbesetzung und man könnte sie als Tomb Raider 2.0 bezeichnen. Das Kampfsystem ist “stylisch”. Die Combos sind unendlich… Anfangs wird man hier noch seine Probleme haben. Und überhaupt: Das Kampfsystem ist wirklich durchdacht, anfordernd und innovativ.

Hingegen die Story finde ich etwas fad. Es scheint hier Prinzip zu sein, dass man den Zuschauer (Spieler) erst mal in Rätsel wickelt und dann nach und nach vereinzelte Informationen preis gibt. Jedoch verwirren die dann noch mehr. Ich denke das ist auch eine typische japanische Eigenschaft von Spielen: Nämlich die, dass die Story ziemlich abstrus ist.

Fazit:
Bayonetta ist auf der PS3 eine Katastrophe und eine Gefährdung für das PS3-Laufwerk! Ich kenne die Xbox Version nicht, aber vom Hörensagen wurde die Xbox Version wesentlich besser programmiert. Also wer die Wahl hat sollte sich die Xbox Version zu legen. Und wer nicht die Wahl hat, sei gewarnt und kauft sich das Spiel besser gar nicht oder hofft auf einen Patch, der eine Festplatten-Installation des Spiels ermöglicht. Schließlich sei noch gesagt, dass Bayonetta – meiner Meinung – von den gängigen Spielezeitschriften absolut überbewertet ist (manch’ Zeitschrift hat über 90% für die Xbox Version vergeben). Das Spiel ist keinesfalls besser als eine God of war collection und eher der Versuch die etwas ausgelutschte Devil May Cry Franchise wieder zum Leben zu erwecken. Die technischen Probleme machen es für mich unspielbar und verärgern mich. Und selbst wenn die technischen Probleme nicht da wären, wäre Bayonetta lediglich ein kurzweiliges Durchschnittsspiel.

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/National_Rifle_Association
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Screen_tearing

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Test: BlazBlue – Der Anime Klopper

August 10th, 2009 6 comments

Update: Das Spiel ist ab 25. März 2010 auch in Europa bzw. über Amazon erhältlich. Und das für günstige 45 Euro! Klick mich

BlazBlueBlazBlue? Ein Geheimtipp? Ein Hype? Wohl beides. Aber was steckt dahinter? Ich durchleuchte das Spiel ein wenig für Euch in einem direkten Vergleich zu Street Fighter 4.

Bis vor wenige Wochen hatte ich von diesem Beat ‘em up kein Wort gehört. Erst Günther hat mich drauf gebracht. Bei ersten Recherchen, wo man das Spiel auftreiben könnte, musste ich feststellen, dass das Spiel bei den meisten Händlern ausverkauft war. Wusste aber nicht, dass das Spiel noch nicht mal in Nordamerika erschienen ist. Es handelte sich wohl um eine US Asia Version. Ähnlich wie die Daemon’s Souls Version, die sich derzeit im Umlauf befindet. Seit 29. Juli ist das Spiel nun auch in Nordamerika erhältlich und die Händler haben auch wieder Exemplare auf Lager, so dass der Preis nicht mehr astronomisch hoch ist und sich ein Import lohnt.
Ein Grund für diese große Nachfrage sind vor allem die Testberichte namhafter Online Magazine, die BlazBlue (fast) durch die Bank die besten Bewertungen gegeben haben. Da wird man doch auch misstrauisch? Dennoch habe ich es dann, nach einem Monat Bedenkzeit, gewagt und mir das Spiel aus den USA besorgt.

Bei BlazBlue (BB) handelt es sich um einen sog. 2D Prügler von den Entwicklern von Guilty Gears. BB scheint in einer gewissen Form ein Nachfolger zu sein. Genauso wie Street Fighter 4 (SF4). Beim sichten von ersten Video Reviews und Kampfszenen fühlte ich eine starke Ähnlichkeit zu Street Fighter. Persönlich wurde ich wieder mal kein SF4-Fan. Obwohl das Spiel erstklassig umgesetzt wurde, habe ich nie den Draht gefunden und war dem entsprechend grottenschlecht. BlazBlue würde für mich nur in Frage kommen, wenn die Spielmechanik entscheidend anders ist. Der Kenner mag nun vielleicht große Unterschiede zu SF4 feststellen. Da ich bisher aber eher der 3D-Prügler war, sind mir 2D-Prügler eher neu. Und ich empfinde es schon als ähnlich. Jedoch drastisch unterscheidet sich BB von SF4, dass die einzelnen Kämpfer sehr viel individueller sind. Bei SF4 waren ja die Hälfte der Kämpfer quasi identisch zueinander. BB hat 13 Kämpfer im Angebot, wobei jeder einzelne sehr individuelle Fähigkeiten hat. Und so gibt es auch ein paar Charaktere die leichter zu spielen sind als andere. Ragna und Jin seien z.B. einfachere Einstiegscharaktere. Hingegen Taokaka (die süße Menschenkatze, die voll auf Oberweiten abfährt) ist sehr schwer zu meistern.

Optisch gibt BB was her. Die Kampforte sind schön animiert und man hat Wert auf kleine Details gelegt. Außerdem gefällt mir, dass jeder Kämpfer 10 verschiedene Farbkombinationen zur Auswahl hat, die man komischerweise nicht einmal frei spielen muss. Das einzige was man bei dem Spiel freispielen kann, sind Artworks, Soundtracks und vier sog. “unlimited characters”.

BB bietet einen Score Attack Modus, der höllisch schwer ist. Einen gewöhnliche Arcade Mode, wie bei jedem Prügler. Einen schön gemachten, aber teilweise sehr nervenden Story Modus (dazu später noch mehr), einen Trainings Modus und den Online Modus (natürlich ein Kernelement).
Der Story Modus ist super witzig gemacht. Fast schon wie in einem JRPG durchläuft man eine kurze Story. Und durch Punkte, an denen man Entscheidungen treffen muss, gibt es auch mehrere Handlungsstränge. Jedoch raste ich hier regelmäßig aus. Wenn man die Story eines einzelnen Kämpfers auf 100% bringen möchte, um so dann etwas frei zu spielen, dann bedeutet das, dass man wirklich bescheuerte Dinge erledigen muss. Beispielweise reicht es nicht, jeden Kämpfer im Story Modus zu besiegen, sondern man muss auch bei jedem Kämpfer einmal gestorben sein und das in allen Handlungsstränge (meistens 1-3) mit insgesamt ca 5 bis 15 Kämpfen. Also einfach hinstellen und warten bis man verloren hat und dann wieder Story von vorne beginnen und beim nächsten Kämpfer verlieren. Wirklich extremst frustrierend. Man kann immerhin zwischendurch speichern, um nicht wirklich jeden Schritt ein zweites Mal machen zu müssen. Dann gibt es stellen, da muss man mehr als drei “distortion finishes” (DF) (super combo finishes) schaffen, um in den nächsten Handlungsstrang zu gelangen. Ist so ja noch ok. Aber in diesem Handlungsstrang muss man dann gegen Kämpfer A+B einen DF hinlegen, aber bei Kämpfer C nicht, weil man sonst nicht den fehlenden Part der Story für die 100% erreicht. Bescheuert. Riesen großer “fail”!
Der Trainings Modus gefällt mir überhaupt nicht. Zumindest im Vergleich zu allen anderen Prüglern, die ich kenne. Man kann sich die Moves nicht vorspielen lassen. Ist aber nicht so wild, weil es gibt nur ein paar wenige Moves (anders als bei Tekken oder Soul Calibur). Man kann dafür Aktionen/Moves “aufnehmen” und den Trainings-Dummy dann vorführen lassen. Um bspw. eine Abwehr gegen einen bestimmten Move zu üben.
Die anderen Modi muss ich wohl nicht extra beschreiben…

Außer natürlich den Online Modus. Hier gibt es ein paar Dinge zu berichten. Angefangen mit dem Ping/Lag. Da das Spiel nur im asiatischen und nordamerikanischen Bereich erhältlich ist, findet man nicht viele Spieler aus Europa. Die Entwickler haben hier aber scheinbar ein Meisterwerk an Netcode hingelegt. Denn es gibt so gut wie nie einen Lag. Ich weiß nicht, wie die das geschafft haben. Schön ist, dass man bei BB wieder Lobbies erstellen kann in denen auch mehr als 2 Spieler Platz finden und sogar Beobachter beitreten können, die dann nur zuschauen. Hierbei gibt es etliche Einstellmöglichkeiten außer einer, die ich sehnlichst vermisse… da ich auch nicht zu besten Spielern gehöre, wünschte ich mir, ich könnte Räume erstellen, in denen auch nur ähnlich starke Spieler beitreten können. Es gibt hier die Option “Beginners room”, aber das juckt das Spiel nicht. Da kann jeder beitreten. Man sollte einstellen können bis zu welchem Level man dem Raum beitreten kann.

Ein paar kurze Worte zum Schluss. Der Soundtrack ist gut, aber irgendwie fehlt der Bass in der Musik. Außerdem nervt der recht schnell. Vor allem in Trainings-Modus, weil das jeweilige Musikstück in einer Schleife gespielt wird.
Die Autosave Funktion nervt. Denn fast an jeder Stelle des Spiels wird gespeichert, was immer ein paar Sekunden in Anspruch nimmt.
Die Ladezeiten sind soweit in Ordnung. Es gibt allerdings keine Option, um das Spiel auf Festplatte zu installieren. Zumindest Teile davon, wie z.B: bei Street Fighter und Soul Calibur.

Fazit: BlazBlue ist ein first class Prügler.Anspruchsvoll wie Street Fighter 4, aber vermutlich ein wenig Einsteiger freundlicher als SF4. BB wurde super umgesetzt. Jedoch an einigen Stellen wundert man sich, dass die Entwickler nicht daran gedacht haben diese Funktion X einzubauen, wo doch der Rest so perfekt ist. Wer auf Beat ‘em ups steht, wird mit BB seine Freude haben. Wer zudem noch Animes mag, freut sich gleich doppelt.

Wer gegen mich spielen will… einfach Bescheid geben ;)

Werbung: BlazBlue bei Amazon

Madden NFL 10 kommt (angeblich) nicht nach Europa

July 18th, 2009 7 comments

Schlechte Nachrichten. EA Sports hat kurzfristig beschlossen Madden NFL 10 nicht in Europa zu veröffentlichen.  So schreibt jedenfalls 4players.de ohne Angabe einer Quelle oder Pressemitteilung. Das ist für viele Vorbesteller sicher ein Schock. Xbox360 Spieler trifft es wohl noch härter, da Xbox-Spiele einen Ländercode haben. PS3-Spieler müssen zu einer Importversion greifen.

EA Sports macht sich damit sicher keine Freunde, aber vermutlich ist das auch ein Zeichen dafür, wie schlecht dieses Jahr das Spiel sein wird. Neuerungen werden kaum auszumachen sein und außer einem Kader-Update wird nicht viel Entwicklung drin stecken.

Ich persönlich ärgere mich dennoch. Habe vor kurzem mein 09 verkauft, um dann 10 zu kaufen. Jetzt muss ich wieder kompliziert importieren, statt einfach bei Amazon UK zu bestellen :(

Update
Bis vor ein paar Stunden ist Madden 10 auch bei Amazon UK verschwunden. Seit ein paar Minuten aber auch wieder aufgetaucht. Weiterhin mit Release zum 28. August. Also schnell vorbestellen, bevor es nochmal verschwindet ;) Hier geht’s direkt zur Madden NFL 10 Suche. Und alternativ noch für Amazon Deutschland.

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Test: Tiger Woods 10 (PS3)

July 12th, 2009 No comments

Tiger Woods 10Die Mehrheit meiner Freunde schaut mich nur irritiert an, wenn ich ihnen erzähle, dass ich gestern Golf auf der PlayStation gespielt habe. Ein sehr guter Freund hat mir das Spiel näher gebracht. Damals noch auf der PS2. Und eins kann man vorweg sagen: Viel hat sich seit Tiger Woods 2003 nicht getan. Ist krass, wenn man bedenkt, dass weitere 7 Jahre Entwicklung drin stecken, aber EA ist ja nicht gerade dafür bekannt, dass sie ihre Spiele immer mit Innovationen zupflastern. Wie auch immer. Nach Tiger Woods 08, dachte ich mir, ich könnte mir mal wieder eine Version gönnen, denn ein paar vielversprechende Features, aber auch sehr frustrierende Bugs, hat das Spiel schon.

Read more…

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Deals der Woche

July 6th, 2009 No comments

Ich habe jetzt damit begonnen auf meinem Twitter Account “Deals der Woche” zu tweeten. Damit folge ich einem Trend (denke ich). Ich fande es nur nicht so schön, kurze Preisansagen auf meinem Blog zu veröffentlichen. Also, wenn jemand an ausgewähter Werbung interessiert und immer nach Ausschau auf günstige PS3- und Xbox-Spiele ist, dann “followed” mir doch einfach auf Twitter:

http://twitter.com/Cloonix

Eventuell werde ich eine Zusammenfassung von Sonderangeboten einmal in der Woche auf meinen Blog stellen.

Bomberman Ultra und die Premiere auf der PS3

June 13th, 2009 14 comments

Bomberman UltraDas erste Bomberman habe ich bereits in den 80ern auf meinem NES gespielt. Damals konnte man gerade mal mit 2 Controllern spielen. Den größten Spaß mit Bomberman hatte ich auf dem N64. Da gab es zeitweise täglich richtige Bomberman Orgien bei mir daheim. Spuren dieser Veranstaltungen sind immer noch meinem Zimmer anzusehen ;) Und das letzte Bomberman spielte ich auf der PSP. Was aber bei weitem nicht so prickelnd war. Ich glaube, es gab noch nicht mal einen Online Modus. Aber den gab es beim N64 auch nicht. Man mußte schon drei oder mehr Freunde einladen, um eine Bomberman Party feiern zu können. Auf jeder Konsole ist in den vergangenen 20 Jahren ein Bomberman erschienen. Und sogar auf dem PC gab es Ableger. Und nachdem die Xbox360 schon vor einiger Zeit Bomberman Live begrüßen durfte, erschien Bomberman Ultra am Donnerstag, recht überraschend und doch verspätet, auch auf der Playstation 3. Auch wenn die Namen sich nicht gleichen, die Spiele sind identisch.

Das Spielprinzip dürfte den meisten bekannt sein. Ein bis acht Spieler treten in einer Arena an (siehe Screenshots) und müssen sich zu Beginn erst den Weg frei bomben. Unter dem porösen Gestein befinden sich dann PowerUps. Man kann mit PowerUps bspw. mehr Bomben legen, hat eine höhere Reichweite bei der Explosion, kann schneller laufen oder Bomben weg treten. Und noch viel mehr. Außerdem gibt es PowerDowns, die dann analog negative Auswirkungen haben. Und als spannendes Element gibt es noch Krankheiten, die auch von Spieler zu Spieler übertragen bzw. weitergegeben werden können. Solche Krankheiten können negativ, aber auch positive Wirkung haben, wenn man weiß damit umzugehen. Zum Beispiel Unsichtbarkeit. Den Neuling dürfte das verwirren. Aber der Könner kann damit durchaus etwas anfangen.

Was hat sich geändert? Eigentlich nicht viel. Bomberman Ultra ist eher wieder “klassisch”. Hudson (der Entwickler) hat sich bei diesem NextGen Bomberman wieder auf alt Bewährtes konzentriert. Man kann eigentlich sagen “Neu ist hier nichts”. Man kann seinen Bomberman bzw. seine Bomberwoman mit Kostümen anpassen. Das Menü hierzu ist aber derart umständlich, dass sich meine Bomerwoman weiterhin mit rosa Tütü den Weg frei bombt. Neue Kostüme kann man sich frei spielen. Hierzu erscheinen während des Spielverlaufs Regenbogenfarbige Bällchen, die man blitzschnell einsammeln sollte, bevor es ein anderer tut. Also nicht wirklich prickelnd. Aber wir sind uns sicher einig, dass das nicht der Kern von Bomberman ist. Und damit komme ich zum Wesentlichen:
Es gibt 14 Arenen. Von der klassischen Version über Sandlöcher bespickte Arenen bis hin zu futuristischen Arenen, die mit Teleportern den kleinen Bomber verwirren. Persönlich bin ich Fan von der klassischen Version. Außerdem gibt es noch 6 Spielmodi. Ein weiteres Mal der klassische Modus und zusätzlich noch den Zombie und Paint Modus, bei dem man mit Bomben innerhalb einer vorgegeben Zeit den Boden einfärbt. Wer zum Schluss die meisten Farbfelder hat, gewinnt. Der Unterschied zwischen beiden Modi besteht darin, dass man beim Zombie Modus nicht stirbt. Wenn man hoch geht, verliert man nur all’ seine Farbfelder. Dann gibt es noch “Friendly Fire”, “Bombing run” und “Fragmode”. Jeweils noch nicht ausprobiert. Zombie und Klassisch fand ich bisher kurzweilig genug.

Grafik und Sound sind nicht besonders. Das Spiel selbst schreibt nach ein wenig Liebe. Viel Aufwand haben sich die Entwickler nicht gemacht. Und nach 30 Minuten Spielzeit hätte ich schon einige Verbesserungen zum Online-Modus. Und der Online-Modus ist wohl das wichtigste im Spiel. Denn Solo Kampagnen gibt es nicht und man kann eigentlich nur mit Freunden oder Online spielen. Derzeit sind nicht viele Spieler online. Liegt vielleicht daran, dass das Spiel bisher nur im US Store erhältlich ist (10 Dollar). Außerdem wurde nicht viel Werbung für gemacht. Oftmals ist dann die Verbindung sehr schlecht oder das Spiel bricht ab, da man mit Spielern aus Übersee spielt. Jedoch dürfte das eigentlich kein Grund für Verbindungsabbrüche sein. Meiner Erfahrung nach, hat der Spieleentwickler großen Einfluss auf die Online Gaming Experience (siehe Street Fighter 4: Da kann man fast gegen die ganze Welt “lagfrei” spielen).

Als Fazit bleibt dennoch zu sagen: Das Spiel lohnt sich! Entweder für kleine Parties zu Hause oder um online ein Sprengfest zu feiern. Herrlich ist bei diesem Spiel, dass es für jung und nicht ganz so alt geeignet ist und auch bei beiden Geschlechtern Gefallen findet. Eigentlich ein Pflichtkauf. Für Europa gibt es leider noch keinen Termin. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man darauf verzichtet. Mit 700 Millionen Einwohner ist Europa ja auch nicht gerade klein ;) Und lokalisieren muss man bei dem Spiel eigentlich gar nichts. Das würde ich zwischen Frühstück und Mittagessen auch schaffen. Also lasst uns hoffen, dass das Spiel den Weg nach Europa findet. Zum einen deshalb, damit sich mehr Spieler online tummeln und zum anderen, dass auch europäische PS3 Spieler ohne US Store Account mit diesem genialen Spiel ein paar Stunden erfreuen können. Folgend eine Pro- und Kontra-Liste, die jedoch nur meine Meinung und meinen Ersteindruck nach 4 Stunden Spielzeit widerspiegelt:

Kontra:
- Wenig Liebe in der Umsetzung. Es schaut einfach nach einem 10 Dollar Spiel aus.
- Oftmals Verbindungsproblme und Abbrüche bei Übersee-Verbindungen. Aber vielleicht haben meine Gegner auch einfach nur das Kabel gezogen.
- Eine volle Lobby ist ständig mit Drücken der X-Taste beschäftigt, damit es endlich los geht. Ich verstehe nicht wieso. Und wenn die Lobby voll ist und einer weigert sich zu drücken, kann man nur hoffen er geht von alleine raus oder die Lobby löst sich wegen ihm auf. Dass die Entwickler sowas nicht berücksichtigen regt mich tierisch auf. Kick-Funktion fehlt oder ein Timer, der das Spiel automatisch startet (z.B. wie bei WipEout).
- Grafik und Sound hätten wirklich mehr Liebe vertragen

Pro:
- Eine der besten Spielideen endlich auf NextGen
- Bomberman sagt einem, was man für ein PowerUp eingesammelt hat. Find ich persönlich sehr praktisch.
- Der Zombie Spielmodus ist sehr kurzweilig und witzig
- Bis zu 8 Spieler können online “bomben”, wobei bei 8 Spielern die Arena sehr voll ist.
- Es können 4 Perspektiven ausgewählt werden, wobei jeweils 2 eigentlich identisch sind ;)
- Spielsuche ist sehr einfach gestaltet und funktioniert schnell. Leider fehlen jetzt nur noch die offenen Spiele. Aber ein Tag nach Release ist das vielleicht noch zu viel verlangt bei einem PSN-Titel.

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