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Android App der Woche: Simple Calendar Widget

October 29th, 2011 No comments

Manchmal sind es die kleinen Apps für das Smartphone, die viel Freude bereiten, oder wie in diesem Fall, einen großen Nutzen haben. Die von Google eingebauten PIM-Apps sind noch ausbaufähig. Da fehlt einerseits eine vernünftige Task-Verwaltung und auch das ein oder andere Widget könnte besser werden. Ein Glück, dass der Android Market einiges her gibt. Jedoch findet man oft die Nadel im Heuhaufen nicht.

Deshalb möchte ich heute ein ganz kleines Widget vorstellen, dass mir persönlich viel Freude bereitet: Simple Calendar Widget

Eigentlich ist dieses Widget wirklich nichts Besonderes. Ich finde es schick und es bettet sich nahtlos in meinen Home-Screen ein. Man kann die Kalender konfigurieren, die dieses Widget überwachen soll. Es gibt drei verschiedene Größen, wobei der Screenshot der Größe “Medium” entspricht. Man kann die Kalendereinträge über das Widget auch direkt anwählen, wobei das mit einem Dicken Daumen ein wenig schwierig wird. Am Design und der Darstellung von Kalendereinträgen kann man im Konfigurationsmenü auch noch kleinere Anpassungen vor nehmen.

Ich denke der Screenshot sagt alles übrige: Schick und schlank.

Link zum Market: https://market.android.com/details?id=com.anod.calendar

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Dark Souls – Schwierigkeitsgrad trifft Gelegenheitsspieler

October 9th, 2011 No comments

Spätestens in diesem Jahr müsste fast jeder Konsolen-Spieler von diesem Spiel gehört haben. Es ist ein inoffizieller Nachfolger des Spiels “Demon’s Souls” [1]. Technisch betrachtet aber ein direkter Nachfolger oder anders formuliert: Demon’s Souls 2 ohne großen technischen Fortschritt. Das mag jetzt negativer klingen als ich es im Grunde meine, aber der Hype um “Dark Souls” ist genauso wenig gerechtfertigt, wie er einst bei Demon’s Souls war. Der Hersteller bzw. der Vertrieb von Demon’s Souls hat damals den geschickten Trick angewendet und nur eine begrenzte Anzahl an Exeplaren in die Ladengeschäfte gebracht. Das hatte eine Knappheit des Spiels zur Folge und jeder Spieler glaubte, dass dies an der Genialität des Spiels liegt. Diesen Oktober wurde das Spiel auf der Xbox360 und der PlayStation 3 veröffentlich, während der Vorgänger PS3 exklusiv war (Amazon: Link).

Jetzt sollte man mal auf den Boden kommen und objektiv dieses Spiel betrachten. Die Wahrheit liegt zwischen der Bewertung von der Computer Bild und dem Lobgesang der restlichen Internetredaktionen. Die Computer Bild schreibt folgendes:

Ausprobieren, sterben, etwas anderes versuchen, wieder sterben, fluchen: So sieht Ihr Tagesablauf aus, wenn Sie sich als Durchschnittsspieler mit „Dark Souls“ beschäftigen. Klar kriegen Sie das hin, wenn Ihr Zeitkontingent gegen unendlich geht. Aber ob das Spaß macht – eigentlich die Grundidee des Spielens –, ist eine andere Frage. Dieses Spiel ist für Leute, die selbst nach 20 vergeblichen Versuchen, die richtige Adresse zu finden, nicht nach dem Weg fragen, weil das eben – in ihren Augen – nicht Sinn der Sache ist. Dabei ist „Dark Souls“ ein komplexes, interessantes Spiel. Die meisten haben nur keine Chance, das herauszufinden. Liebe Genussspieler: Finger weg! (Quelle: http://www.computerbild.de/produkte/Spiele-Xbox-360-Dark-Souls-5985871-review.html)

Auch wenn Anhänger von Dark Souls diese Beurteilung als einen Angriff empfinden, hat die Computer Bild Recht. Dieses Spiel ist nichts für Dünnbrettbohrer und Casual Gamer. Ich habe gestern 4 Stunden in der Welt von Dark Souls verbracht und fühle mich noch mehr verloren als in Demon’s Souls. Das Spiel ist eine Herausforderung an den Geist und an die Geschicklichkeit. Ebenso wird Geduld abverlangt, da ein wildes “Hau drauf und Renn weiter” zu einen sehr schnellen Tod führt. Meiner Meinung ist dies auch der Grund wieso die USK das Spiel für 16-Jährige frei gibt: Entweder die USK war überfordert sich einen Eindruck von dem Spiel zu verschaffen oder die USK ist der Meinung, dass man so viel Geduld und Grips in dieses Spiel stecken muss, dass es trotz der stellenweise hohen Brutalität kein Jugend gefährdendes Spiel ist.

Hingegen hat 4players.de dem Spiel eine Spitzenwertung (92%) gegeben und ohne dass der Redakteur das Spiel in der üblichen objektiven Art bewertet, schwärmt er mit subjektiver Wortwahl von einem Spiel der Superlative. Völlig übertrieben.

Die Wahrheit liegt dazwischen: Dark Souls ist, wie schon sein Vorgänger, ein Spiel für den genervten Mitte Zwanziger bis Ende Dreißiger, der mit dem 0815-Schrott der Spieleindustrie nichts mehr anfangen kann. Und dennoch muss besagte Person so sehr in der Materie der Videospielkultur drin stecken, dass ihn ein Spiel wie Dark Souls nicht frustriert. Er braucht Geschick, Ausdauer, Grips und Erfahrung im Rollenspiel-Genre. Dark Souls führt den Spieler in eine Welt des Wahnsinns. In allen Belangen hat dieses Spiel keinesfalls auf Superlative gebaut. Dazu gehört Grafik, Musik (gibt es fast gar keine) und Mechanik. Aber das Paket stimmt. Der Spieler erhält eine Geschicklichkeits- und Geduldsprobe. Und wer nach 30 schnellen Toden und völliger Orientierungslosigkeit zu Beginn des Spiels immer noch den Drang hat es noch einmal zu probieren, der ist der richtige Dark Souls Spieler. Deshalb würde ich nicht sagen “Finger weg ihr Casual Spieler”, sondern traut euch, probiert es aus und zeigt der Spieleindustrie endlich, dass der 0815-Schrott nichts mit Spaß zu tun hat.

Und wenn doch jemand Hilfe braucht, kann ich das (englische) Dark Souls Wiki empfehlen [2].

Bei Amazon ist weiterhin die Limited Edition käuflich zu erwerben [3].

[1] http://en.wikipedia.org/wiki/Demon%27s_Souls
[2] http://darksoulswiki.wikispaces.com/
[3] Dark Souls bei Amazon.de

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Gran Turismo 5 – Kurzes Fazit

November 28th, 2010 3 comments

4 Tage ist das Spiel nun alt und man wundert sich, was in den letzten (angeblichen) sechs Jahren Entwicklung geschehen ist. Da sind Autos deren Texturen noch aus PS2-Zeiten stammen (womöglich nur ein Bug) und Online-Features, die angekündigt worden sind und bei Release noch nicht im Spiel waren. Und bis heute noch nicht wirklich sind. Man munkelt, dass die ewige Release-Verschiebung gegen Anfang/Mitte des Jahres nur dem Online-Modus geschuldet ist. Gerüchte sagen, dass Yamauchi GT5 ohne Online-Modi auf den Markt bringen wollte und Sony aber darauf bestanden hat. Also zurückblickend ist irgendwie bei dem Spiel gar nichts passiert, außer dass viele Fans ziemlich frustriert sind. Jeder aus anderen Gründen. Hier mein Fazit, wieso ich von GT5 frustriert bin und es aber dennoch spiele:

Online Leaderboards:
Ranglisten, mit denen man sich gegen andere messen kann, gab es noch bei Gran Turismo 5 Prologue. Bei Gran Turismo 5 Fehlanzeige. Wurde einfach heraus genommen. Yamauchi merkte zwar an, dass dieses Feature noch nachgereicht werde. Wann, steht aber bisher in den Sternen. Für mich als Sim-Racer ein “Mega-Fail”. GT5P und GT4 habe ich nur wegen Rundenzeiten gespielt. Die Online-Funktionalität war die Rettung der Serie in meinen Augen. Denn früher konnte man nur mit Photos seine Zeiten ins Internet stellen. Aber in der Zeit von GT5 funktioniert das (auch) erst einmal wieder “Old-School”.

Gran Turismo Anywhere:
Der B-Spec Modus? Hat den überhaupt jemand jemals gespielt? Viel zu langweilig und unnötig. Minuten lang zuschauen wie ein KI gesteuerter Fahrer im Kreis fährt? Man konnte bisher nur Kommandos zum Beschleunigen und Überholen geben. Das war schon alles. In GT5 wurde der B-Spec-Modus komplett überarbeitet! Achja? Merke ich nichts davon. Langweile steht diesem Modus immer noch auf das Plakat geschrieben. Und der eigentliche interessante Teil – die Möglichkeit den B-Spec Modus vom PC aus zu steuern – ist, und jetzt ratet mal, noch nicht implementiert! Auch das war ein Feature das schon vor Monaten auf Amazon und der offiziellen GT5-Seite angekündigt wurde. Lächerlich, traurig und erbärmlich.

Ladezeiten
OK, das ist jetzt nicht so schlimm. Bis ein Rennen startet kann man schon gerne warten. Was aber nervig ist, ist die Menüführung und das ständige Warten bis man wieder da angelangt ist, wo man eigentlich hin wollte. Und noch nerviger: Wenn man ein Rennen absolviert hat, kann man es nicht noch einmal starten. Zum Beispiel, um seine Platzierung zu verbessern. Nein! – Man muss aus dem Rennen raus gehen und es noch einmal Starten, inkl. der ganzen (langen) Ladezeit. Genial… Nicht nur, dass es nervig ist, sondern auch eine große Hürde im Verdienen von Credits (CR). Denn oft muss man bei GT-Spielen ein Rennen des öfteren absolvieren, bis man wieder genug Kohle hat, um ein neues Auto zu kaufen. Oder wenn es nur darum geht den ersten Platz zu erreichen. Jaja, bei Polyphony hat man es sogar geschafft das Spiel an etlichen Stellen schlechter zu machen als GT4 und GT5P.

Special Events:
Hier gibt es nur wenig zu bemängeln. Nette Events. Genauso schwer wie die Fahrerlizenzen und sie geben eine Menge Kohle. Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad etwas rätselhaft. Probiert einfach mal das Volkswagen Camper Rennen aus… ihr werdet fluchen! Das hat nichts mit “Anfänger” zu tun. (Die Go-Kart Rennen sind witziger als gedacht. Nur mal so als positiven Aspekt angemerkt.)

Fazit: Gran Turismo 5 sollte zu diesem Zeitpunkt als “Gran Turismo 5 Prologue 2″ bezeichnet werden. Und nach dieser Release-Schlappe, bezweifle ich, dass es jemals ein Gran Turismo 6 geben wird. Man kann nur hoffen, dass Polyphony per Nacharbeit und ein Dutzend Patches das Spiel noch interessant macht und vor allem die Features implementiert, die anfangs versprochen waren.

(das waren lediglich Punkte, die mich persönlich besonders ärgern).

Auf Amazon ist GT5 übrigens wieder erhältlich, nachdem es kurzzeitig ausverkauft war. Mit der kostenlosen Prime-Probe-Mitgliedschaft vor Weihnachten könnt’ ihr es auch schon morgen zustellen lassen :-) Link: http://amzn.to/dNAZN3

Und kommende Woche werde ich über das Logitech Driving Force GT berichten, welches allerdings bei Amazon derzeit vergriffen ist und nur für Wucherpreise zu haben ist: http://amzn.to/dWaVpp

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Heavy Rain – Ein erzählerisches Spektakel

March 17th, 2010 3 comments

Erst einmal vorweg: Hier wird es keine Spoiler geben. Keine Sorge! Gerade bei diesem Spiel sind viele Details im Spielverlauf sehr wichtig für das erzählerische Erlebnis und man muss aufpassen, dass man nicht aus Versehen liest, wie die Geschichte ausgeht.

(Man sagte mir im Zuge meiner Diplomarbeit, dass ich ein Komma-Geizhals bin. Dies sei mir bitte verziehen)

Als mein Urlaub begonnen hatte, juckte mich auf einmal dieses Heavy Rain von dem jeder sprach. Und dann tat ich etwas, was ich selten tue: Ich ging zum Media Markt! Und ja, ich kaufte ein Spiel beim Media Markt. Media Markt hat mich allerdings nicht mit rotem Teppich empfangen, weshalb ich dann beim nächsten Mal doch wieder meine üblichen Bezugsquellen wie Amazon bevorzugen werde. Whatever… 59 Takken für das Spiel geblecht.

Aber was kann man von diesem Spiel erwarten? Wer Fahrenheit kennt, wird auch recht genau wissen, was ihn mit Heavy Rain erwartet. Also ein interaktiver Film, bei dem es, unterstützt von Eingaben des Zuschauers auf dem Joystick, Möglichkeiten zum Verändern der Handlung gibt. Der Hersteller wirbt mit 22 verschiedenen Enden. Wobei ich das nicht überbewerten würde. Die Geschichte ist ähnlich wie ein Krimi. Wenn man die Lösung eines Krimis kennt, ist meistens auch der “Wiederlesewert” gesunken. Es sei denn man ist scharf drauf jedes kleinste Detail zu erkennen und zu vor allem zu finden. Jedoch bezweifle ich, dass das bei Heavy Rain auch zutrifft.

Bei Heavy Rain schlüpft man in die Rolle von vier Protagonisten, die alle auf der Suche nach dem Origami-Killer sind: Ein Privatdetektiv, ein FBI-Agent, ein Vater und eine junge Frau (hier will ich nicht mehr sagen). Die Handlungsstränge dieser vier Charaktere kreuzen und beeinflussen sich gegenseitig. Man spielt sie nämlich abwechselnd. Aber auch hier gilt, man kann nicht so viel Einfluss auf die Handlung erwarten, wie man sich vielleicht erhofft.

Heavy Rain ist nicht wirklich ein Spiel. Die Handlungsmöglichkeiten sind eher beschränkt. Man läuft von Punkt A nach B und genau genommen handelt man nur nach Skript. Und zwar nach Skript des Regisseurs. Man hat jedoch ein klein wenig Einfluss auf den Charakter. Wenn er/sie in Gesprächen sich an die Wand lehnt, aus dem Fenster schaut oder einfach nur im Zimmer herum läuft. Wesentlich größeren Einfluss hat man auf die Dialoge. So geht es bspw. in einer Situation darum ein Opfer des Killers zu befragen. Wenn man die richtigen Punkte anspricht (die man mit dem Joypad wählen kann), dann wird das Opfer reden. Wenn man falsch an die Sache ran geht, wird man vor die Tür befördert. Das ganze hat dann leider auf den Verlauf der Geschichte kaum Einfluss. Aber man kann so evtl. ein paar Details erfahren, die den Spielverlauf gedanklich anders gestalten.

Das nächste spielerische Element sind so genannte “Quick Time Events” (QTE). Diese Elemente wurden schon in Fahrenheit verwendet, aber sind auch aus Spielen wie bspw. God of War bekannt. Bei QTEs geht es darum schnellst möglich die richtige (am Bildschirm angezeigte) Taste zu drücken. Andernfalls stirbt der Charakter oder die entsprechende Situation geht anders aus. Solche Events gibt es Heavy Rain auch einige. Sie sind nur nicht sonderlich schwer. Selbst auf der höchsten Schwierigkeitsstufe wird man wohl kaum seinem Charakter beim Sterben zuschauen. Hier hätte man vielleicht noch mehr Pepp einbauen können, so dass die Geschichte auch unbewusst beeinflusst wird, weil man der Situation (QTE) nicht gewachsen war. Das führt mich zu einem weiteren Aspekt: Wenn einer dieser vier Protagonisten stirbt, wird die Geschichte weiter gespielt. Allerdings ohne diesen Charakter. Auf Grund des nicht vorhandenen Schwierigkeitsgrad ist mir das nicht passiert. Weshalb ich nur von der Theorie sprechen kann.

Trocken betrachtet: Klingt alles nicht so spannend. Spielerisch gibt das Spiel nicht so viel her und der Name Spiel ist nicht wirklich die richtige Bezeichnung. Aber spricht man von der Unterhaltung würde ich sofort sagen: “Großes Kino!” – Ja, das Spiel ist wirklich spannend und unterhaltsam. Das was so manchem Videospiel fehlt, nämlich eine gute Geschichte, kann Heavy Rain voll und ganz bieten. Es ist ein Horror-Thriller oder nur Thriller, der einen bis zur letzten Minute fesselt und man hat ca. 8-12 Stunden Freude an diesem interaktiven Krimi. Gerade schon deshalb uneingeschränkte Kaufempfehlung. Wobei für einmal Durchspielen meines Erachtens 60 Euro ein wenig zu viel sind. Aber vielleicht gibt es ja auch geduldigere Gemüter als ich es bin, die sich gerne ein zweites Mal dran setzen.

Leider gibt es ein paar technische Mängel. Die Grafik ist super! Zweifelsohne. Vor allem die Gesichter der Protagonisten im Ladebildschirm. Weltklasse. Jedoch gibt es etliche Clipping-Fehler und Tearing-Effekte. Und was noch viel ärgerlicher ist: Sound-Aussetzer. Zu Beginn des Spiels (als einziges Extrembeispiel) sogar einen asynchronen Part von 10 Sekunden (Stimme und Bild um 10 Sekunden versetzt). Der Patch 1.01 hatte bei mir keine Abhilfe getan. Und das witzige/traurige an der Sache… auf jeder Konsole ist das wieder eine andere Sache. So haben manche Konsolen keine Probleme und manche eben schon.

Als Fazit: Ein super Video(film)spektakel. Absolute Kaufempfehlung, aber auch uneingeschränkte Verkaufempfehlung. Wenn man es mal ruhiger angehen lassen will und sich mal etwas passiv unterhalten lassen will, ist Heavy Rain sicher das Richtige. Und auch ältere Herrschaften könnten evtl. an diesem Spiel, das eigentlich kein Spiel ist, Gefallen finden.

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Bayonetta – Der erste Fehltritt 2010

January 24th, 2010 1 comment

Update 28.01.2010: Seit heute steht ein Patch für die PS3-Version zum Download bereit. Dieser ermöglicht es das Spiel auf die Festplatte zu installieren und verspricht somit eine immense Verbesserung bezüglich der Ladezeiten.

2010! Eigentlich fängt das Jahr nicht schlecht an. Auch nicht unbedingt gut… Das Jahr 2010 scheint das Jahr der Arbeit zu werden. Und um überhaupt arbeiten zu dürfen, muss ich noch ein paar finale Klausuren schreiben und auch sonst noch ein paar Leistungen erbringen. Da schreibe ich doch in der zweiten Februar Woche fünf Klausuren binnen 4 Tagen. Autsch!!

Dennoch war ich so verrückt, dass ich mir in einer so heißen Studiumsphase Bayonetta für die PlayStation 3 ausgeliehen habe.

Bayonetta rockt! Sie ist wahrlich eine heiße Dame und vermutlich auch die erste Britin, die Mitglied der NRA (National Rifle Association [1]) ist. Mit vier doppelläufigen Hand- und Fußfeuerwaffen ist die Dame ausgerüstet. Prinzipiell wäre Bayonetta eine super Grundlage für ein Comic und ein super Computerspiel, das sich wohl ganz stark an Devil May Cry orientiert (die Macher sind sogar die selben). Wären da nicht ein paar Argumente, die gegen einen Kauf sprechen:

So wie ich das mitbekommen habe, war die Xbox in diesem Fall die Lead-Plattform. Sprich, das Spiel wurde auf der Xbox entwickelt und dann wurde der Quellcode genommen und einer anderen Firma zur PS3-Portierung übergeben. Dabei ist wohl viel Mist passiert. Ich kenne die Xbox-Version zwar nicht, aber hier ein paar heftige Argumente gegen die PS3-Version:

- Die Ladezeiten! Gestern Abend habe ich mich nach 18 Uhr an den Fernseher gemacht und bis 22 Uhr gespielt. Davon waren – und ich übertreibe nicht mal – ca. 90 Minuten Ladebildschirm. Der Ladebildschirm ist defintiv toll, denn man kann mit Bayonetta Combos üben. Aber das geht ziemlich schnell auf den Keks.
- Ein Nebeneffekt hierbei ist, dass das BlueRay-Laufwerk in der PS3 sich zu Tode arbeitet. Vor allem scheint es so, als ob die Daten derart ungünstig auf die Disc gepresst worden sind, dass der Lesekopf von einer Ecke zur anderen Ecke herum fuhrwerkt. Ich habe mir ernsthaft Sorgen gemacht, ob mein PS3-Laufwerk das überlebt. Die Festplatte wird quasi gar nicht genutzt. Eine kleine Installation hätte da sehr geholfen.

- Habe ich schon die Ladezeiten erwähnt? Ja? Dennoch muss noch erwähnt sein, dass diese Ladezeiten selbst dann auftreten, wenn man im Spielverlauf stirbt und an der gleichen Spielstelle (Checkpoint) wieder anfangen will. Dann heißt es wieder: Erst mal warten… Und Mitleid mit demjenigen, der vor der heiklen Phase noch ein Video anschauen muss. Ein Video zu überspringen ist auch eine Geduldsaufgabe: Start drücken -> Ladezeit -> Skip drücken -> Ladezeit -> Schauen, ob das Teewasser fertig ist -> Weiterspielen. Da bin ich gestern an einer solchen Stelle häufig gestorben… so viel Tee konnte ich gar nicht trinken.
- Videos ruckeln stellenweise. Wenn es denn mal Videos sind. Den meisten sind es nur Standbilder die über den Bildschirm geschoben werden. Im Spiel selbst ist es zwar ruckelfrei, aber Screen Tearing [2] ist hier die Regel.

Das sind für mich schon genug Gründe, mir das Spiel nicht zu kaufen. Und ich bin sogar am Überlegen, das Spiel vorzeitig an die Videothek zurück zu geben. Habe Angst um meine PS3 :-)

Aber vielleicht noch ein paar positive Aspekte. Abgesehen davon, dass Bayonetta die Idealbesetzung für das Spiel ist, gibt sie schon einiges her. Wobei hier das japanische (und durchaus sexistische) Frauenbild der Japaner hervor schimmert. Kurz um: Bayonetta ist eher ein Sexobjekt, konzipiert für Computerspieler, als eine tiefgründige Person mit Charakter. Ihr britischer Akzent, die High Heels und der enge Lederanzug lenken von der Oberflächigkeit eher ab. Dennoch empfinde ich sie als Idealbesetzung und man könnte sie als Tomb Raider 2.0 bezeichnen. Das Kampfsystem ist “stylisch”. Die Combos sind unendlich… Anfangs wird man hier noch seine Probleme haben. Und überhaupt: Das Kampfsystem ist wirklich durchdacht, anfordernd und innovativ.

Hingegen die Story finde ich etwas fad. Es scheint hier Prinzip zu sein, dass man den Zuschauer (Spieler) erst mal in Rätsel wickelt und dann nach und nach vereinzelte Informationen preis gibt. Jedoch verwirren die dann noch mehr. Ich denke das ist auch eine typische japanische Eigenschaft von Spielen: Nämlich die, dass die Story ziemlich abstrus ist.

Fazit:
Bayonetta ist auf der PS3 eine Katastrophe und eine Gefährdung für das PS3-Laufwerk! Ich kenne die Xbox Version nicht, aber vom Hörensagen wurde die Xbox Version wesentlich besser programmiert. Also wer die Wahl hat sollte sich die Xbox Version zu legen. Und wer nicht die Wahl hat, sei gewarnt und kauft sich das Spiel besser gar nicht oder hofft auf einen Patch, der eine Festplatten-Installation des Spiels ermöglicht. Schließlich sei noch gesagt, dass Bayonetta – meiner Meinung – von den gängigen Spielezeitschriften absolut überbewertet ist (manch’ Zeitschrift hat über 90% für die Xbox Version vergeben). Das Spiel ist keinesfalls besser als eine God of war collection und eher der Versuch die etwas ausgelutschte Devil May Cry Franchise wieder zum Leben zu erwecken. Die technischen Probleme machen es für mich unspielbar und verärgern mich. Und selbst wenn die technischen Probleme nicht da wären, wäre Bayonetta lediglich ein kurzweiliges Durchschnittsspiel.

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/National_Rifle_Association
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Screen_tearing

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Meine Meinung: God of War Collection

December 3rd, 2009 1 comment

[singlepic id=134 w=250 h=288 float=right]Geschenk für den Liebsten gesucht? Vorausgesetzt er ist volljährig. Denn God of War hat es in sich. Neben leicht bekleideten Frauen, spritzt auch viel Blut. Und das ab sofort in HD. Jedoch nur was das Gameplay angeht. Die Zwischensequenzen wurden eins zu eins von der PlayStation 2 übernommen. Was ein wenig irritierend wirkt, wenn man ein schönes Spiel vor sich hat, bei dem Kratos in hoher Auflösung Monster vierteilt und plötzlich eine Zwischensequenz mit großen Pixeln einen unterhalten soll. Ähnlichkeiten vom Kratos HD zum Zwischensequenz Kratos sind dann kaum noch zu erkennen ;)

Aber jetzt ein kleiner Rückblick für Unwissende. God of War war ein Superhit auf der PlayStation 2. Der erste Teil hat zu seiner Zeit in Deutschland noch nicht mal den roten Aufkleber bekommen. Der zweite Teil dann hingegen schon. Es sind sicher bald 5 Jahre, seit dem Kratos die PS2 vieler Spieler heiß laufen lassen hat. So entschied sich Sony mit Santa Monica Kratos in das HD Zeitalter zu befördern und veröffentlichen nun die “God of War Collection”. Das heißt Gof of War “Eins” und “Zwei” auf einer BlueRay für sensationelle 40 Dollar! Bei Amazon Deutschland für 40 Euro zu haben (Klick mich).

Ich habe einst keinen Teil der Serie gespielt, die bald von God of War 3 zur Triologie wird. Und wer, ähnlich wie meine Person, God of war noch nicht kennt, wird sich freuen, ein so günstiges und geiles Spiel zu bekommen. Das ganze Spielprinzip erinnert ein wenig an Devil May Cry. Combos durch die Luft und auf dem Boden und stylische Einlagen. Kratos lernt immer neue Moves hinzu und kann sich auch der Magie bedienen, welche er von den Göttern des alten Griechenlands erhält. Beispielsweise den Donnerblitz von Zeus. Die Story ist nicht all’ zu umfangreich. Und selbst wer kein Englisch versteht, wird an dem Spiel Spaß haben.

Einfach genial. Ich werde meine Arbeit des Tages nun erledigen und dann hau ich in die Tasten. Prädikat besonders geeignet als Weihnachtsgeschenk. Aber vielleicht vorher erkundigen, ob der Beschenkte das Spiel schon auf der PS2 gespielt hat. Denn die Wahrscheinlichkeit liegt besonders hoch. Aber selbst dann… viele sind erfreut über die HD-Neuauflage und mit Trophäen für jeden der beiden Teile kann man sich auch noch mal selbst heraus fordern und vielleicht gleich auf dem schwersten Schwierigkeitsgrad beginnen.

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Test: BlazBlue – Der Anime Klopper

August 10th, 2009 6 comments

Update: Das Spiel ist ab 25. März 2010 auch in Europa bzw. über Amazon erhältlich. Und das für günstige 45 Euro! Klick mich

BlazBlueBlazBlue? Ein Geheimtipp? Ein Hype? Wohl beides. Aber was steckt dahinter? Ich durchleuchte das Spiel ein wenig für Euch in einem direkten Vergleich zu Street Fighter 4.

Bis vor wenige Wochen hatte ich von diesem Beat ‘em up kein Wort gehört. Erst Günther hat mich drauf gebracht. Bei ersten Recherchen, wo man das Spiel auftreiben könnte, musste ich feststellen, dass das Spiel bei den meisten Händlern ausverkauft war. Wusste aber nicht, dass das Spiel noch nicht mal in Nordamerika erschienen ist. Es handelte sich wohl um eine US Asia Version. Ähnlich wie die Daemon’s Souls Version, die sich derzeit im Umlauf befindet. Seit 29. Juli ist das Spiel nun auch in Nordamerika erhältlich und die Händler haben auch wieder Exemplare auf Lager, so dass der Preis nicht mehr astronomisch hoch ist und sich ein Import lohnt.
Ein Grund für diese große Nachfrage sind vor allem die Testberichte namhafter Online Magazine, die BlazBlue (fast) durch die Bank die besten Bewertungen gegeben haben. Da wird man doch auch misstrauisch? Dennoch habe ich es dann, nach einem Monat Bedenkzeit, gewagt und mir das Spiel aus den USA besorgt.

Bei BlazBlue (BB) handelt es sich um einen sog. 2D Prügler von den Entwicklern von Guilty Gears. BB scheint in einer gewissen Form ein Nachfolger zu sein. Genauso wie Street Fighter 4 (SF4). Beim sichten von ersten Video Reviews und Kampfszenen fühlte ich eine starke Ähnlichkeit zu Street Fighter. Persönlich wurde ich wieder mal kein SF4-Fan. Obwohl das Spiel erstklassig umgesetzt wurde, habe ich nie den Draht gefunden und war dem entsprechend grottenschlecht. BlazBlue würde für mich nur in Frage kommen, wenn die Spielmechanik entscheidend anders ist. Der Kenner mag nun vielleicht große Unterschiede zu SF4 feststellen. Da ich bisher aber eher der 3D-Prügler war, sind mir 2D-Prügler eher neu. Und ich empfinde es schon als ähnlich. Jedoch drastisch unterscheidet sich BB von SF4, dass die einzelnen Kämpfer sehr viel individueller sind. Bei SF4 waren ja die Hälfte der Kämpfer quasi identisch zueinander. BB hat 13 Kämpfer im Angebot, wobei jeder einzelne sehr individuelle Fähigkeiten hat. Und so gibt es auch ein paar Charaktere die leichter zu spielen sind als andere. Ragna und Jin seien z.B. einfachere Einstiegscharaktere. Hingegen Taokaka (die süße Menschenkatze, die voll auf Oberweiten abfährt) ist sehr schwer zu meistern.

Optisch gibt BB was her. Die Kampforte sind schön animiert und man hat Wert auf kleine Details gelegt. Außerdem gefällt mir, dass jeder Kämpfer 10 verschiedene Farbkombinationen zur Auswahl hat, die man komischerweise nicht einmal frei spielen muss. Das einzige was man bei dem Spiel freispielen kann, sind Artworks, Soundtracks und vier sog. “unlimited characters”.

BB bietet einen Score Attack Modus, der höllisch schwer ist. Einen gewöhnliche Arcade Mode, wie bei jedem Prügler. Einen schön gemachten, aber teilweise sehr nervenden Story Modus (dazu später noch mehr), einen Trainings Modus und den Online Modus (natürlich ein Kernelement).
Der Story Modus ist super witzig gemacht. Fast schon wie in einem JRPG durchläuft man eine kurze Story. Und durch Punkte, an denen man Entscheidungen treffen muss, gibt es auch mehrere Handlungsstränge. Jedoch raste ich hier regelmäßig aus. Wenn man die Story eines einzelnen Kämpfers auf 100% bringen möchte, um so dann etwas frei zu spielen, dann bedeutet das, dass man wirklich bescheuerte Dinge erledigen muss. Beispielweise reicht es nicht, jeden Kämpfer im Story Modus zu besiegen, sondern man muss auch bei jedem Kämpfer einmal gestorben sein und das in allen Handlungsstränge (meistens 1-3) mit insgesamt ca 5 bis 15 Kämpfen. Also einfach hinstellen und warten bis man verloren hat und dann wieder Story von vorne beginnen und beim nächsten Kämpfer verlieren. Wirklich extremst frustrierend. Man kann immerhin zwischendurch speichern, um nicht wirklich jeden Schritt ein zweites Mal machen zu müssen. Dann gibt es stellen, da muss man mehr als drei “distortion finishes” (DF) (super combo finishes) schaffen, um in den nächsten Handlungsstrang zu gelangen. Ist so ja noch ok. Aber in diesem Handlungsstrang muss man dann gegen Kämpfer A+B einen DF hinlegen, aber bei Kämpfer C nicht, weil man sonst nicht den fehlenden Part der Story für die 100% erreicht. Bescheuert. Riesen großer “fail”!
Der Trainings Modus gefällt mir überhaupt nicht. Zumindest im Vergleich zu allen anderen Prüglern, die ich kenne. Man kann sich die Moves nicht vorspielen lassen. Ist aber nicht so wild, weil es gibt nur ein paar wenige Moves (anders als bei Tekken oder Soul Calibur). Man kann dafür Aktionen/Moves “aufnehmen” und den Trainings-Dummy dann vorführen lassen. Um bspw. eine Abwehr gegen einen bestimmten Move zu üben.
Die anderen Modi muss ich wohl nicht extra beschreiben…

Außer natürlich den Online Modus. Hier gibt es ein paar Dinge zu berichten. Angefangen mit dem Ping/Lag. Da das Spiel nur im asiatischen und nordamerikanischen Bereich erhältlich ist, findet man nicht viele Spieler aus Europa. Die Entwickler haben hier aber scheinbar ein Meisterwerk an Netcode hingelegt. Denn es gibt so gut wie nie einen Lag. Ich weiß nicht, wie die das geschafft haben. Schön ist, dass man bei BB wieder Lobbies erstellen kann in denen auch mehr als 2 Spieler Platz finden und sogar Beobachter beitreten können, die dann nur zuschauen. Hierbei gibt es etliche Einstellmöglichkeiten außer einer, die ich sehnlichst vermisse… da ich auch nicht zu besten Spielern gehöre, wünschte ich mir, ich könnte Räume erstellen, in denen auch nur ähnlich starke Spieler beitreten können. Es gibt hier die Option “Beginners room”, aber das juckt das Spiel nicht. Da kann jeder beitreten. Man sollte einstellen können bis zu welchem Level man dem Raum beitreten kann.

Ein paar kurze Worte zum Schluss. Der Soundtrack ist gut, aber irgendwie fehlt der Bass in der Musik. Außerdem nervt der recht schnell. Vor allem in Trainings-Modus, weil das jeweilige Musikstück in einer Schleife gespielt wird.
Die Autosave Funktion nervt. Denn fast an jeder Stelle des Spiels wird gespeichert, was immer ein paar Sekunden in Anspruch nimmt.
Die Ladezeiten sind soweit in Ordnung. Es gibt allerdings keine Option, um das Spiel auf Festplatte zu installieren. Zumindest Teile davon, wie z.B: bei Street Fighter und Soul Calibur.

Fazit: BlazBlue ist ein first class Prügler.Anspruchsvoll wie Street Fighter 4, aber vermutlich ein wenig Einsteiger freundlicher als SF4. BB wurde super umgesetzt. Jedoch an einigen Stellen wundert man sich, dass die Entwickler nicht daran gedacht haben diese Funktion X einzubauen, wo doch der Rest so perfekt ist. Wer auf Beat ‘em ups steht, wird mit BB seine Freude haben. Wer zudem noch Animes mag, freut sich gleich doppelt.

Wer gegen mich spielen will… einfach Bescheid geben ;)

Werbung: BlazBlue bei Amazon

Test: Tiger Woods 10 (PS3)

July 12th, 2009 No comments

Tiger Woods 10Die Mehrheit meiner Freunde schaut mich nur irritiert an, wenn ich ihnen erzähle, dass ich gestern Golf auf der PlayStation gespielt habe. Ein sehr guter Freund hat mir das Spiel näher gebracht. Damals noch auf der PS2. Und eins kann man vorweg sagen: Viel hat sich seit Tiger Woods 2003 nicht getan. Ist krass, wenn man bedenkt, dass weitere 7 Jahre Entwicklung drin stecken, aber EA ist ja nicht gerade dafür bekannt, dass sie ihre Spiele immer mit Innovationen zupflastern. Wie auch immer. Nach Tiger Woods 08, dachte ich mir, ich könnte mir mal wieder eine Version gönnen, denn ein paar vielversprechende Features, aber auch sehr frustrierende Bugs, hat das Spiel schon.

Read more…

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Strategiespiel Risiko online spielen

June 14th, 2009 4 comments

Durch einen Zufall ist mir wieder das Brettspiel Risiko durch den Kopf gegangen. Ein Klassiker unter den Brettspielen und wohl auch ein sehr zeitaufwendiges Hobby, das ich selbst kaum genossen habe. Und heutzutage findet man noch viel seltener Gleichgesinnte, die sich mal mind. vier bis X Stunden an dieses Spiel setzen. Wie auch immer… ich habe gesehen, dass es ein Computerspiel dazu gibt, dass auch eine Online Funktion hat. Aber das Zeitproblem besteht weiterhin. Und der Charme des Spiels ist auch dahin.

Wünschenswert wäre eine Risikovariation, die sich am Fernschach Prinzip orientiert. Im Netz habe ich ein paar Seiten gefunden. Aber nur eine überzeugende und auch aktive Seite. Impera Online [1]. Ich kann noch nicht viel darüber berichten, außer dass es einen sehr guten Eindruck macht und auch etliche Spielkarten zur Verfügung stellt. Die klassische Spielkarte, Herr der Ringe Version und dann auch Karten von Frankreich, Bayern und historischen Karten. Für jeden etwas dabei.

Wen das Spiel Risiko interessiert, sollte sich die Seite unbedingt anschauen. Neben Blitzpartien mit einer Zugdauer von 2-5 Minuten gibt es auch Partien mit Zugdauer 2-5 Tage. Wenn man bedenkt, dass eine Partie Risiko durchaus 300 Runden in Anspruch nehmen kann, frage ich mich, wie das bei einer 12 Spieler Partie und Zugdauer von 2 Tagen für Ausmaße annimmt. Das Spiel bekommt man doch eigentlich nie fertig. Das wäre jetzt das Manko, dass ich an der Idee anführen würde. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Ich werde sicher in den nächsten Wochen nochmal darüber schreiben ;)

Ach! – Es ist kostenlos.

[1] http://www.imperaonline.de/

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Street Fighter 4 Review

February 20th, 2009 4 comments

Street Fighter 4So, also nachdem ich nun gestern und heute ordentlich gezockt hab, erlaube ich mir ein erstes wirkliches Urteil abzugeben und das lautet für mich: SPITZE!

Street Figther IV ist definitiv Street Figther. Wir kennen das ja alle, dass Spieleserien den Sprung von 2D nach 3D nicht schaffen oder sich zumindest total anders (und meist schlechter) spielen. Sonic als Paradebeispiel und Mortal Kombat als Vertreter des Prügel-Genres fallen mir jetzt spontan dazu ein. Aber bei SFIV merkt man sofort, dass sich das Spiel wie früher spielt.

Wer als kleiner Junge Street Fighter gespielt hat und jetzt Jahre später das Gamepad (oder den Arcade-Stick) in die Hand nimmt zaubert die normalen Special-Moves wie den Hadouken locker lässig aus dem Handgelenk. Dazu ist mir auch aufgefallen, dass die Move-Eingabe im Vergleich zu den alten Teilen etwas leichter von der Hand geht, was vor allem für Neueinsteiger toll ist. Der Arcade-Modus weist auf der Standard-Einstellung (Normal) schon einen gehobeneren Schwierigkeitsgrad auf, für Fans kein Problem, Neueinsteiger könnten allerdings relativ schnell die Lust (und Beherrschung) verlieren, wenn sie ohne Training direkt mit dem Arcade-Modus starten.

Apropos Training:
Im Spiel gibt es einen klassisschen Trainingsmodus mit Dummy, wo man seine Moves trainieren kann. Allerdings gibt es noch einen besseren Modus um die Moves und Combos zu lernen, dieser nennt sich Trial-Mode und ist im Herausforderungen-Menü zu finden. Ich rate allen Neueinsteigern mit dem Trial-Mode zu beginnen und hier zumindest die ersten paar Stages zu machen.

Zum Online-Part:
Ich hab bis jetzt erst rund eine Stunde getestet und dabei positives wie auch negatives bemerkt.
Die Option “Schnelles Spiel” hat bei mir sehr viele Gegner geliefert, die ich nicht pingen konnte und somit keine Spielverbindung aufbauen konnte. Nach ner halben Stunde hab ich dann “Benutzerdefiniertes Spiel suchen” ausprobiert, da kann man nach bester Latenz suchen und bekommt auch wirklich nur Leute angezeigt, zu denen laut Anzeige eine Verbindung besteht. Woran es liegt, dass ich zu vielen davon trotzdem nicht connecten konnte weiß ich nicht genau. Die Spiele selbst sind bis auf eines sehr gut gelaufen und mir is eben nur bei einem Spiel (von ca. 10) lag aufgefallen. Das Spiel hab ich auch verloren als einziges :D
Schade find ichs, dass es (momentan) nur 2er lobbies gibt, und nicht wie in SC 3er und 4er. Aber das kommt wohl noch, denn es gibt sogar ein Auswahlfeld, welches “Wie viele private Plätze reservieren” heißt, aber im moment kann man nur “ja” und “nein” wählen. Außerdem steht in der Lobby “1vs1 Lobby” am Bildschirm.

Abschließend bleibt zu sagen: Wer SF nicht mag, für den ist auch der neue Teil nicht das wahre. Wer allerdings Fan ist oder sich auf ein tolles, wenn auch nicht leichtes Kampfsystem einlässt, der wird auf keinen Fall enttäuscht und sollte sich SFIV holen.

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