PSP: Disgaea – Afternoon of Darkness
Noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für den Youngster? Etwas kurzfristig, aber ich habe erst diese Woche “Disgaea – Afternoon of Darkness” anspielen können. Um es schon vorweg zu nehmen: Disgaea (gesprochen Disgaja) ist neben Jeanne d’Arc und WipeOut Pulse eine Toperscheinung auf der PSP. Es handelt sich bei Disgaea um ein TRPG (Turn-based RPG oder Tactical RPG). Die Urfassung von AoD ist einst schon auf der PS2 erschienen und sorgte bei einer leider kleinen Fan-Gemeinde für monate langen Spielspaß. Ich persönlich würde ein TRPG nicht auf einer Konsole wie der PS2/3 spielen wollen. Solche Spiele gehören auf ein Handheld und somit freue ich mich sehr, dass Disgaea auf der PSP erschienen ist.
Die Story…
…ist eher mager. Aber das schadet dem Spiel nicht. Keineswegs. Protagonisten sind in diesem Spiel Laharl und Etna. Laharl ist der Kronzprinz von Netherworl, einer dämonischen Unterwelt. Jedoch hat Laharl 2 Jahre im Tiefschlaf verbracht, während dessen sein Vater gestorben und ein Kampf um die Thronfolge entfach ist. Die Geschichte beginnt damit, dass seine Gefährtin Etna ihn aus dem Tiefschlaf weckt. Laharl beginnt die Unterwelt davon zu überzeugen, dass er der einzige Kandidat für den Titel des “Overlords” ist. Doch gibt es nicht nur Dämonen. Auch himmlische Persönlichkeiten verfolgen das Geschehen in Netherworld.
Wie schon gesagt; die Story wirkt mager, aber durch gute Sprachsamples gespritzt mit Wortwitz und Unterhaltungswert kann man sich auf kurzweiliges Vergnügen freuen. Es ist sogar die japanische Originaltonspur verfügbar!
Das Spiel…
…bietet im Übrigen alles, was man sich von einem Rundenstrategie basiertem Spiel erwartet. Mit max. 10 Gefährten begibt man sich auf eine Karte. Dort finden sich abwechslungsreiche Schlachten mit etlichen Überraschungen auf die man strategisch reagieren muss. Gelegentlich trifft man auch auf einen Endgegner. Diese Kämpfe haben es dann in sich. (Bei Disgaea sollte man oft speichern *g*).
Man könnte bei Jeanne d’Arc kritisieren, dass das Kampfgeschehen viel zu linear ist. Disgaea hingegen bringt Abwechslung. Kombos habe ich z.B. bei noch keinem TRPG gesehen. Wenn zwei oder mehr Charaktere besiammen stehen, können diese einen vereinten Angriff gegen den Feind starten. Je nachdem welche Klassen beisammen stehen, kann ein solcher Angriff mal schnell die gesamte Lebensenergie des Gegners auffressen. Das gibt einiges an “Ausprobierenpotential” und macht Laune
Bei der mauen Story kann man das aber auch verlangen. Das “normale” Rundenspiel in Disgaea ist jedoch nicht das Kernstück.
Typisch für ein TRPG, können die Charaktere auch im Level aufsteigen und ihre Fähigkeiten verbessern. Man beginnt mit zwei Charakteren. Laharl und Etna und 3 explosiven Pinguinen. Man sollte erst Mal das Tutorial machen, denn Disgaea ist für Anfänger in dieser Genre eventuell ein Schlag mit dem Hammer auf den Kopf. Es gibt so viele Möglichkeiten in diesem Spiel, dass man in den ersten Spielminuten (nach dem Tutorial) überfragt ist, was man nun eigentlich tun soll.
Man kommt zum ersten Mal in Kontakt mit der “Dark Assembly”. Dort kann man sich selbst Charaktere erstellen, die dann als Lehrling einem anderen Charakter untergeordnet sind. Zu Beginn hat man die typischen RPG Klassen zur Auswahl: Krieger, Magier, Heiler. Man trifft im Spiel auf viele weitere Klassen und Kombinationen von Klassen. Wenn man diese besiegt hat, können auch solche Charakter in der “Dark Assembly” erstellt werden. So kann man 150 verschiedene Charaktere erstellen!
Die “Dark Assembly” ist sehr komplex und ich gehe nur kurz drauf ein. Desweiteren kann man dort nämlich die Senatoren der Unterwelt bestechen, bedrohen oder überreden mehr Mittel zur Verfügung zu stellen. Soll heissen, bessere Items im Shop oder mehr Geld.
Ein weiteres Kernstück ist die “Item World”. Jedes Item im Spiel hat 100 Stages in der Item World. Man kann mit seinen Charakteren so in ein Item reisen und alle 10 Stages verbessert sicht der Gegenstand. Außerdem kann man dort Spezialisten finden, die dann wiederum in anderen Gegenständen platziert werden können, um dort ihre Dienste zu leisten. Also nochmal ein Kernpunkt im Spiel, der zeitraubend klingt und zeitraubend ist
Es gibt sogar…
eine Art Multiplayer. Jedoch nur im Ad-hoc Modus. Dort kann man gegeneinander antreten oder Gegenstände und anderes tauschen. Das sei nur kurz am Rande erwähnt.
Als Fazit…
…lässt sich sagen, dass Disgaea zu den Topspielen dieses Jahres gehört. Mit einer unfassbaren Komplexität und einer Spielmotivation für Monate braucht man lange kein neues Spiel mehr anfangen. Jedoch sei gewarnt, dass dieses Spiel nichts für Anfänger ist aufgrund der Komplexität. Trotz magerer Story wird diese nicht völlig vernachlässigt. Es entwickelt sich mit der Zeit ein richtiger Storypfad.
Einzig und allein zu kritisieren ist die schlechte Kamera, die nur in 90° Schritten gedreht werden kann. Zoomen konnte ich auch nicht. Grafik könnte besser sein, ABER dafür gibt es nur sehr geringe Ladezeiten (was ich sehr gut finde).
Rund um ein super Spiel.

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