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Dark Souls – Schwierigkeitsgrad trifft Gelegenheitsspieler

October 9th, 2011 No comments

Spätestens in diesem Jahr müsste fast jeder Konsolen-Spieler von diesem Spiel gehört haben. Es ist ein inoffizieller Nachfolger des Spiels “Demon’s Souls” [1]. Technisch betrachtet aber ein direkter Nachfolger oder anders formuliert: Demon’s Souls 2 ohne großen technischen Fortschritt. Das mag jetzt negativer klingen als ich es im Grunde meine, aber der Hype um “Dark Souls” ist genauso wenig gerechtfertigt, wie er einst bei Demon’s Souls war. Der Hersteller bzw. der Vertrieb von Demon’s Souls hat damals den geschickten Trick angewendet und nur eine begrenzte Anzahl an Exeplaren in die Ladengeschäfte gebracht. Das hatte eine Knappheit des Spiels zur Folge und jeder Spieler glaubte, dass dies an der Genialität des Spiels liegt. Diesen Oktober wurde das Spiel auf der Xbox360 und der PlayStation 3 veröffentlich, während der Vorgänger PS3 exklusiv war (Amazon: Link).

Jetzt sollte man mal auf den Boden kommen und objektiv dieses Spiel betrachten. Die Wahrheit liegt zwischen der Bewertung von der Computer Bild und dem Lobgesang der restlichen Internetredaktionen. Die Computer Bild schreibt folgendes:

Ausprobieren, sterben, etwas anderes versuchen, wieder sterben, fluchen: So sieht Ihr Tagesablauf aus, wenn Sie sich als Durchschnittsspieler mit „Dark Souls“ beschäftigen. Klar kriegen Sie das hin, wenn Ihr Zeitkontingent gegen unendlich geht. Aber ob das Spaß macht – eigentlich die Grundidee des Spielens –, ist eine andere Frage. Dieses Spiel ist für Leute, die selbst nach 20 vergeblichen Versuchen, die richtige Adresse zu finden, nicht nach dem Weg fragen, weil das eben – in ihren Augen – nicht Sinn der Sache ist. Dabei ist „Dark Souls“ ein komplexes, interessantes Spiel. Die meisten haben nur keine Chance, das herauszufinden. Liebe Genussspieler: Finger weg! (Quelle: http://www.computerbild.de/produkte/Spiele-Xbox-360-Dark-Souls-5985871-review.html)

Auch wenn Anhänger von Dark Souls diese Beurteilung als einen Angriff empfinden, hat die Computer Bild Recht. Dieses Spiel ist nichts für Dünnbrettbohrer und Casual Gamer. Ich habe gestern 4 Stunden in der Welt von Dark Souls verbracht und fühle mich noch mehr verloren als in Demon’s Souls. Das Spiel ist eine Herausforderung an den Geist und an die Geschicklichkeit. Ebenso wird Geduld abverlangt, da ein wildes “Hau drauf und Renn weiter” zu einen sehr schnellen Tod führt. Meiner Meinung ist dies auch der Grund wieso die USK das Spiel für 16-Jährige frei gibt: Entweder die USK war überfordert sich einen Eindruck von dem Spiel zu verschaffen oder die USK ist der Meinung, dass man so viel Geduld und Grips in dieses Spiel stecken muss, dass es trotz der stellenweise hohen Brutalität kein Jugend gefährdendes Spiel ist.

Hingegen hat 4players.de dem Spiel eine Spitzenwertung (92%) gegeben und ohne dass der Redakteur das Spiel in der üblichen objektiven Art bewertet, schwärmt er mit subjektiver Wortwahl von einem Spiel der Superlative. Völlig übertrieben.

Die Wahrheit liegt dazwischen: Dark Souls ist, wie schon sein Vorgänger, ein Spiel für den genervten Mitte Zwanziger bis Ende Dreißiger, der mit dem 0815-Schrott der Spieleindustrie nichts mehr anfangen kann. Und dennoch muss besagte Person so sehr in der Materie der Videospielkultur drin stecken, dass ihn ein Spiel wie Dark Souls nicht frustriert. Er braucht Geschick, Ausdauer, Grips und Erfahrung im Rollenspiel-Genre. Dark Souls führt den Spieler in eine Welt des Wahnsinns. In allen Belangen hat dieses Spiel keinesfalls auf Superlative gebaut. Dazu gehört Grafik, Musik (gibt es fast gar keine) und Mechanik. Aber das Paket stimmt. Der Spieler erhält eine Geschicklichkeits- und Geduldsprobe. Und wer nach 30 schnellen Toden und völliger Orientierungslosigkeit zu Beginn des Spiels immer noch den Drang hat es noch einmal zu probieren, der ist der richtige Dark Souls Spieler. Deshalb würde ich nicht sagen “Finger weg ihr Casual Spieler”, sondern traut euch, probiert es aus und zeigt der Spieleindustrie endlich, dass der 0815-Schrott nichts mit Spaß zu tun hat.

Und wenn doch jemand Hilfe braucht, kann ich das (englische) Dark Souls Wiki empfehlen [2].

Bei Amazon ist weiterhin die Limited Edition käuflich zu erwerben [3].

[1] http://en.wikipedia.org/wiki/Demon%27s_Souls
[2] http://darksoulswiki.wikispaces.com/
[3] Dark Souls bei Amazon.de

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Fifa 12 – Firewall Ports für Router

September 30th, 2011 No comments

Seit dieser Woche ist FIFA 12 endlich erhältlich. Die Spielmechanik wurde vor allem in der Steuerung der Defensive verändert und die Spielmodi sind alle mehr auf Internet und Community ausgelegt. So kann man mit jedem Spiel seinen Favoriten-Verein unterstützen. Doch wenn es darum geht Online-Spiele austragen zu können, sollte man Anpassungen an seinem Router vornehmen, damit auch wirklich eine Verbindung zu Stande kommt. Das setzt voraus, dass der Spieler auf der Gegenseite der Leitung auch optimale Einstellungen hat. Bei Fifa 10 und Fifa 11 hatte ich dennoch Probleme was den Verbindungsaufbau angeht. Deshalb bin ich noch am grübeln, ob ich das wirklich machen sollte.

Aber nun zu den Ports. Wenn man die Liste von Ports betrachtet, fragt man sich schon, ob die Leute bei EA Sports saufen. Aber schaut es Euch selbst an:

TCP Ports: 30440-30449, 9980-9989, 10000-10500, 42100-42199

UDP Ports: 3658, 3659, 6000, 9570, 9000-9999,10500-12500

Für meinen Teil war ich bis jetzt zu faul all’ diese Ports frei zu schalten. Aus Aspekten der Sicherheit ist diese Praktik von EA auch zweifelhaft. Wenn ich Erfahrungswerte zu diesem Port-Cocktail habe, schreibe ich hier ein Update.

Für die Xbox360 ist das Spiel übrigens schon unter 50 Euro zu haben: Link zu Amazon

Update: Ich habe mir die Arbeit gemacht und alle Ports in meinen Router gehackt. Es geht zwar geringfügig besser, aber die Probleme, die ich zuvor hatte sind immer noch vorhanden. Es wird wohl an der von mir zuvor geäußerten Vermutung liegen, dass einfach nicht jeder Benutzer diese Einstellungen hat. Ein UPNP-Router könnte hier natürlich Abhilfe schaffen. Aber selbst das habe ich getestet und keine große Veränderung vermerken können.

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Disgaea 4 – Vorschau

September 3rd, 2011 No comments

Seit meinem letzten Blog-Beitrag über Gran Turismo 5 hatte ich keine Lust und keine Zeit über ein Spiel zu berichten. Vielleicht werde ich auch einfach zu alt für dieses Metier. Doch dieser Titel – und dessen Vorfreude darauf – motivierte mich dazu meinen Blog wieder in Gang zu bringen und einen kleinen Beitrag über dieses Spiel zu schreiben. Für die Leser 26+: Dieses Spiel kann man auch jenseits der 300ms Reaktionszeit spielen ;-)

Final Fantasy Tactics ist lediglich ein “Proof of Concept” im Vergleich zu Disgaea
- Claus, 2011

Was ist Disgaea?

Für diejenigen, die die Disgaea-Reihe noch nicht kennen: Disgaea ist ein SRPG (Strategical Role Play Game) und kommt aus dem Hause ‘Nippon Ichi Software’ oder kurz ‘NIS’. Im Japanischen heißt das Spiel 魔界戦記ディスガイア (Kriegserzählung der Dämonenwelt: Disgaea) und ist wohl das umfangreichste Spiel seines Genres. Das Spiel wurde 2003 auf der PlayStation 2 veröffentlicht und hat eine große Fan-Gemeinde gewonnen. Für NIS war das der Durchbruch bei der Entwicklung von Videospielen. Andere Spiele von NIS sind bei weitem nicht so erfolgreich. Disgaea glänzt durch Charme, Humor und Spieltiefe und ist dabei für jedermann geeignet. Sicherlich – man sieht es dem Cover rechts an – ist die Zielgruppe eher bei Anime-Fans anzusetzen. Doch der schwarze Humor zielt eher auf ein erwachsenes Publikum. Die Geschichten von Disgaea ziehen stets Parallelen in unsere (reale) Welt. Neben den putzigen Charakteren ist die Besonderheit an Disgaea jedoch die bereits erwähnte Spieltiefe: Möchte man nur die Story durchspielen, ist man nach 20-40 unterhaltsamen Stunden durch. Möchte man das Spiel meistern, kann man durchaus 600-1200 Stunden in das Spiel investieren! Letzteres habe ich nie geschafft und dieses Ziel auch niemals verfolgt.

Ein SRPG zeichnet sich dadurch aus, dass die Kämpfe im Laufe der Geschichte rundenbasiert sind und einem Puzzle gleichen. Man muss Figuren, wie auf einem Schachbrett, geschickt positionieren und diesen Befehle geben, bevor der Gegner am Zug ist. Ohne viel Worte über das Spielprinzip zu verlieren, habe ich ein Video dazu heraus gesucht:

Wie üblich bei Rollenspielen, geht es darum seinen Charakter zu verbessern. Durch Kämpfe sammelt man Erfahrung und durch Erfahrung steigt der Charakter auf. Bei Disgaea hat man einen Hauptcharakter und hunderte von anderen – selbst erstellbaren – Charaktere, die man alle aufwerten kann. Der numerische Grenzwert des sog. Levels liegt bei 9999. Doch durch eine Reinkarnation der Figur fängt man wieder bei 1 an, befindet sich dann aber in Level 10000. Eine solche Reinkarnation ist mehrmals möglich. Der genaue Wert ist mir entfallen, aber ich glaube es waren 255 Reinkarnationen. Ferner gibt es Klassen, wie z.B. Krieger, Priester, Magier und viele andere. Jede Klasse hat 6 sog. Tiers, die man freischalten kann (und sollte). Jede Klasse hat eigene Fähigkeiten, Stärken und Schwächen. Sowie Spezialattacken und Zaubersprüche. Auch diese gilt es im Laufe des Spiel zu verbessern. Unter dem Strich: Von allem mehr, als was man von gewöhnlichen Rollenspielen erwartet. Aber die Besonderheit liegt eben im “Mehr”, das Spiele wie Final Fantasy Tactics bspw. nicht bieten. Was gehört dazu:

  • Die unglaubliche Komplexität. Hat man die Story durchgespielt, geht das Herzstück des Spiels erst los. In Folgemissionen spielt man sich (meistens) altbekannte Figuren frei und verfolgt das eigentlich Ziel des Spiels: Ein Superdämon zu werden (das könnte im Fall von Disgaea 4 anders sein, da der Hauptcharakter ein Vampir ist).
  • So ziemlich alles in diesem Spiel kann aufgewertet werden. Der Charakter, dessen Klasse, die  Zaubersprüche und vor allem Gegenstände selbst. Findet man zum Beispiel ein seltenes Schwert, kann man in die sog. Itemworld eintauchen und per Zufall generierte Level durchspielen. Jedes 10. Level findet man einen Boss und im 100. Level gibt es einen Endboss. Diesen kann man dann sogar noch bestehlen, um ein tolles Item zu bekommen. Besiegt man diesen Endboss hat man zudem das entsprechende Item aufgewertet. Das ist nun allerdings nur eine sehr kurze Erkärung der Item-World ;-)
  • Viele Teile des Spiels (außer der Story selbst) bestehen aus per Zufall generierten Welten. Das bedeutet man hat quasi unendlich viele Level.
  • Die Vielfalt an Figuren. Es gibt dutzende Charaktere und noch viel mehr Monster. Alle Lebewesen sind in diesem Spiel in gewisser Weise verwertbar. Monster kann man bspw. gefangen nehmen und diese dann auch in sein eigenes Team aufnehmen und aufwerten.
  • Monster können als Waffe eingesetzt werden. Sagen wir, ich habe eine Drachen gefangen genommen. In einem Kampf kann sich der Drache und ein Charakter verbünden und der Drache wird zur Feuer speienden Lanze. Wenn man das Monster vorher fleißig aufgewertet hat, macht dies folglich natürlich auch mehr Schaden. Mit dieser Kombination sind Schadenswerte im Milliardenbereich möglich.
  • Das Spiel besteht quasi aus einem Meer aus Zahlen. Alles wird mit Zahlen ausgedrückt. Angriffswerte, Erfahrungspunkte und wie gesagt… Alles! (Es gibt Leute, die stehen auf sowas ;-) )
  • Bereits angesprochen habe ich den Charme und den Humor. Das Spiel unterhält im Story-Modus wirklich vorzüglich und ist durchaus witzig. Empfehlenswert ist der japanische Originalton mit englischen Untertiteln (das Spiel gibt es nicht auf Deutsch)
  • Über den PlayStation Store können etliche Figuren dazu gekauft werden. Für manche Spieler gibt es den Reiz des Sammelns. Diese neuen Figuren haben keinen wirklichen Vorteil, aber als Disgaea Fan möchte man “ALLES” haben.
  • Figuren und Monster können vom Spieler geworfen werden. Dazu ergeben sich Möglichkeiten in diesem Spiel, das stellenweise einem Puzzle gleicht.

Das ganze Spiel gleicht einem Puzzle mit Schach-Charakter. Stellenweise ist das Spiel für Neulinge nicht ganz einfach. Zudem – bedingt durch die Komplexität – gibt es so viele Möglichkeiten ein Level zu meistern (manchmal auch nur eine). Deshalb wird am 6. September in Europa und Amerika das offizielle Strategiebuch veröffentlicht. Auch für Profis ist dieser kleine Helfer nützlich, da dieser etliche Tabellen und Übersichten enthält. Zudem gibt es für jedes Level Lösungen und einen Guide für das Late-Game (das Spiel nach der eigentlichen Geschichte). Erhältlich ist der Guide bereits bei Amazon Deutschland: http://amzn.to/pJT9sR

Was ist neu in Disgaea 4?

Für die Kenner der Disgaea-Reihe möchte ich auch kurz die Neuerungen von Teil 4 vorstellen:

  • Viel Kritik beim dritten Teil haben die veralteten Sprites-Grafiken geerntet. Diese waren nicht HD tauglich. Mir persönlich war das jedoch egal. Mein damaliger Fernseher hatte allerdings auch nur 28 Zoll. Mit Disgaea 4 sind die Figuren nun auch HD.
  • Und trotzdem gibt es die Option die alten Pixel-Figuren weiter zu verwenden ;-)
  • Disgaea 4 bietet nun einen echten Online-Modus. Bei Disgaea 3 konnte man lediglich eine Art Highscore ins Internet stellen. Disgaea 4 bietet hingegen einen Level-Editor. Benutzer können ein Level erstellen, andere Level bewerten und diese Level natürlich auch spielen. Der Level-Editor ist jedoch in der amerikanischen und europäischen Version abgespeckt. Man kann die Basis des Levels (die Blöcke selbst) nicht frei erstellen. NIS hatte Angst, dass Amerikaner und Europäer dazu tendieren könnten obszöne Formen zu konstruieren oder Fallus-Symbole zu bauen. Da dies Verwaltungs- und Administrationsaufwand für NIS bedeutet hätte, hat man diese Funktion heraus genommen. Man kann sich sein Terrain deshalb nur per Zufall generieren. Erstaunlich was Japan von uns denkt, oder?
  • Der Online-Modus bietet zudem die Möglichkeit mit seinen Piraten die Welt von anderen Spielern anzugreifen. Piraten waren immer ein Bestandteil von Disgaea. Im vierten Teil kann man ein eigenes Piratenschiff bauen und die zugehörige Besatzung zusammen stellen. Dieses Komplettpaket kann dann andere Spiele angreifen. Gewinnt man, gib es logischerweise einen Bonus in Form von Punkten oder Geld.
  • Neu in Disgaea 4 sind diesmal Vampire und Werwölfe (der Hauptcharakter  ist ein Vampir)
  • In Disgaea kann man Türme von Charakteren bauen (man stapelt Figuren übereinander). In Disgaea 4 kann ein solcher Turm nun auch angreifen. Dabei wird jede Figur verwendet und hat seinen eigenen “großen” Moment.

Disgaea erscheint in Amerika am 6. September, wird jedoch seit 31. August ausgeliefert. In Europa wird das Spiel am 26. Oktober erscheinen und somit wesentlich früher als einst Teil 3.

Fazit

Disgaea gehört zu den Spielen, bei denen die Entwickler nicht mehr viel falsch machen können und unendlich Fortsetzungen produzieren könnten. Das Spiel hat einen Suchtfaktor, der vermutlich vergleichbar mit Tabak ist. In Disgaea 4 gibt es kleine Erweiterungen, die jedoch überschaubar sind. Aber wieso auch? “Never change a winning team”. Ich habe Teil 1 bis 3 mit höchster Freude gespielt und sehne mich nach Teil 4, der in den kommenden Tag meinen Briefkasten erreichen dürfte.

Link zu Amazon: http://amzn.to/mTMxyM

Gran Turismo 5 – Kurzes Fazit

November 28th, 2010 3 comments

4 Tage ist das Spiel nun alt und man wundert sich, was in den letzten (angeblichen) sechs Jahren Entwicklung geschehen ist. Da sind Autos deren Texturen noch aus PS2-Zeiten stammen (womöglich nur ein Bug) und Online-Features, die angekündigt worden sind und bei Release noch nicht im Spiel waren. Und bis heute noch nicht wirklich sind. Man munkelt, dass die ewige Release-Verschiebung gegen Anfang/Mitte des Jahres nur dem Online-Modus geschuldet ist. Gerüchte sagen, dass Yamauchi GT5 ohne Online-Modi auf den Markt bringen wollte und Sony aber darauf bestanden hat. Also zurückblickend ist irgendwie bei dem Spiel gar nichts passiert, außer dass viele Fans ziemlich frustriert sind. Jeder aus anderen Gründen. Hier mein Fazit, wieso ich von GT5 frustriert bin und es aber dennoch spiele:

Online Leaderboards:
Ranglisten, mit denen man sich gegen andere messen kann, gab es noch bei Gran Turismo 5 Prologue. Bei Gran Turismo 5 Fehlanzeige. Wurde einfach heraus genommen. Yamauchi merkte zwar an, dass dieses Feature noch nachgereicht werde. Wann, steht aber bisher in den Sternen. Für mich als Sim-Racer ein “Mega-Fail”. GT5P und GT4 habe ich nur wegen Rundenzeiten gespielt. Die Online-Funktionalität war die Rettung der Serie in meinen Augen. Denn früher konnte man nur mit Photos seine Zeiten ins Internet stellen. Aber in der Zeit von GT5 funktioniert das (auch) erst einmal wieder “Old-School”.

Gran Turismo Anywhere:
Der B-Spec Modus? Hat den überhaupt jemand jemals gespielt? Viel zu langweilig und unnötig. Minuten lang zuschauen wie ein KI gesteuerter Fahrer im Kreis fährt? Man konnte bisher nur Kommandos zum Beschleunigen und Überholen geben. Das war schon alles. In GT5 wurde der B-Spec-Modus komplett überarbeitet! Achja? Merke ich nichts davon. Langweile steht diesem Modus immer noch auf das Plakat geschrieben. Und der eigentliche interessante Teil – die Möglichkeit den B-Spec Modus vom PC aus zu steuern – ist, und jetzt ratet mal, noch nicht implementiert! Auch das war ein Feature das schon vor Monaten auf Amazon und der offiziellen GT5-Seite angekündigt wurde. Lächerlich, traurig und erbärmlich.

Ladezeiten
OK, das ist jetzt nicht so schlimm. Bis ein Rennen startet kann man schon gerne warten. Was aber nervig ist, ist die Menüführung und das ständige Warten bis man wieder da angelangt ist, wo man eigentlich hin wollte. Und noch nerviger: Wenn man ein Rennen absolviert hat, kann man es nicht noch einmal starten. Zum Beispiel, um seine Platzierung zu verbessern. Nein! – Man muss aus dem Rennen raus gehen und es noch einmal Starten, inkl. der ganzen (langen) Ladezeit. Genial… Nicht nur, dass es nervig ist, sondern auch eine große Hürde im Verdienen von Credits (CR). Denn oft muss man bei GT-Spielen ein Rennen des öfteren absolvieren, bis man wieder genug Kohle hat, um ein neues Auto zu kaufen. Oder wenn es nur darum geht den ersten Platz zu erreichen. Jaja, bei Polyphony hat man es sogar geschafft das Spiel an etlichen Stellen schlechter zu machen als GT4 und GT5P.

Special Events:
Hier gibt es nur wenig zu bemängeln. Nette Events. Genauso schwer wie die Fahrerlizenzen und sie geben eine Menge Kohle. Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad etwas rätselhaft. Probiert einfach mal das Volkswagen Camper Rennen aus… ihr werdet fluchen! Das hat nichts mit “Anfänger” zu tun. (Die Go-Kart Rennen sind witziger als gedacht. Nur mal so als positiven Aspekt angemerkt.)

Fazit: Gran Turismo 5 sollte zu diesem Zeitpunkt als “Gran Turismo 5 Prologue 2″ bezeichnet werden. Und nach dieser Release-Schlappe, bezweifle ich, dass es jemals ein Gran Turismo 6 geben wird. Man kann nur hoffen, dass Polyphony per Nacharbeit und ein Dutzend Patches das Spiel noch interessant macht und vor allem die Features implementiert, die anfangs versprochen waren.

(das waren lediglich Punkte, die mich persönlich besonders ärgern).

Auf Amazon ist GT5 übrigens wieder erhältlich, nachdem es kurzzeitig ausverkauft war. Mit der kostenlosen Prime-Probe-Mitgliedschaft vor Weihnachten könnt’ ihr es auch schon morgen zustellen lassen :-) Link: http://amzn.to/dNAZN3

Und kommende Woche werde ich über das Logitech Driving Force GT berichten, welches allerdings bei Amazon derzeit vergriffen ist und nur für Wucherpreise zu haben ist: http://amzn.to/dWaVpp

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Gran Turismo 5: Das Warten geht jetzt erst los

November 20th, 2010 No comments

Wie viele Jahre hat es nun gedauert, bis der lang ersehnte Nachfolger der Gran Turismo Reihe den deutschen Markt erreicht? Fünf oder sechs Jahre müssten es sein! Die einen meinen, der neueste Teil wird eine Nullnummer und die anderen (so wie ich auch) erhoffen sich ein Rennerlebnis erster Güte. Obwohl man wohl in einigen Aspekten enttäuscht sein wird. Das wage ich jetzt schon zu behaupten. Da wären die Anzahl der Autos, die sich kaum von GT4 unterscheiden und auch ein paar Gameplay Aspekte wie z.B. die Unterscheidung von Premiumautos und Standardautos. Alles nicht so schlimm. Der Vorteil der Next-Gen-Version ist definitiv die Konnektivität. Endlich hat man die Möglichkeit sich mit Freunden zu messen und auch gegen Unbekannte internationale Rennen auszutragen. Wie umständlich war es noch auf der PS2… einst habe ich mit einem Freund auf Suzuka Zeitrennen veranstaltet, obwohl dieser besagte Freund aus dem Norden Deutschlands kam und ich aus dem tiefen Süden. Die Zeiten wurden einfach auf Papier (bzw. Email gab es damals schon) und dem anderen “einfach so” übermittelt. Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus.

Der Punkt ist diese unendliche Ungeduld, die mich die vergangenen Tage verfolgt. Jahrelang hat mich Gran Turismo kein bisschen interessiert. Vermutlich aus Gründen des Selbstschutzes. Und nun lese ich gestern, dass die ersten Online-Händler das Spiel schon verschickt haben und heute haben deren Kunden auch schon das Spiel in Händen. Und genau an dem Punkt werde ich nervös, aggressiv oder was auch immer. Amazon, Media Markt und Saturn halten sich wie (fast) immer an den offiziellen Termin. Bei Amazon wird vermutlich am Dienstag verschickt und die Media Saturn Märkte werden ab Mittwoch das Spiel in den Regalen stehen haben. Gerade die “Großen” trauen sich selten gegen die Veröffentlichungstermine zu verstoßen. Ich gönne es den “Kleinen” ja, aber ich fühle mich gerade benachteiligt.

Diese ganzen Sperrfristen sind doch lächerlich. Eigentlich sollen die davor schützen, dass Händler das Spiel verkaufen, nur weil sie die Lieferung früher bekommen haben. Und das ist ja auch vernünftig. Ab und zu wird dann früher verkauft. Das kann zwei Gründe haben: 1. Ein großer Markt hat gegen den Termin verstoßen und auf einmal ziehen alle nach, um nicht Kunden zu verlieren. Bestraft wird meines Wissens dann nur der erste Verstoß. 2. Irgendeine Institution, Sony oder der Distributor, geben das OK für einen verfrühten Verkauf. Letzteres wird wahrscheinlich dann geschehen, wenn alle Lieferungen getätigt worden sind und alle Wettbewerber dann die gleiche Chance haben.

Aber wie gesagt, diese Sperrfristen sind lächerlich, wenn manche Händler sich nicht daran halten und ich würde mir wünschen, dass die Verantwortlichen da härter durchgreifen. Zum einem um den Wettbewerb einfach gerecht zu gestalten und auch dem Laden hier um die Ecke die Möglichkeit zu geben vom Kuchen etwas abzubekommen und zum anderen, weil ich mich dann einfach gerecht behandelt fühlen würde *mimimi*

Die “Ratio” sollte siegen und das Wochenende sollte einfach anders gestaltet werden, als was sich die “Irratio” momentan einbildet.

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Ein Fall für den Doktor: Marvel vs. Capcom

June 18th, 2010 1 comment

Nachdem einige Zeit vergangen ist seit meinem letzten Beitrag zu Heavy Rain, ist bisweilen Super Street Fighter 4 am Markt und das Interesse fokussiert (yeah! Focus) sich überwiegend auf Ryu und Co. Doch in Los Angeles hat in den vergangen Tagen die E3 statt gefunden und als ambitionierter Videospiel-Spieler lauscht man immer mit einem Ohr, was sich auf der E3 so zuträgt. Die Pressekonferenzen von Sony und Microsoft haben wenig überrascht. Nintendo konnte mehr bieten – interessiert mich jedoch nicht die Bohne.

Ich könnte nicht mal sagen, was mich an der diesjährigen E3 am meisten interessiert. Ich müsste wohl länger darüber nachdenken.

Gran Turismo 5 wurde ja schon auf der E3 vor “X” Jahren vorgestellt. Release Datum ist mittlerweile 2. November. Mal sehen… Da glaubt man gar nichts mehr.

Das Gerücht, dass es ein Capcom vs. Namco Beat-Em Up geben soll, hat sich bislang nicht bestätigt, aber ein Beat-Em Up wurde mir ans Herz gelegt: Marvel vs. Capcom. Diese “Versus-Prügelleien” sind nicht gerade neu. Aber genießen wohl große Beliebtheit. Und wenn man sich folgendes Video anschaut, wird dem Genre-Liebhaber sicher schnell bewusst, wieso.

Was mich betrifft, ist mir das Spiel ein wenig zu hektisch. Nach dem Ansehen musste ich mich erst von einem epileptischen Anfall erholen ;-) Aber sollte mich zum Release Street Fighter 4 zu sehr nerven ist Marvel vs. Capcom das erste Spiel, das ich mir zulegen werde.

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Heavy Rain – Ein erzählerisches Spektakel

March 17th, 2010 3 comments

Erst einmal vorweg: Hier wird es keine Spoiler geben. Keine Sorge! Gerade bei diesem Spiel sind viele Details im Spielverlauf sehr wichtig für das erzählerische Erlebnis und man muss aufpassen, dass man nicht aus Versehen liest, wie die Geschichte ausgeht.

(Man sagte mir im Zuge meiner Diplomarbeit, dass ich ein Komma-Geizhals bin. Dies sei mir bitte verziehen)

Als mein Urlaub begonnen hatte, juckte mich auf einmal dieses Heavy Rain von dem jeder sprach. Und dann tat ich etwas, was ich selten tue: Ich ging zum Media Markt! Und ja, ich kaufte ein Spiel beim Media Markt. Media Markt hat mich allerdings nicht mit rotem Teppich empfangen, weshalb ich dann beim nächsten Mal doch wieder meine üblichen Bezugsquellen wie Amazon bevorzugen werde. Whatever… 59 Takken für das Spiel geblecht.

Aber was kann man von diesem Spiel erwarten? Wer Fahrenheit kennt, wird auch recht genau wissen, was ihn mit Heavy Rain erwartet. Also ein interaktiver Film, bei dem es, unterstützt von Eingaben des Zuschauers auf dem Joystick, Möglichkeiten zum Verändern der Handlung gibt. Der Hersteller wirbt mit 22 verschiedenen Enden. Wobei ich das nicht überbewerten würde. Die Geschichte ist ähnlich wie ein Krimi. Wenn man die Lösung eines Krimis kennt, ist meistens auch der “Wiederlesewert” gesunken. Es sei denn man ist scharf drauf jedes kleinste Detail zu erkennen und zu vor allem zu finden. Jedoch bezweifle ich, dass das bei Heavy Rain auch zutrifft.

Bei Heavy Rain schlüpft man in die Rolle von vier Protagonisten, die alle auf der Suche nach dem Origami-Killer sind: Ein Privatdetektiv, ein FBI-Agent, ein Vater und eine junge Frau (hier will ich nicht mehr sagen). Die Handlungsstränge dieser vier Charaktere kreuzen und beeinflussen sich gegenseitig. Man spielt sie nämlich abwechselnd. Aber auch hier gilt, man kann nicht so viel Einfluss auf die Handlung erwarten, wie man sich vielleicht erhofft.

Heavy Rain ist nicht wirklich ein Spiel. Die Handlungsmöglichkeiten sind eher beschränkt. Man läuft von Punkt A nach B und genau genommen handelt man nur nach Skript. Und zwar nach Skript des Regisseurs. Man hat jedoch ein klein wenig Einfluss auf den Charakter. Wenn er/sie in Gesprächen sich an die Wand lehnt, aus dem Fenster schaut oder einfach nur im Zimmer herum läuft. Wesentlich größeren Einfluss hat man auf die Dialoge. So geht es bspw. in einer Situation darum ein Opfer des Killers zu befragen. Wenn man die richtigen Punkte anspricht (die man mit dem Joypad wählen kann), dann wird das Opfer reden. Wenn man falsch an die Sache ran geht, wird man vor die Tür befördert. Das ganze hat dann leider auf den Verlauf der Geschichte kaum Einfluss. Aber man kann so evtl. ein paar Details erfahren, die den Spielverlauf gedanklich anders gestalten.

Das nächste spielerische Element sind so genannte “Quick Time Events” (QTE). Diese Elemente wurden schon in Fahrenheit verwendet, aber sind auch aus Spielen wie bspw. God of War bekannt. Bei QTEs geht es darum schnellst möglich die richtige (am Bildschirm angezeigte) Taste zu drücken. Andernfalls stirbt der Charakter oder die entsprechende Situation geht anders aus. Solche Events gibt es Heavy Rain auch einige. Sie sind nur nicht sonderlich schwer. Selbst auf der höchsten Schwierigkeitsstufe wird man wohl kaum seinem Charakter beim Sterben zuschauen. Hier hätte man vielleicht noch mehr Pepp einbauen können, so dass die Geschichte auch unbewusst beeinflusst wird, weil man der Situation (QTE) nicht gewachsen war. Das führt mich zu einem weiteren Aspekt: Wenn einer dieser vier Protagonisten stirbt, wird die Geschichte weiter gespielt. Allerdings ohne diesen Charakter. Auf Grund des nicht vorhandenen Schwierigkeitsgrad ist mir das nicht passiert. Weshalb ich nur von der Theorie sprechen kann.

Trocken betrachtet: Klingt alles nicht so spannend. Spielerisch gibt das Spiel nicht so viel her und der Name Spiel ist nicht wirklich die richtige Bezeichnung. Aber spricht man von der Unterhaltung würde ich sofort sagen: “Großes Kino!” – Ja, das Spiel ist wirklich spannend und unterhaltsam. Das was so manchem Videospiel fehlt, nämlich eine gute Geschichte, kann Heavy Rain voll und ganz bieten. Es ist ein Horror-Thriller oder nur Thriller, der einen bis zur letzten Minute fesselt und man hat ca. 8-12 Stunden Freude an diesem interaktiven Krimi. Gerade schon deshalb uneingeschränkte Kaufempfehlung. Wobei für einmal Durchspielen meines Erachtens 60 Euro ein wenig zu viel sind. Aber vielleicht gibt es ja auch geduldigere Gemüter als ich es bin, die sich gerne ein zweites Mal dran setzen.

Leider gibt es ein paar technische Mängel. Die Grafik ist super! Zweifelsohne. Vor allem die Gesichter der Protagonisten im Ladebildschirm. Weltklasse. Jedoch gibt es etliche Clipping-Fehler und Tearing-Effekte. Und was noch viel ärgerlicher ist: Sound-Aussetzer. Zu Beginn des Spiels (als einziges Extrembeispiel) sogar einen asynchronen Part von 10 Sekunden (Stimme und Bild um 10 Sekunden versetzt). Der Patch 1.01 hatte bei mir keine Abhilfe getan. Und das witzige/traurige an der Sache… auf jeder Konsole ist das wieder eine andere Sache. So haben manche Konsolen keine Probleme und manche eben schon.

Als Fazit: Ein super Video(film)spektakel. Absolute Kaufempfehlung, aber auch uneingeschränkte Verkaufempfehlung. Wenn man es mal ruhiger angehen lassen will und sich mal etwas passiv unterhalten lassen will, ist Heavy Rain sicher das Richtige. Und auch ältere Herrschaften könnten evtl. an diesem Spiel, das eigentlich kein Spiel ist, Gefallen finden.

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Back to duty

March 15th, 2010 2 comments

Puuh….! Da bin ich wieder! Das war jetzt wirklich eine Nerven und Kraft raubende Zeit. Sechs Klausuren, eine Seminararbeit und eine Diplomarbeitabgabe. Letzteres war äußerst erfolgreich. Die Note wurde zwar noch nicht vom Professor genehmigt bzw. abgesegnet, aber es sollte wohl nichts mehr schief gehen.

Ich habe jetzt eine Woche gebraucht, um aus diesem Tunnelblick heraus zu kommen. Ich kann mich jetzt immerhin für vier Wochen auf die faule Haut legen und muss nebenher “nur” nach Stellenangeboten Ausschau halten. Wobei die Frage nach dem Traumjob brisanter ist denn je. Wenn auch ich im Studium viel gelernt habe, so habe ich verlernt, was mir wirklich Spaß macht. Aber das kommt sicher wieder.

Die Woche werden jetzt die PS3-Spiele durchgespielt, die sich hier angesammelt haben. Dazu gehört God of War 2, Star Ocean 4, Heavy Rain und Yakuza 3 (龍が如く3). Und zu allen diesen Spielen (mit Ausnahme von God of War) werde ich einen kleinen Claus typischen Testbericht schreiben: Kurz, prägnant und knallhart. Dabei werde ich auch auf Final Fantasy XIII und Square Enix eingehen.

Also diese Woche lohnt es sich wieder meinen Blog zu besuchen. Bis dann.

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Bayonetta – Der erste Fehltritt 2010

January 24th, 2010 1 comment

Update 28.01.2010: Seit heute steht ein Patch für die PS3-Version zum Download bereit. Dieser ermöglicht es das Spiel auf die Festplatte zu installieren und verspricht somit eine immense Verbesserung bezüglich der Ladezeiten.

2010! Eigentlich fängt das Jahr nicht schlecht an. Auch nicht unbedingt gut… Das Jahr 2010 scheint das Jahr der Arbeit zu werden. Und um überhaupt arbeiten zu dürfen, muss ich noch ein paar finale Klausuren schreiben und auch sonst noch ein paar Leistungen erbringen. Da schreibe ich doch in der zweiten Februar Woche fünf Klausuren binnen 4 Tagen. Autsch!!

Dennoch war ich so verrückt, dass ich mir in einer so heißen Studiumsphase Bayonetta für die PlayStation 3 ausgeliehen habe.

Bayonetta rockt! Sie ist wahrlich eine heiße Dame und vermutlich auch die erste Britin, die Mitglied der NRA (National Rifle Association [1]) ist. Mit vier doppelläufigen Hand- und Fußfeuerwaffen ist die Dame ausgerüstet. Prinzipiell wäre Bayonetta eine super Grundlage für ein Comic und ein super Computerspiel, das sich wohl ganz stark an Devil May Cry orientiert (die Macher sind sogar die selben). Wären da nicht ein paar Argumente, die gegen einen Kauf sprechen:

So wie ich das mitbekommen habe, war die Xbox in diesem Fall die Lead-Plattform. Sprich, das Spiel wurde auf der Xbox entwickelt und dann wurde der Quellcode genommen und einer anderen Firma zur PS3-Portierung übergeben. Dabei ist wohl viel Mist passiert. Ich kenne die Xbox-Version zwar nicht, aber hier ein paar heftige Argumente gegen die PS3-Version:

- Die Ladezeiten! Gestern Abend habe ich mich nach 18 Uhr an den Fernseher gemacht und bis 22 Uhr gespielt. Davon waren – und ich übertreibe nicht mal – ca. 90 Minuten Ladebildschirm. Der Ladebildschirm ist defintiv toll, denn man kann mit Bayonetta Combos üben. Aber das geht ziemlich schnell auf den Keks.
- Ein Nebeneffekt hierbei ist, dass das BlueRay-Laufwerk in der PS3 sich zu Tode arbeitet. Vor allem scheint es so, als ob die Daten derart ungünstig auf die Disc gepresst worden sind, dass der Lesekopf von einer Ecke zur anderen Ecke herum fuhrwerkt. Ich habe mir ernsthaft Sorgen gemacht, ob mein PS3-Laufwerk das überlebt. Die Festplatte wird quasi gar nicht genutzt. Eine kleine Installation hätte da sehr geholfen.

- Habe ich schon die Ladezeiten erwähnt? Ja? Dennoch muss noch erwähnt sein, dass diese Ladezeiten selbst dann auftreten, wenn man im Spielverlauf stirbt und an der gleichen Spielstelle (Checkpoint) wieder anfangen will. Dann heißt es wieder: Erst mal warten… Und Mitleid mit demjenigen, der vor der heiklen Phase noch ein Video anschauen muss. Ein Video zu überspringen ist auch eine Geduldsaufgabe: Start drücken -> Ladezeit -> Skip drücken -> Ladezeit -> Schauen, ob das Teewasser fertig ist -> Weiterspielen. Da bin ich gestern an einer solchen Stelle häufig gestorben… so viel Tee konnte ich gar nicht trinken.
- Videos ruckeln stellenweise. Wenn es denn mal Videos sind. Den meisten sind es nur Standbilder die über den Bildschirm geschoben werden. Im Spiel selbst ist es zwar ruckelfrei, aber Screen Tearing [2] ist hier die Regel.

Das sind für mich schon genug Gründe, mir das Spiel nicht zu kaufen. Und ich bin sogar am Überlegen, das Spiel vorzeitig an die Videothek zurück zu geben. Habe Angst um meine PS3 :-)

Aber vielleicht noch ein paar positive Aspekte. Abgesehen davon, dass Bayonetta die Idealbesetzung für das Spiel ist, gibt sie schon einiges her. Wobei hier das japanische (und durchaus sexistische) Frauenbild der Japaner hervor schimmert. Kurz um: Bayonetta ist eher ein Sexobjekt, konzipiert für Computerspieler, als eine tiefgründige Person mit Charakter. Ihr britischer Akzent, die High Heels und der enge Lederanzug lenken von der Oberflächigkeit eher ab. Dennoch empfinde ich sie als Idealbesetzung und man könnte sie als Tomb Raider 2.0 bezeichnen. Das Kampfsystem ist “stylisch”. Die Combos sind unendlich… Anfangs wird man hier noch seine Probleme haben. Und überhaupt: Das Kampfsystem ist wirklich durchdacht, anfordernd und innovativ.

Hingegen die Story finde ich etwas fad. Es scheint hier Prinzip zu sein, dass man den Zuschauer (Spieler) erst mal in Rätsel wickelt und dann nach und nach vereinzelte Informationen preis gibt. Jedoch verwirren die dann noch mehr. Ich denke das ist auch eine typische japanische Eigenschaft von Spielen: Nämlich die, dass die Story ziemlich abstrus ist.

Fazit:
Bayonetta ist auf der PS3 eine Katastrophe und eine Gefährdung für das PS3-Laufwerk! Ich kenne die Xbox Version nicht, aber vom Hörensagen wurde die Xbox Version wesentlich besser programmiert. Also wer die Wahl hat sollte sich die Xbox Version zu legen. Und wer nicht die Wahl hat, sei gewarnt und kauft sich das Spiel besser gar nicht oder hofft auf einen Patch, der eine Festplatten-Installation des Spiels ermöglicht. Schließlich sei noch gesagt, dass Bayonetta – meiner Meinung – von den gängigen Spielezeitschriften absolut überbewertet ist (manch’ Zeitschrift hat über 90% für die Xbox Version vergeben). Das Spiel ist keinesfalls besser als eine God of war collection und eher der Versuch die etwas ausgelutschte Devil May Cry Franchise wieder zum Leben zu erwecken. Die technischen Probleme machen es für mich unspielbar und verärgern mich. Und selbst wenn die technischen Probleme nicht da wären, wäre Bayonetta lediglich ein kurzweiliges Durchschnittsspiel.

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/National_Rifle_Association
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Screen_tearing

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Madden NFL 10 Ultimate Team

January 10th, 2010 2 comments

Gestern hat meine PS3 ein neues Update für Madden NFL 10 geladen. Das Spiel ist jetzt in der Version 1.03. Ich musste mich erst im Internet informieren, was dieses Update an Neuigkeiten bietet. Ich hatte an ein paar Bugfixes gedacht. Die Überraschung war groß, denn das Update hat vor allem das Ultimate Team in das Spiel implementiert. Und das kostenlos! Man mag verwundert fragen, ob es wirklich sein kann, dass EA etwas kostenlos hergibt. Aber in der Tat… Ultimate Team kann man kostenlos nutzen. Die Karten, die man sich im Spielverlauf über den Ultimate Team Store kauft, können einerseits mit echten Euros erworben werden, oder wie schon bei Fifa 09, mit Coins, die man durch Spiele gegen den Computer oder gegen andere Spieler verdient. Indirekt verdient natürlich EA wieder an jenen Spielern, die sich ihre Erfolgsmannschaft möglichst schnell zusammen stellen möchten.

Ultimate Team ist ein Kartenspiel. Oder auch eine Art des Fantasy Footballs. Man kauft sich Booster Packs mit je 10 Karten, die aus Spielern und anderen Funktionskarten bestehen. So stellt man sich dann sukzessiv seine Traummannschaft zusammen. Ich liebe dieses Spielprinzip, das ich zum ersten mal bei Fifa 09 gesehen habe. Übrigens: Das Ultimate Team für Fifa 10 kommt im Februar und wird 5 Euro kosten. Das sind 5 Euro weniger als bei Fifa 09. Für mich ein absolutes Must-Have.

Als Fazit kann ich zum Madden NFL 10 Ultimate Team sagen, das es für eingefleischte Fans ein super Addon ist, das das Spielerlebnis nochmals steigert. Persönlich bin ich nicht so begeistert, denn ein Online-Spiel mit 5 Minuten Quarter-Länge dauert mind. 45 Minuten. Das ist mir einfach zu lang, wenn man bedenkt, dass man für ein Spiel zwischen 300-400 Coins bekommt und ein Booster-Pack 500 Coins kostet. Deshalb freue ich mich auf das Fifa 10 Addon. Dort dauert dann ein Spiel nur ca. 15-20 Minuten. Mal davon abgesehen, dass Fußball eben mein Metier is.

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