Japanfest 2009 in München
Das Wetter war vormittags einladend, bis es dann stürmisch und grau wurde. Aber die Deutsch-Japanisch Gesellschaft [1] hatte ab 13 Uhr Glück und das Wetter wurde sogar noch perfekt (21 Grad und leicht windig). Die DJG [1] lud zum 14. Japanfest im englischen Garten in München ein und nachdem ich die Veranstaltung vergangenes Jahr verpasst hatte, konnte ich mich trotz Klausurenstress überwinden dort hin zu gehen. Um das japanische Teehaus haben sich ein paar Vereine und Geschäfte angesammelt. Der Platz war äußerst eng bemessen. Dabei wäre der englische Garten doch so riesig. So trampelten sich Emo-Fans, Animes-Freaks (in Kostümen), ein paar Japanliebhaber (wie z.B. ich) und echte Japaner (!) dort ein. Es waren sogar recht viele japanisch sprechende Besucher da. Anders als in Düsseldorf verstecken sich die hier lebendenen Japaner. In Lokalen findet man sie eher in den hinteren und separaten Räumen und auch im Alltagsleben sind sie eher unauffällig. Sie bleiben unter sich. Kann man ihnen auch nicht verdenken. Im Vergleich zur japanischen Kultur und Lebensweise muss Deutschland wie ein großes Chaos wirken. Quasi ein Kulturschock. Aber genau das ist es ja, was mich an der japanischen Kultur fasziniert. Das Miteinander und das Alltagsleben ist weit entfernt von unseren Vorstellungen.
Aber nun zum Japanfest 2009. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft lud, wie schon erwähnt, zum 14. Mal ein. Auf dem Flyer gab es eine kleine Übersicht, der teilnehmenden Stände [2]. Das Fest ist überschaubar und gerade deshalb sehr nett. Auf einer großen Bühne gab es ein paar musikalische Einlagen und eine japanische Schuklasse hat eine Tanzübung vorgetragen. Ein paar Sportvereine haben diverse japanische Kampfsportarten vorgetragen und zu Gartenbau, Teekultur und anderen Eigenheiten, die mich heute nicht so interessiert haben da es sehr eingedeutscht war, gab es auch ein paar Stände. Der Animexx Klub [3] war ebenfalls vertreten. Und dort auch die kostümierten etwas irritierenden Jugendliche, die allesamt auf Decken saßen und den eh viel zu knappen Platz verstellt haben. Von denen habe ich keine Fotos gemacht, da schon allein ihre Anwesenheit irgendwie peinlich war. Da wollte ich nicht noch peinliche Fotos schießen. Japanisches Essen gab es auch, aber ich hatte schon zu Mittag gegessen und außerdem reagiere ich auf Sushi und Co derzeit etwas allergisch. Man hat es übertrieben
Der heutige Höhepunkt war eher unerwartet. Auf einer Bierbank saß ein intelligent aussehender Brillenträger und hat auf einem Schachbrett (war es aber nicht, da 9×9 Felder) Steine mit japanischen Zeichen umher geschoben. Sein Kontrahent war ein Neuling, der das Spiel lernen wollte. Das Spiel heißt Shougi (将棋) [4] und ist dem uns bekannten Schach sehr ähnlich. Aber um ein vielfaches komplizierter. Ich habe mir ein Einsteigerheft für 3 Euro gekauft und die Fahrt nach Hause hat nicht gereicht, um es zu verstehen. Grundsätzlich gibt es alle Figuren des Schachs plus einer sog. Lanze. Einzelheiten kann ich leider noch nicht darüber beschreiben. Mir hat das Gehirn ausgesetzt aufgrund der Komplexität. Darüber werde ich demnächst sicher noch bloggen.
Mir ging es heute allein darum, mal zu sehen was die DJG dort veranstaltet. Es wäre schön, wenn man etwas mehr Platz zur Verfügung hätte, denn trotz des unsicheren Wetters waren viele Leute da. Nächstes Jahr werde ich sicher auch da sein und dann vielleicht mit meinem eigenen Stand: “Sich selber Japanisch in Wort und Schrift beibringen”. Aber ohne Kostümierung. Nach der Bildergallerie folgen dann die externen Links.
[nggallery id=7]
[1] http://www.djg-muenchen.de/
[2] http://www.djg-muenchen.de/dateien/dokumente/japanfest2009flyer.pdf (PDF)
[3] http://animexx.de
[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Sh%C5%8Dgi



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