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Dark Souls – Schwierigkeitsgrad trifft Gelegenheitsspieler

October 9th, 2011 No comments

Spätestens in diesem Jahr müsste fast jeder Konsolen-Spieler von diesem Spiel gehört haben. Es ist ein inoffizieller Nachfolger des Spiels “Demon’s Souls” [1]. Technisch betrachtet aber ein direkter Nachfolger oder anders formuliert: Demon’s Souls 2 ohne großen technischen Fortschritt. Das mag jetzt negativer klingen als ich es im Grunde meine, aber der Hype um “Dark Souls” ist genauso wenig gerechtfertigt, wie er einst bei Demon’s Souls war. Der Hersteller bzw. der Vertrieb von Demon’s Souls hat damals den geschickten Trick angewendet und nur eine begrenzte Anzahl an Exeplaren in die Ladengeschäfte gebracht. Das hatte eine Knappheit des Spiels zur Folge und jeder Spieler glaubte, dass dies an der Genialität des Spiels liegt. Diesen Oktober wurde das Spiel auf der Xbox360 und der PlayStation 3 veröffentlich, während der Vorgänger PS3 exklusiv war (Amazon: Link).

Jetzt sollte man mal auf den Boden kommen und objektiv dieses Spiel betrachten. Die Wahrheit liegt zwischen der Bewertung von der Computer Bild und dem Lobgesang der restlichen Internetredaktionen. Die Computer Bild schreibt folgendes:

Ausprobieren, sterben, etwas anderes versuchen, wieder sterben, fluchen: So sieht Ihr Tagesablauf aus, wenn Sie sich als Durchschnittsspieler mit „Dark Souls“ beschäftigen. Klar kriegen Sie das hin, wenn Ihr Zeitkontingent gegen unendlich geht. Aber ob das Spaß macht – eigentlich die Grundidee des Spielens –, ist eine andere Frage. Dieses Spiel ist für Leute, die selbst nach 20 vergeblichen Versuchen, die richtige Adresse zu finden, nicht nach dem Weg fragen, weil das eben – in ihren Augen – nicht Sinn der Sache ist. Dabei ist „Dark Souls“ ein komplexes, interessantes Spiel. Die meisten haben nur keine Chance, das herauszufinden. Liebe Genussspieler: Finger weg! (Quelle: http://www.computerbild.de/produkte/Spiele-Xbox-360-Dark-Souls-5985871-review.html)

Auch wenn Anhänger von Dark Souls diese Beurteilung als einen Angriff empfinden, hat die Computer Bild Recht. Dieses Spiel ist nichts für Dünnbrettbohrer und Casual Gamer. Ich habe gestern 4 Stunden in der Welt von Dark Souls verbracht und fühle mich noch mehr verloren als in Demon’s Souls. Das Spiel ist eine Herausforderung an den Geist und an die Geschicklichkeit. Ebenso wird Geduld abverlangt, da ein wildes “Hau drauf und Renn weiter” zu einen sehr schnellen Tod führt. Meiner Meinung ist dies auch der Grund wieso die USK das Spiel für 16-Jährige frei gibt: Entweder die USK war überfordert sich einen Eindruck von dem Spiel zu verschaffen oder die USK ist der Meinung, dass man so viel Geduld und Grips in dieses Spiel stecken muss, dass es trotz der stellenweise hohen Brutalität kein Jugend gefährdendes Spiel ist.

Hingegen hat 4players.de dem Spiel eine Spitzenwertung (92%) gegeben und ohne dass der Redakteur das Spiel in der üblichen objektiven Art bewertet, schwärmt er mit subjektiver Wortwahl von einem Spiel der Superlative. Völlig übertrieben.

Die Wahrheit liegt dazwischen: Dark Souls ist, wie schon sein Vorgänger, ein Spiel für den genervten Mitte Zwanziger bis Ende Dreißiger, der mit dem 0815-Schrott der Spieleindustrie nichts mehr anfangen kann. Und dennoch muss besagte Person so sehr in der Materie der Videospielkultur drin stecken, dass ihn ein Spiel wie Dark Souls nicht frustriert. Er braucht Geschick, Ausdauer, Grips und Erfahrung im Rollenspiel-Genre. Dark Souls führt den Spieler in eine Welt des Wahnsinns. In allen Belangen hat dieses Spiel keinesfalls auf Superlative gebaut. Dazu gehört Grafik, Musik (gibt es fast gar keine) und Mechanik. Aber das Paket stimmt. Der Spieler erhält eine Geschicklichkeits- und Geduldsprobe. Und wer nach 30 schnellen Toden und völliger Orientierungslosigkeit zu Beginn des Spiels immer noch den Drang hat es noch einmal zu probieren, der ist der richtige Dark Souls Spieler. Deshalb würde ich nicht sagen “Finger weg ihr Casual Spieler”, sondern traut euch, probiert es aus und zeigt der Spieleindustrie endlich, dass der 0815-Schrott nichts mit Spaß zu tun hat.

Und wenn doch jemand Hilfe braucht, kann ich das (englische) Dark Souls Wiki empfehlen [2].

Bei Amazon ist weiterhin die Limited Edition käuflich zu erwerben [3].

[1] http://en.wikipedia.org/wiki/Demon%27s_Souls
[2] http://darksoulswiki.wikispaces.com/
[3] Dark Souls bei Amazon.de

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Disgaea 4 – Vorschau

September 3rd, 2011 No comments

Seit meinem letzten Blog-Beitrag über Gran Turismo 5 hatte ich keine Lust und keine Zeit über ein Spiel zu berichten. Vielleicht werde ich auch einfach zu alt für dieses Metier. Doch dieser Titel – und dessen Vorfreude darauf – motivierte mich dazu meinen Blog wieder in Gang zu bringen und einen kleinen Beitrag über dieses Spiel zu schreiben. Für die Leser 26+: Dieses Spiel kann man auch jenseits der 300ms Reaktionszeit spielen ;-)

Final Fantasy Tactics ist lediglich ein “Proof of Concept” im Vergleich zu Disgaea
- Claus, 2011

Was ist Disgaea?

Für diejenigen, die die Disgaea-Reihe noch nicht kennen: Disgaea ist ein SRPG (Strategical Role Play Game) und kommt aus dem Hause ‘Nippon Ichi Software’ oder kurz ‘NIS’. Im Japanischen heißt das Spiel 魔界戦記ディスガイア (Kriegserzählung der Dämonenwelt: Disgaea) und ist wohl das umfangreichste Spiel seines Genres. Das Spiel wurde 2003 auf der PlayStation 2 veröffentlicht und hat eine große Fan-Gemeinde gewonnen. Für NIS war das der Durchbruch bei der Entwicklung von Videospielen. Andere Spiele von NIS sind bei weitem nicht so erfolgreich. Disgaea glänzt durch Charme, Humor und Spieltiefe und ist dabei für jedermann geeignet. Sicherlich – man sieht es dem Cover rechts an – ist die Zielgruppe eher bei Anime-Fans anzusetzen. Doch der schwarze Humor zielt eher auf ein erwachsenes Publikum. Die Geschichten von Disgaea ziehen stets Parallelen in unsere (reale) Welt. Neben den putzigen Charakteren ist die Besonderheit an Disgaea jedoch die bereits erwähnte Spieltiefe: Möchte man nur die Story durchspielen, ist man nach 20-40 unterhaltsamen Stunden durch. Möchte man das Spiel meistern, kann man durchaus 600-1200 Stunden in das Spiel investieren! Letzteres habe ich nie geschafft und dieses Ziel auch niemals verfolgt.

Ein SRPG zeichnet sich dadurch aus, dass die Kämpfe im Laufe der Geschichte rundenbasiert sind und einem Puzzle gleichen. Man muss Figuren, wie auf einem Schachbrett, geschickt positionieren und diesen Befehle geben, bevor der Gegner am Zug ist. Ohne viel Worte über das Spielprinzip zu verlieren, habe ich ein Video dazu heraus gesucht:

Wie üblich bei Rollenspielen, geht es darum seinen Charakter zu verbessern. Durch Kämpfe sammelt man Erfahrung und durch Erfahrung steigt der Charakter auf. Bei Disgaea hat man einen Hauptcharakter und hunderte von anderen – selbst erstellbaren – Charaktere, die man alle aufwerten kann. Der numerische Grenzwert des sog. Levels liegt bei 9999. Doch durch eine Reinkarnation der Figur fängt man wieder bei 1 an, befindet sich dann aber in Level 10000. Eine solche Reinkarnation ist mehrmals möglich. Der genaue Wert ist mir entfallen, aber ich glaube es waren 255 Reinkarnationen. Ferner gibt es Klassen, wie z.B. Krieger, Priester, Magier und viele andere. Jede Klasse hat 6 sog. Tiers, die man freischalten kann (und sollte). Jede Klasse hat eigene Fähigkeiten, Stärken und Schwächen. Sowie Spezialattacken und Zaubersprüche. Auch diese gilt es im Laufe des Spiel zu verbessern. Unter dem Strich: Von allem mehr, als was man von gewöhnlichen Rollenspielen erwartet. Aber die Besonderheit liegt eben im “Mehr”, das Spiele wie Final Fantasy Tactics bspw. nicht bieten. Was gehört dazu:

  • Die unglaubliche Komplexität. Hat man die Story durchgespielt, geht das Herzstück des Spiels erst los. In Folgemissionen spielt man sich (meistens) altbekannte Figuren frei und verfolgt das eigentlich Ziel des Spiels: Ein Superdämon zu werden (das könnte im Fall von Disgaea 4 anders sein, da der Hauptcharakter ein Vampir ist).
  • So ziemlich alles in diesem Spiel kann aufgewertet werden. Der Charakter, dessen Klasse, die  Zaubersprüche und vor allem Gegenstände selbst. Findet man zum Beispiel ein seltenes Schwert, kann man in die sog. Itemworld eintauchen und per Zufall generierte Level durchspielen. Jedes 10. Level findet man einen Boss und im 100. Level gibt es einen Endboss. Diesen kann man dann sogar noch bestehlen, um ein tolles Item zu bekommen. Besiegt man diesen Endboss hat man zudem das entsprechende Item aufgewertet. Das ist nun allerdings nur eine sehr kurze Erkärung der Item-World ;-)
  • Viele Teile des Spiels (außer der Story selbst) bestehen aus per Zufall generierten Welten. Das bedeutet man hat quasi unendlich viele Level.
  • Die Vielfalt an Figuren. Es gibt dutzende Charaktere und noch viel mehr Monster. Alle Lebewesen sind in diesem Spiel in gewisser Weise verwertbar. Monster kann man bspw. gefangen nehmen und diese dann auch in sein eigenes Team aufnehmen und aufwerten.
  • Monster können als Waffe eingesetzt werden. Sagen wir, ich habe eine Drachen gefangen genommen. In einem Kampf kann sich der Drache und ein Charakter verbünden und der Drache wird zur Feuer speienden Lanze. Wenn man das Monster vorher fleißig aufgewertet hat, macht dies folglich natürlich auch mehr Schaden. Mit dieser Kombination sind Schadenswerte im Milliardenbereich möglich.
  • Das Spiel besteht quasi aus einem Meer aus Zahlen. Alles wird mit Zahlen ausgedrückt. Angriffswerte, Erfahrungspunkte und wie gesagt… Alles! (Es gibt Leute, die stehen auf sowas ;-) )
  • Bereits angesprochen habe ich den Charme und den Humor. Das Spiel unterhält im Story-Modus wirklich vorzüglich und ist durchaus witzig. Empfehlenswert ist der japanische Originalton mit englischen Untertiteln (das Spiel gibt es nicht auf Deutsch)
  • Über den PlayStation Store können etliche Figuren dazu gekauft werden. Für manche Spieler gibt es den Reiz des Sammelns. Diese neuen Figuren haben keinen wirklichen Vorteil, aber als Disgaea Fan möchte man “ALLES” haben.
  • Figuren und Monster können vom Spieler geworfen werden. Dazu ergeben sich Möglichkeiten in diesem Spiel, das stellenweise einem Puzzle gleicht.

Das ganze Spiel gleicht einem Puzzle mit Schach-Charakter. Stellenweise ist das Spiel für Neulinge nicht ganz einfach. Zudem – bedingt durch die Komplexität – gibt es so viele Möglichkeiten ein Level zu meistern (manchmal auch nur eine). Deshalb wird am 6. September in Europa und Amerika das offizielle Strategiebuch veröffentlicht. Auch für Profis ist dieser kleine Helfer nützlich, da dieser etliche Tabellen und Übersichten enthält. Zudem gibt es für jedes Level Lösungen und einen Guide für das Late-Game (das Spiel nach der eigentlichen Geschichte). Erhältlich ist der Guide bereits bei Amazon Deutschland: http://amzn.to/pJT9sR

Was ist neu in Disgaea 4?

Für die Kenner der Disgaea-Reihe möchte ich auch kurz die Neuerungen von Teil 4 vorstellen:

  • Viel Kritik beim dritten Teil haben die veralteten Sprites-Grafiken geerntet. Diese waren nicht HD tauglich. Mir persönlich war das jedoch egal. Mein damaliger Fernseher hatte allerdings auch nur 28 Zoll. Mit Disgaea 4 sind die Figuren nun auch HD.
  • Und trotzdem gibt es die Option die alten Pixel-Figuren weiter zu verwenden ;-)
  • Disgaea 4 bietet nun einen echten Online-Modus. Bei Disgaea 3 konnte man lediglich eine Art Highscore ins Internet stellen. Disgaea 4 bietet hingegen einen Level-Editor. Benutzer können ein Level erstellen, andere Level bewerten und diese Level natürlich auch spielen. Der Level-Editor ist jedoch in der amerikanischen und europäischen Version abgespeckt. Man kann die Basis des Levels (die Blöcke selbst) nicht frei erstellen. NIS hatte Angst, dass Amerikaner und Europäer dazu tendieren könnten obszöne Formen zu konstruieren oder Fallus-Symbole zu bauen. Da dies Verwaltungs- und Administrationsaufwand für NIS bedeutet hätte, hat man diese Funktion heraus genommen. Man kann sich sein Terrain deshalb nur per Zufall generieren. Erstaunlich was Japan von uns denkt, oder?
  • Der Online-Modus bietet zudem die Möglichkeit mit seinen Piraten die Welt von anderen Spielern anzugreifen. Piraten waren immer ein Bestandteil von Disgaea. Im vierten Teil kann man ein eigenes Piratenschiff bauen und die zugehörige Besatzung zusammen stellen. Dieses Komplettpaket kann dann andere Spiele angreifen. Gewinnt man, gib es logischerweise einen Bonus in Form von Punkten oder Geld.
  • Neu in Disgaea 4 sind diesmal Vampire und Werwölfe (der Hauptcharakter  ist ein Vampir)
  • In Disgaea kann man Türme von Charakteren bauen (man stapelt Figuren übereinander). In Disgaea 4 kann ein solcher Turm nun auch angreifen. Dabei wird jede Figur verwendet und hat seinen eigenen “großen” Moment.

Disgaea erscheint in Amerika am 6. September, wird jedoch seit 31. August ausgeliefert. In Europa wird das Spiel am 26. Oktober erscheinen und somit wesentlich früher als einst Teil 3.

Fazit

Disgaea gehört zu den Spielen, bei denen die Entwickler nicht mehr viel falsch machen können und unendlich Fortsetzungen produzieren könnten. Das Spiel hat einen Suchtfaktor, der vermutlich vergleichbar mit Tabak ist. In Disgaea 4 gibt es kleine Erweiterungen, die jedoch überschaubar sind. Aber wieso auch? “Never change a winning team”. Ich habe Teil 1 bis 3 mit höchster Freude gespielt und sehne mich nach Teil 4, der in den kommenden Tag meinen Briefkasten erreichen dürfte.

Link zu Amazon: http://amzn.to/mTMxyM

Foursquare für Windows Mobile

September 6th, 2010 No comments

Ich finde gerade mal wieder ein paar Minuten zum bloggen und möchte Euch armen Windows Mobile Besitzern über einen schönen Fund berichten.

Die/Der eine oder andere hat vielleicht schon Foursquare benutzt, möchte es benutzen oder ist bereits Bürgermeister von “Venue XYZ”. Als Windows Mobile Besitzer/Gequälter/Nutzer schaut man mal wieder in die Röhre. Man wird darauf verwiesen, dass es doch auch eine Webseite für Mobilgeräte gibt. Ich würde zu gerne wissen, wieso Windows Mobile so unbeliebt ist unter den Entwicklern. Die Marktanteile von WinMo sind ja nicht so schlecht. Aber um auf den Punkt zu kommen: Für WinMo gab es bisher keine Fourquare Unterstützung, die auch funktioniert hat.

Es gibt WinMoSquare [1]. Das Projekt wurde mit großem Feuerwerk angekündigt und veröffentlicht. Die Ernüchterung war ebenso groß. Das Programm funktioniert vielleicht auf jedem 10. Handy und auch nur dann, wenn man seinen CPU um den Faktor zwei übertaktet hat und einen extra Akkupack dabei hat. Soll heißen, das Ding war effizient, wie ein Trabbi im Teilchenbeschleuniger von Cern. Mittlerweile kommt man an den Download von WinMoSquare nicht mehr ran. Ich befürchte und vermute, dass sich die Entwickler bereits auf Windows Mobile 7 konzentrieren und wir WinMo-Nutzer der Version 6 wieder ein weiteres Mal doof aussehen. Als wären wir schon nicht genug gestraft.

Gestern habe ich dann durch Zufall MySquare [2] gefunden. Eine Anwendung von einem jungen Entwickler aus Brasilien, der das Programm in einer kostenlosen und in einer bezahlten Version zur Verfügung stellen möchte. Bisher gibt es nur eine Beta und auch noch keine Bezahlversion. Aber das Programm macht einen sehr sehr guten Eindruck. Schlank und performant. Unterstützt fast alle Funktionen wie seine Konkurrenten auf iPhone und Android. Und man braucht auch nicht zwingend ein GPS. Denn wie auch Google Maps hat MySquare die Möglichkeit über die Sendemasten den ungefähren Standort zu ermitteln und zeigt dann automatisch Orte in der näheren Umgebung ein. Außerdem kann man neue Orte hinzufügen (unterstützt durch Google Maps). Das Programm läuft bei mir recht stabil. Ein paar Funktionen sind noch nicht ganz ausgereift. Zum Beispiel das Hinzufügen eines Ortes funktioniert bei mir derzeit nicht. Auch mein GPS wird nicht erkannt, aber das ist nicht so schlimm aus besagten Gründen.

Unterhalb dieser Zeilen stehen die Links zu den Programmen. Der letzte Link [3] ist ein Testbericht über Mysquare, der sich sehr ausführlich mit dem Programm beschäftigt (in Englisch). Leider noch mit einer älteren Version. Jedoch funktionierte in der Version einiges, was nun nicht mehr funktioniert ;-)

Bleibt auf dem Laufenden. Das Programm lohnt sich für 4SQ-Fans!

[1] http://touchality.com/winmosquare/
[2] http://risingmobility.com/mysquare/
[3] http://www.mobilityminded.com/8939/mysquare-review-a-new-foursquare-client-for-windows-phone-from-rising-mobility

Multi Messenger für Windows Mobile

June 26th, 2010 6 comments

Ich gebe zu, es war nicht die beste Entscheidung sich für Windows Mobile zu entscheiden. Windows Mobile 6.5 ist träge und recht anfällig. Die Bedienung lässt keinen echten Fluß aufkommen und ein Absturz bzw. eine Fehlfunktion ist ebenso sicher, wie einst bei Windows 95.

Doch Grund für den Kauf war das HTC Touch Pro 2, das mit einer echten QWERTZ-Tastatur daher kommt. Das macht das Handy zwar zu einem unhandlichen Brocken, aber zum Schreiben ist das “Ding” ein Genuss. Und wenn man dann täglich dutzende Emails mit dem Handy schreibt ist man wirklich froh um diese Tastatur. Da kann kein iPad/iPhone mithalten.

Jetzt hat T-Mobile diese sog. “Instant Messaging Flat” eingestellt. Das war auch eine ziemlich schlechte Idee der Produkt-Ingenieure.  Für 5 Euro durfte man kostenlos über ICQ, AIM und wie die nicht alle heißen, chatten. 5 Euro sind eine Menge Schotter, wenn man den entstehenden Traffic auf die Waagschale legt. Die Kunden haben das wohl auch durchschaut bzw. sind noch nicht so weit Instant Messaging auf ihrem Mobiltelefon zu nutzen.

Nichtsdestotrotz möchte ich unseren Jabber-Server mit seinem ICQ-Transport auf dem Handy nutzen und habe im Zuge dessen ein Programm gefunden, dass die Nutzung sogar(!) auf einem Windows Mobile Phone sehr einfach gestaltet. Der Service heißt Palringo und ist ein “Multimessanger”.  Man registriert sich bei Palringo und kann sich dort den Windows Mobile Client herunter laden. Auf dem Mobilgerät werden dann die einzelnen Chat-Protokolle eingebunden. Das schöne an Palringo: Es scheint nicht sonderlich viel Traffic zu verursachen. Nach 3 Tagen intensiver Nutzung ist mein Traffic-Konto gerade mal um 5 MB angewachsen und da waren auch Internet und Email dabei. Außerdem minimiert sich das Programm in den Hintergrund (bei Bedarf) und bei ankommenden Nachrichten verhält sich Palringo als wäre eine SMS eingegangen.

Ich hoffe das Zeitalter der SMS ist bald Vergangenheit. Ich habe ja schon des öfteren hier im Blog darauf hingewiesen: Deutschland ist nahezu das einzige Land auf dieser Erde, das sich so – sagen wir mal unvorteilhaft – verhält und den Telekommunikationsanbietern das Geld in den  Hals stopft, indem es Milliarden von SMS jährlich verschickt. Bspw. in Japan wird nur noch Mobile E-Mail genutzt und das kostet nichts, außer einer kleinen Pauschale im Monat. Bei der Telekom übrigens für 4 Euro im Monat zu haben.

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Heavy Rain – Ein erzählerisches Spektakel

March 17th, 2010 3 comments

Erst einmal vorweg: Hier wird es keine Spoiler geben. Keine Sorge! Gerade bei diesem Spiel sind viele Details im Spielverlauf sehr wichtig für das erzählerische Erlebnis und man muss aufpassen, dass man nicht aus Versehen liest, wie die Geschichte ausgeht.

(Man sagte mir im Zuge meiner Diplomarbeit, dass ich ein Komma-Geizhals bin. Dies sei mir bitte verziehen)

Als mein Urlaub begonnen hatte, juckte mich auf einmal dieses Heavy Rain von dem jeder sprach. Und dann tat ich etwas, was ich selten tue: Ich ging zum Media Markt! Und ja, ich kaufte ein Spiel beim Media Markt. Media Markt hat mich allerdings nicht mit rotem Teppich empfangen, weshalb ich dann beim nächsten Mal doch wieder meine üblichen Bezugsquellen wie Amazon bevorzugen werde. Whatever… 59 Takken für das Spiel geblecht.

Aber was kann man von diesem Spiel erwarten? Wer Fahrenheit kennt, wird auch recht genau wissen, was ihn mit Heavy Rain erwartet. Also ein interaktiver Film, bei dem es, unterstützt von Eingaben des Zuschauers auf dem Joystick, Möglichkeiten zum Verändern der Handlung gibt. Der Hersteller wirbt mit 22 verschiedenen Enden. Wobei ich das nicht überbewerten würde. Die Geschichte ist ähnlich wie ein Krimi. Wenn man die Lösung eines Krimis kennt, ist meistens auch der “Wiederlesewert” gesunken. Es sei denn man ist scharf drauf jedes kleinste Detail zu erkennen und zu vor allem zu finden. Jedoch bezweifle ich, dass das bei Heavy Rain auch zutrifft.

Bei Heavy Rain schlüpft man in die Rolle von vier Protagonisten, die alle auf der Suche nach dem Origami-Killer sind: Ein Privatdetektiv, ein FBI-Agent, ein Vater und eine junge Frau (hier will ich nicht mehr sagen). Die Handlungsstränge dieser vier Charaktere kreuzen und beeinflussen sich gegenseitig. Man spielt sie nämlich abwechselnd. Aber auch hier gilt, man kann nicht so viel Einfluss auf die Handlung erwarten, wie man sich vielleicht erhofft.

Heavy Rain ist nicht wirklich ein Spiel. Die Handlungsmöglichkeiten sind eher beschränkt. Man läuft von Punkt A nach B und genau genommen handelt man nur nach Skript. Und zwar nach Skript des Regisseurs. Man hat jedoch ein klein wenig Einfluss auf den Charakter. Wenn er/sie in Gesprächen sich an die Wand lehnt, aus dem Fenster schaut oder einfach nur im Zimmer herum läuft. Wesentlich größeren Einfluss hat man auf die Dialoge. So geht es bspw. in einer Situation darum ein Opfer des Killers zu befragen. Wenn man die richtigen Punkte anspricht (die man mit dem Joypad wählen kann), dann wird das Opfer reden. Wenn man falsch an die Sache ran geht, wird man vor die Tür befördert. Das ganze hat dann leider auf den Verlauf der Geschichte kaum Einfluss. Aber man kann so evtl. ein paar Details erfahren, die den Spielverlauf gedanklich anders gestalten.

Das nächste spielerische Element sind so genannte “Quick Time Events” (QTE). Diese Elemente wurden schon in Fahrenheit verwendet, aber sind auch aus Spielen wie bspw. God of War bekannt. Bei QTEs geht es darum schnellst möglich die richtige (am Bildschirm angezeigte) Taste zu drücken. Andernfalls stirbt der Charakter oder die entsprechende Situation geht anders aus. Solche Events gibt es Heavy Rain auch einige. Sie sind nur nicht sonderlich schwer. Selbst auf der höchsten Schwierigkeitsstufe wird man wohl kaum seinem Charakter beim Sterben zuschauen. Hier hätte man vielleicht noch mehr Pepp einbauen können, so dass die Geschichte auch unbewusst beeinflusst wird, weil man der Situation (QTE) nicht gewachsen war. Das führt mich zu einem weiteren Aspekt: Wenn einer dieser vier Protagonisten stirbt, wird die Geschichte weiter gespielt. Allerdings ohne diesen Charakter. Auf Grund des nicht vorhandenen Schwierigkeitsgrad ist mir das nicht passiert. Weshalb ich nur von der Theorie sprechen kann.

Trocken betrachtet: Klingt alles nicht so spannend. Spielerisch gibt das Spiel nicht so viel her und der Name Spiel ist nicht wirklich die richtige Bezeichnung. Aber spricht man von der Unterhaltung würde ich sofort sagen: “Großes Kino!” – Ja, das Spiel ist wirklich spannend und unterhaltsam. Das was so manchem Videospiel fehlt, nämlich eine gute Geschichte, kann Heavy Rain voll und ganz bieten. Es ist ein Horror-Thriller oder nur Thriller, der einen bis zur letzten Minute fesselt und man hat ca. 8-12 Stunden Freude an diesem interaktiven Krimi. Gerade schon deshalb uneingeschränkte Kaufempfehlung. Wobei für einmal Durchspielen meines Erachtens 60 Euro ein wenig zu viel sind. Aber vielleicht gibt es ja auch geduldigere Gemüter als ich es bin, die sich gerne ein zweites Mal dran setzen.

Leider gibt es ein paar technische Mängel. Die Grafik ist super! Zweifelsohne. Vor allem die Gesichter der Protagonisten im Ladebildschirm. Weltklasse. Jedoch gibt es etliche Clipping-Fehler und Tearing-Effekte. Und was noch viel ärgerlicher ist: Sound-Aussetzer. Zu Beginn des Spiels (als einziges Extrembeispiel) sogar einen asynchronen Part von 10 Sekunden (Stimme und Bild um 10 Sekunden versetzt). Der Patch 1.01 hatte bei mir keine Abhilfe getan. Und das witzige/traurige an der Sache… auf jeder Konsole ist das wieder eine andere Sache. So haben manche Konsolen keine Probleme und manche eben schon.

Als Fazit: Ein super Video(film)spektakel. Absolute Kaufempfehlung, aber auch uneingeschränkte Verkaufempfehlung. Wenn man es mal ruhiger angehen lassen will und sich mal etwas passiv unterhalten lassen will, ist Heavy Rain sicher das Richtige. Und auch ältere Herrschaften könnten evtl. an diesem Spiel, das eigentlich kein Spiel ist, Gefallen finden.

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Bayonetta – Der erste Fehltritt 2010

January 24th, 2010 1 comment

Update 28.01.2010: Seit heute steht ein Patch für die PS3-Version zum Download bereit. Dieser ermöglicht es das Spiel auf die Festplatte zu installieren und verspricht somit eine immense Verbesserung bezüglich der Ladezeiten.

2010! Eigentlich fängt das Jahr nicht schlecht an. Auch nicht unbedingt gut… Das Jahr 2010 scheint das Jahr der Arbeit zu werden. Und um überhaupt arbeiten zu dürfen, muss ich noch ein paar finale Klausuren schreiben und auch sonst noch ein paar Leistungen erbringen. Da schreibe ich doch in der zweiten Februar Woche fünf Klausuren binnen 4 Tagen. Autsch!!

Dennoch war ich so verrückt, dass ich mir in einer so heißen Studiumsphase Bayonetta für die PlayStation 3 ausgeliehen habe.

Bayonetta rockt! Sie ist wahrlich eine heiße Dame und vermutlich auch die erste Britin, die Mitglied der NRA (National Rifle Association [1]) ist. Mit vier doppelläufigen Hand- und Fußfeuerwaffen ist die Dame ausgerüstet. Prinzipiell wäre Bayonetta eine super Grundlage für ein Comic und ein super Computerspiel, das sich wohl ganz stark an Devil May Cry orientiert (die Macher sind sogar die selben). Wären da nicht ein paar Argumente, die gegen einen Kauf sprechen:

So wie ich das mitbekommen habe, war die Xbox in diesem Fall die Lead-Plattform. Sprich, das Spiel wurde auf der Xbox entwickelt und dann wurde der Quellcode genommen und einer anderen Firma zur PS3-Portierung übergeben. Dabei ist wohl viel Mist passiert. Ich kenne die Xbox-Version zwar nicht, aber hier ein paar heftige Argumente gegen die PS3-Version:

- Die Ladezeiten! Gestern Abend habe ich mich nach 18 Uhr an den Fernseher gemacht und bis 22 Uhr gespielt. Davon waren – und ich übertreibe nicht mal – ca. 90 Minuten Ladebildschirm. Der Ladebildschirm ist defintiv toll, denn man kann mit Bayonetta Combos üben. Aber das geht ziemlich schnell auf den Keks.
- Ein Nebeneffekt hierbei ist, dass das BlueRay-Laufwerk in der PS3 sich zu Tode arbeitet. Vor allem scheint es so, als ob die Daten derart ungünstig auf die Disc gepresst worden sind, dass der Lesekopf von einer Ecke zur anderen Ecke herum fuhrwerkt. Ich habe mir ernsthaft Sorgen gemacht, ob mein PS3-Laufwerk das überlebt. Die Festplatte wird quasi gar nicht genutzt. Eine kleine Installation hätte da sehr geholfen.

- Habe ich schon die Ladezeiten erwähnt? Ja? Dennoch muss noch erwähnt sein, dass diese Ladezeiten selbst dann auftreten, wenn man im Spielverlauf stirbt und an der gleichen Spielstelle (Checkpoint) wieder anfangen will. Dann heißt es wieder: Erst mal warten… Und Mitleid mit demjenigen, der vor der heiklen Phase noch ein Video anschauen muss. Ein Video zu überspringen ist auch eine Geduldsaufgabe: Start drücken -> Ladezeit -> Skip drücken -> Ladezeit -> Schauen, ob das Teewasser fertig ist -> Weiterspielen. Da bin ich gestern an einer solchen Stelle häufig gestorben… so viel Tee konnte ich gar nicht trinken.
- Videos ruckeln stellenweise. Wenn es denn mal Videos sind. Den meisten sind es nur Standbilder die über den Bildschirm geschoben werden. Im Spiel selbst ist es zwar ruckelfrei, aber Screen Tearing [2] ist hier die Regel.

Das sind für mich schon genug Gründe, mir das Spiel nicht zu kaufen. Und ich bin sogar am Überlegen, das Spiel vorzeitig an die Videothek zurück zu geben. Habe Angst um meine PS3 :-)

Aber vielleicht noch ein paar positive Aspekte. Abgesehen davon, dass Bayonetta die Idealbesetzung für das Spiel ist, gibt sie schon einiges her. Wobei hier das japanische (und durchaus sexistische) Frauenbild der Japaner hervor schimmert. Kurz um: Bayonetta ist eher ein Sexobjekt, konzipiert für Computerspieler, als eine tiefgründige Person mit Charakter. Ihr britischer Akzent, die High Heels und der enge Lederanzug lenken von der Oberflächigkeit eher ab. Dennoch empfinde ich sie als Idealbesetzung und man könnte sie als Tomb Raider 2.0 bezeichnen. Das Kampfsystem ist “stylisch”. Die Combos sind unendlich… Anfangs wird man hier noch seine Probleme haben. Und überhaupt: Das Kampfsystem ist wirklich durchdacht, anfordernd und innovativ.

Hingegen die Story finde ich etwas fad. Es scheint hier Prinzip zu sein, dass man den Zuschauer (Spieler) erst mal in Rätsel wickelt und dann nach und nach vereinzelte Informationen preis gibt. Jedoch verwirren die dann noch mehr. Ich denke das ist auch eine typische japanische Eigenschaft von Spielen: Nämlich die, dass die Story ziemlich abstrus ist.

Fazit:
Bayonetta ist auf der PS3 eine Katastrophe und eine Gefährdung für das PS3-Laufwerk! Ich kenne die Xbox Version nicht, aber vom Hörensagen wurde die Xbox Version wesentlich besser programmiert. Also wer die Wahl hat sollte sich die Xbox Version zu legen. Und wer nicht die Wahl hat, sei gewarnt und kauft sich das Spiel besser gar nicht oder hofft auf einen Patch, der eine Festplatten-Installation des Spiels ermöglicht. Schließlich sei noch gesagt, dass Bayonetta – meiner Meinung – von den gängigen Spielezeitschriften absolut überbewertet ist (manch’ Zeitschrift hat über 90% für die Xbox Version vergeben). Das Spiel ist keinesfalls besser als eine God of war collection und eher der Versuch die etwas ausgelutschte Devil May Cry Franchise wieder zum Leben zu erwecken. Die technischen Probleme machen es für mich unspielbar und verärgern mich. Und selbst wenn die technischen Probleme nicht da wären, wäre Bayonetta lediglich ein kurzweiliges Durchschnittsspiel.

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/National_Rifle_Association
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Screen_tearing

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Meine Meinung: God of War Collection

December 3rd, 2009 1 comment

[singlepic id=134 w=250 h=288 float=right]Geschenk für den Liebsten gesucht? Vorausgesetzt er ist volljährig. Denn God of War hat es in sich. Neben leicht bekleideten Frauen, spritzt auch viel Blut. Und das ab sofort in HD. Jedoch nur was das Gameplay angeht. Die Zwischensequenzen wurden eins zu eins von der PlayStation 2 übernommen. Was ein wenig irritierend wirkt, wenn man ein schönes Spiel vor sich hat, bei dem Kratos in hoher Auflösung Monster vierteilt und plötzlich eine Zwischensequenz mit großen Pixeln einen unterhalten soll. Ähnlichkeiten vom Kratos HD zum Zwischensequenz Kratos sind dann kaum noch zu erkennen ;)

Aber jetzt ein kleiner Rückblick für Unwissende. God of War war ein Superhit auf der PlayStation 2. Der erste Teil hat zu seiner Zeit in Deutschland noch nicht mal den roten Aufkleber bekommen. Der zweite Teil dann hingegen schon. Es sind sicher bald 5 Jahre, seit dem Kratos die PS2 vieler Spieler heiß laufen lassen hat. So entschied sich Sony mit Santa Monica Kratos in das HD Zeitalter zu befördern und veröffentlichen nun die “God of War Collection”. Das heißt Gof of War “Eins” und “Zwei” auf einer BlueRay für sensationelle 40 Dollar! Bei Amazon Deutschland für 40 Euro zu haben (Klick mich).

Ich habe einst keinen Teil der Serie gespielt, die bald von God of War 3 zur Triologie wird. Und wer, ähnlich wie meine Person, God of war noch nicht kennt, wird sich freuen, ein so günstiges und geiles Spiel zu bekommen. Das ganze Spielprinzip erinnert ein wenig an Devil May Cry. Combos durch die Luft und auf dem Boden und stylische Einlagen. Kratos lernt immer neue Moves hinzu und kann sich auch der Magie bedienen, welche er von den Göttern des alten Griechenlands erhält. Beispielsweise den Donnerblitz von Zeus. Die Story ist nicht all’ zu umfangreich. Und selbst wer kein Englisch versteht, wird an dem Spiel Spaß haben.

Einfach genial. Ich werde meine Arbeit des Tages nun erledigen und dann hau ich in die Tasten. Prädikat besonders geeignet als Weihnachtsgeschenk. Aber vielleicht vorher erkundigen, ob der Beschenkte das Spiel schon auf der PS2 gespielt hat. Denn die Wahrscheinlichkeit liegt besonders hoch. Aber selbst dann… viele sind erfreut über die HD-Neuauflage und mit Trophäen für jeden der beiden Teile kann man sich auch noch mal selbst heraus fordern und vielleicht gleich auf dem schwersten Schwierigkeitsgrad beginnen.

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Test: Hori Real Arcade Pro 3

August 17th, 2009 2 comments

Hori Real Arcade Pro 3Ok, nun habe ich es doch getan. Ich habe mir mit Ankunft von BlazBlue auch einen Arcade Stick von Hori gekauft. Eine Zeit lang waren die Dinger in Deutschland absolut ausverkauft. Grund hierfür war das Erscheinen von Street Fighter 4, was wohl eine Menge Leute dazu animiert hat sich so einen Arcade Klotz zu kaufen. Zugegeben, dieser ist nicht ganz billig, aber ich habe deshalb auf einen günstigen Import aus Japan verzichtet, da im Falle von Gewährleistung die ganze Abwicklung ein wenig schwer wird. Somit habe ich lieber bei Amazon Deutschland zugeschlagen [1]. Außerdem hatte mein Daumen schon wieder angefangen zu schmerzen als ich die ersten Viertelkreise mit Taokaka gedrückt habe.

Wenn man das Netz durchstöbert und auf der Suche nach einem hochwertigen Stick ist, bekommt man vor allem zwei Modelle genannt. Den Mad Catz Tournament Edition [2] und den Hori Real Arcade Pro 3 [1]. Bekannten Spielemagazine sehen den Mad Catz TE vorn. Vor allem deshalb weil er einen 8-Wege Joystick von Sanwa und Sanwa Buttons hat. Sanwa gehört zu den besten Herstellern für Arcade Parts. Der Hori hingegen hat nur einen Joystick von Sanwa. Die Knöpfe sind “Unbekannt” (Anm. d. Red.). Das merkt man sogar als Laie. Also damit meine ich mich. Ich habe sofort das Gefühl gehabt, dass die Knöpfe ein wenig schwammig sind. IGN übertreibt hingegen in ihrer Beurteilung der Knöpfe und des Joysticks [3]:

As for the buttons themselves, the Pro. EX’s button mechanisms are a bit flimsy. The button and their encasing rings wiggle around quite freely within their mounts, which ultimately lessens the amount of perceivable control for the player. The button response also seemed to be irregular from button to button on the Pro. EX, during attempts to perform quick punches and kicks, the in-game translation of our button tapping was inconsistent, often missing half of our intended strikes. Similarly, we found that the joystick had trouble effectively translating our commands, and at times almost seemed to be delayed.

Der Pro EX ist die Xbox Version. Und sollte meines Wissens nahezu baugleich zum Pro 3 sein. Außer dass der EX einen Kopfhörer Anschluss hat und ein klein wenig bunter aussieht. Hingegen hat der Mad Catz TE ein Kabelfach, was ich ziemlich genial finde. Hinter einer kleinen Klappe kann man das Kabel im Gehäuse verstauen.

Wie auch immer. Ich kann jetzt nur subjektiv meine Wertung zum Hori abgeben. Zum einen sagte ein Bekannter, dass auf einem Turnier, das er besucht hatte mehrere Mad Catz TE kaputt gegangen sind und zum anderen hat er mir den Hori wärmstens empfohlen. Und einer solchen Empfehlung schenke ich für gewöhnlich am meisten Vertrauen. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass das hier einer Diskussion ähnelt, ob nun AMD oder Intel besser ist. Beide Sticks dürften gleich hochwertig verbaut sein. Beide wiegen fast 3kg und sind ein ordentlicher Trumm auf dem Schoß. Wahlweise montiert man sich sowas auf den Tisch oder stellt es nur drauf. Oder man stellt sich das Ding auf die Beine. Ich finde letzteres die praktikabelste Lösung. Wie schon erwähnt… Die Knöpfe sind beim Hori schwammig. Mir persönlich hat der Stick etwas zu große Wegstrecken. Also ich meine, dass man den Stick recht weit bewegen muss, bis das Ereignis ausgelöst wird. Bei eine Forward-/Backward-Dash ist das recht nervig. Das dürfte bei Mad Catz aber genauso sein, da Sanwa. Die Knöpfe kann man sich auch ganz einfach austauschen und so werde ich vielleicht in naher Zukunft die 8 Knöpfe mit Sanwa ersetzen. Im arcadeshop.de [4] bekommt man die für stolze 2 Euro das Stück. Sticks kosten dann schon fast 20 Euro. Also kann man beim Hori nochmal 16-36 Euro ausgeben. Dafür ist das einbauen bei den neuen Stick-Generationen recht leicht. Keine Torx-Schrauben und nichts zu löten. Einfach aufschrauben und Steckerverbindungen lösen.

Gewiss klingt es so als wäre der Hori im Nachteil und man müßte noch mehr Geld investieren um ihn zu optimieren. Aber ich habe hier meinem Gefühl und dem Markennamen Hori vertraut. Mad Catz war für mich immer ein Hersteller bzw. Reseller von 3rd party components und mein Vertrauen in diese Parts ist nicht besonders hoch, wenn auch das nicht heißt, dass sie unbedingt schlechter sind. Ist vielleicht mein angeborenes “Markensau-Gen”.

In Foren findet man oft Diskussionen, ob man nun mit Stick oder Pad besser spielt. Als Antwort darauf, habe ich neulich einen Satz gefunden, der dieser Diskussion für immer ein Ende bereitet und ich so auch sofort unterschreiben kann:

Mit Stick spielt man nicht zwingend besser als mit Pad – jedoch hat man einmal mit Stick gespielt, möchte man ihn nicht mehr missen.

Genau. Eigentlich wollte ich den Stick nur testen, weil er mir viel zu teuer war. Jetzt behalte ich ihn doch, weil a) mein Daumen nicht mehr weh tut und b) das Gefühl wirklich authentisch ist. Das nächste Mal berichte ich dann über das Modding vom HRAP3.

[1] Link zum HRAP3 (Amazon)
[2] Link zum Mad Catz (Amazon)
[3] http://uk.gear.ign.com/articles/952/952254p1.html
[4] http://www.arcadeshop.de/

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Test: BlazBlue – Der Anime Klopper

August 10th, 2009 6 comments

Update: Das Spiel ist ab 25. März 2010 auch in Europa bzw. über Amazon erhältlich. Und das für günstige 45 Euro! Klick mich

BlazBlueBlazBlue? Ein Geheimtipp? Ein Hype? Wohl beides. Aber was steckt dahinter? Ich durchleuchte das Spiel ein wenig für Euch in einem direkten Vergleich zu Street Fighter 4.

Bis vor wenige Wochen hatte ich von diesem Beat ‘em up kein Wort gehört. Erst Günther hat mich drauf gebracht. Bei ersten Recherchen, wo man das Spiel auftreiben könnte, musste ich feststellen, dass das Spiel bei den meisten Händlern ausverkauft war. Wusste aber nicht, dass das Spiel noch nicht mal in Nordamerika erschienen ist. Es handelte sich wohl um eine US Asia Version. Ähnlich wie die Daemon’s Souls Version, die sich derzeit im Umlauf befindet. Seit 29. Juli ist das Spiel nun auch in Nordamerika erhältlich und die Händler haben auch wieder Exemplare auf Lager, so dass der Preis nicht mehr astronomisch hoch ist und sich ein Import lohnt.
Ein Grund für diese große Nachfrage sind vor allem die Testberichte namhafter Online Magazine, die BlazBlue (fast) durch die Bank die besten Bewertungen gegeben haben. Da wird man doch auch misstrauisch? Dennoch habe ich es dann, nach einem Monat Bedenkzeit, gewagt und mir das Spiel aus den USA besorgt.

Bei BlazBlue (BB) handelt es sich um einen sog. 2D Prügler von den Entwicklern von Guilty Gears. BB scheint in einer gewissen Form ein Nachfolger zu sein. Genauso wie Street Fighter 4 (SF4). Beim sichten von ersten Video Reviews und Kampfszenen fühlte ich eine starke Ähnlichkeit zu Street Fighter. Persönlich wurde ich wieder mal kein SF4-Fan. Obwohl das Spiel erstklassig umgesetzt wurde, habe ich nie den Draht gefunden und war dem entsprechend grottenschlecht. BlazBlue würde für mich nur in Frage kommen, wenn die Spielmechanik entscheidend anders ist. Der Kenner mag nun vielleicht große Unterschiede zu SF4 feststellen. Da ich bisher aber eher der 3D-Prügler war, sind mir 2D-Prügler eher neu. Und ich empfinde es schon als ähnlich. Jedoch drastisch unterscheidet sich BB von SF4, dass die einzelnen Kämpfer sehr viel individueller sind. Bei SF4 waren ja die Hälfte der Kämpfer quasi identisch zueinander. BB hat 13 Kämpfer im Angebot, wobei jeder einzelne sehr individuelle Fähigkeiten hat. Und so gibt es auch ein paar Charaktere die leichter zu spielen sind als andere. Ragna und Jin seien z.B. einfachere Einstiegscharaktere. Hingegen Taokaka (die süße Menschenkatze, die voll auf Oberweiten abfährt) ist sehr schwer zu meistern.

Optisch gibt BB was her. Die Kampforte sind schön animiert und man hat Wert auf kleine Details gelegt. Außerdem gefällt mir, dass jeder Kämpfer 10 verschiedene Farbkombinationen zur Auswahl hat, die man komischerweise nicht einmal frei spielen muss. Das einzige was man bei dem Spiel freispielen kann, sind Artworks, Soundtracks und vier sog. “unlimited characters”.

BB bietet einen Score Attack Modus, der höllisch schwer ist. Einen gewöhnliche Arcade Mode, wie bei jedem Prügler. Einen schön gemachten, aber teilweise sehr nervenden Story Modus (dazu später noch mehr), einen Trainings Modus und den Online Modus (natürlich ein Kernelement).
Der Story Modus ist super witzig gemacht. Fast schon wie in einem JRPG durchläuft man eine kurze Story. Und durch Punkte, an denen man Entscheidungen treffen muss, gibt es auch mehrere Handlungsstränge. Jedoch raste ich hier regelmäßig aus. Wenn man die Story eines einzelnen Kämpfers auf 100% bringen möchte, um so dann etwas frei zu spielen, dann bedeutet das, dass man wirklich bescheuerte Dinge erledigen muss. Beispielweise reicht es nicht, jeden Kämpfer im Story Modus zu besiegen, sondern man muss auch bei jedem Kämpfer einmal gestorben sein und das in allen Handlungsstränge (meistens 1-3) mit insgesamt ca 5 bis 15 Kämpfen. Also einfach hinstellen und warten bis man verloren hat und dann wieder Story von vorne beginnen und beim nächsten Kämpfer verlieren. Wirklich extremst frustrierend. Man kann immerhin zwischendurch speichern, um nicht wirklich jeden Schritt ein zweites Mal machen zu müssen. Dann gibt es stellen, da muss man mehr als drei “distortion finishes” (DF) (super combo finishes) schaffen, um in den nächsten Handlungsstrang zu gelangen. Ist so ja noch ok. Aber in diesem Handlungsstrang muss man dann gegen Kämpfer A+B einen DF hinlegen, aber bei Kämpfer C nicht, weil man sonst nicht den fehlenden Part der Story für die 100% erreicht. Bescheuert. Riesen großer “fail”!
Der Trainings Modus gefällt mir überhaupt nicht. Zumindest im Vergleich zu allen anderen Prüglern, die ich kenne. Man kann sich die Moves nicht vorspielen lassen. Ist aber nicht so wild, weil es gibt nur ein paar wenige Moves (anders als bei Tekken oder Soul Calibur). Man kann dafür Aktionen/Moves “aufnehmen” und den Trainings-Dummy dann vorführen lassen. Um bspw. eine Abwehr gegen einen bestimmten Move zu üben.
Die anderen Modi muss ich wohl nicht extra beschreiben…

Außer natürlich den Online Modus. Hier gibt es ein paar Dinge zu berichten. Angefangen mit dem Ping/Lag. Da das Spiel nur im asiatischen und nordamerikanischen Bereich erhältlich ist, findet man nicht viele Spieler aus Europa. Die Entwickler haben hier aber scheinbar ein Meisterwerk an Netcode hingelegt. Denn es gibt so gut wie nie einen Lag. Ich weiß nicht, wie die das geschafft haben. Schön ist, dass man bei BB wieder Lobbies erstellen kann in denen auch mehr als 2 Spieler Platz finden und sogar Beobachter beitreten können, die dann nur zuschauen. Hierbei gibt es etliche Einstellmöglichkeiten außer einer, die ich sehnlichst vermisse… da ich auch nicht zu besten Spielern gehöre, wünschte ich mir, ich könnte Räume erstellen, in denen auch nur ähnlich starke Spieler beitreten können. Es gibt hier die Option “Beginners room”, aber das juckt das Spiel nicht. Da kann jeder beitreten. Man sollte einstellen können bis zu welchem Level man dem Raum beitreten kann.

Ein paar kurze Worte zum Schluss. Der Soundtrack ist gut, aber irgendwie fehlt der Bass in der Musik. Außerdem nervt der recht schnell. Vor allem in Trainings-Modus, weil das jeweilige Musikstück in einer Schleife gespielt wird.
Die Autosave Funktion nervt. Denn fast an jeder Stelle des Spiels wird gespeichert, was immer ein paar Sekunden in Anspruch nimmt.
Die Ladezeiten sind soweit in Ordnung. Es gibt allerdings keine Option, um das Spiel auf Festplatte zu installieren. Zumindest Teile davon, wie z.B: bei Street Fighter und Soul Calibur.

Fazit: BlazBlue ist ein first class Prügler.Anspruchsvoll wie Street Fighter 4, aber vermutlich ein wenig Einsteiger freundlicher als SF4. BB wurde super umgesetzt. Jedoch an einigen Stellen wundert man sich, dass die Entwickler nicht daran gedacht haben diese Funktion X einzubauen, wo doch der Rest so perfekt ist. Wer auf Beat ‘em ups steht, wird mit BB seine Freude haben. Wer zudem noch Animes mag, freut sich gleich doppelt.

Wer gegen mich spielen will… einfach Bescheid geben ;)

Werbung: BlazBlue bei Amazon

Test: Tales of Vesperia JP Demo (PS3)

July 13th, 2009 6 comments

Erst kürzlich habe ich vom Erscheinungstermin für Tales of Vesperia auf der PS3 berichtet [1] und heute erfahre ich, dass eine Demo im japanischen PSN Store veröffentlicht wurde. Freilich nur in Japanisch. Aber, wenn man die Demo spielt, sieht man, dass TOV ein wirklich gutes RPG ist. Echtzeitkampfsystem und angeblich eine bessere Story. Generell hat mich das Spiel bis jetzt an Star Ocean 3 erinnert. Wenn die Story nun noch besser umgesetzt ist, dann wird TOV ein Hit. Ein großer Hit für RPG-Fans.

Die Grafik ist im Anime Style und erinnert stark an Eternal Sonata. Vielleicht selbe Engine? Über den Sound kann man in der Demo nicht viel sagen. Typisch RPG bis jetzt. Story ist für mich ein wenig schwer zu verstehen. Ich hatte nicht die Geduld jede einzelne Sprechblase einzeln zu übersetzen. Aber laut Testberichten auf der Xbox soll die Story sehr gut sein.
Mir persönlich gefällt dieser ganz bestimmte Anime Style (wie auch bei Eternal Sonata) nur bedingt. Aber wenn der Rest passt, bin ich zufrieden. Das Spiel ist definitiv ein Pflichtkauf für mich. Und ich werde mit Sicherheit ein paar US Versionen organisieren. Wer interessiert ist, kann sich ja mit mir in Verbindung setzen. Release Date für Japan ist der 19. September. Nordamerika ist bisher unbekannt. Aber eine Veröffentlichung sehr wahrscheinlich. Europa wird wohl noch viel länger warten müssen.

Update: Ein Leser (Cash) hat die Demo nicht mehr gefunden im JP PSN Store. Ich habe selbst nochmal gesucht und sie ebenfalls nicht mehr finden können. Irgendwer hat was gegen diese Demo ;)

[1] /2009/07/11/tales-of-vesperia-ps3-release/

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