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Dark Souls – Schwierigkeitsgrad trifft Gelegenheitsspieler

October 9th, 2011 No comments

Spätestens in diesem Jahr müsste fast jeder Konsolen-Spieler von diesem Spiel gehört haben. Es ist ein inoffizieller Nachfolger des Spiels “Demon’s Souls” [1]. Technisch betrachtet aber ein direkter Nachfolger oder anders formuliert: Demon’s Souls 2 ohne großen technischen Fortschritt. Das mag jetzt negativer klingen als ich es im Grunde meine, aber der Hype um “Dark Souls” ist genauso wenig gerechtfertigt, wie er einst bei Demon’s Souls war. Der Hersteller bzw. der Vertrieb von Demon’s Souls hat damals den geschickten Trick angewendet und nur eine begrenzte Anzahl an Exeplaren in die Ladengeschäfte gebracht. Das hatte eine Knappheit des Spiels zur Folge und jeder Spieler glaubte, dass dies an der Genialität des Spiels liegt. Diesen Oktober wurde das Spiel auf der Xbox360 und der PlayStation 3 veröffentlich, während der Vorgänger PS3 exklusiv war (Amazon: Link).

Jetzt sollte man mal auf den Boden kommen und objektiv dieses Spiel betrachten. Die Wahrheit liegt zwischen der Bewertung von der Computer Bild und dem Lobgesang der restlichen Internetredaktionen. Die Computer Bild schreibt folgendes:

Ausprobieren, sterben, etwas anderes versuchen, wieder sterben, fluchen: So sieht Ihr Tagesablauf aus, wenn Sie sich als Durchschnittsspieler mit „Dark Souls“ beschäftigen. Klar kriegen Sie das hin, wenn Ihr Zeitkontingent gegen unendlich geht. Aber ob das Spaß macht – eigentlich die Grundidee des Spielens –, ist eine andere Frage. Dieses Spiel ist für Leute, die selbst nach 20 vergeblichen Versuchen, die richtige Adresse zu finden, nicht nach dem Weg fragen, weil das eben – in ihren Augen – nicht Sinn der Sache ist. Dabei ist „Dark Souls“ ein komplexes, interessantes Spiel. Die meisten haben nur keine Chance, das herauszufinden. Liebe Genussspieler: Finger weg! (Quelle: http://www.computerbild.de/produkte/Spiele-Xbox-360-Dark-Souls-5985871-review.html)

Auch wenn Anhänger von Dark Souls diese Beurteilung als einen Angriff empfinden, hat die Computer Bild Recht. Dieses Spiel ist nichts für Dünnbrettbohrer und Casual Gamer. Ich habe gestern 4 Stunden in der Welt von Dark Souls verbracht und fühle mich noch mehr verloren als in Demon’s Souls. Das Spiel ist eine Herausforderung an den Geist und an die Geschicklichkeit. Ebenso wird Geduld abverlangt, da ein wildes “Hau drauf und Renn weiter” zu einen sehr schnellen Tod führt. Meiner Meinung ist dies auch der Grund wieso die USK das Spiel für 16-Jährige frei gibt: Entweder die USK war überfordert sich einen Eindruck von dem Spiel zu verschaffen oder die USK ist der Meinung, dass man so viel Geduld und Grips in dieses Spiel stecken muss, dass es trotz der stellenweise hohen Brutalität kein Jugend gefährdendes Spiel ist.

Hingegen hat 4players.de dem Spiel eine Spitzenwertung (92%) gegeben und ohne dass der Redakteur das Spiel in der üblichen objektiven Art bewertet, schwärmt er mit subjektiver Wortwahl von einem Spiel der Superlative. Völlig übertrieben.

Die Wahrheit liegt dazwischen: Dark Souls ist, wie schon sein Vorgänger, ein Spiel für den genervten Mitte Zwanziger bis Ende Dreißiger, der mit dem 0815-Schrott der Spieleindustrie nichts mehr anfangen kann. Und dennoch muss besagte Person so sehr in der Materie der Videospielkultur drin stecken, dass ihn ein Spiel wie Dark Souls nicht frustriert. Er braucht Geschick, Ausdauer, Grips und Erfahrung im Rollenspiel-Genre. Dark Souls führt den Spieler in eine Welt des Wahnsinns. In allen Belangen hat dieses Spiel keinesfalls auf Superlative gebaut. Dazu gehört Grafik, Musik (gibt es fast gar keine) und Mechanik. Aber das Paket stimmt. Der Spieler erhält eine Geschicklichkeits- und Geduldsprobe. Und wer nach 30 schnellen Toden und völliger Orientierungslosigkeit zu Beginn des Spiels immer noch den Drang hat es noch einmal zu probieren, der ist der richtige Dark Souls Spieler. Deshalb würde ich nicht sagen “Finger weg ihr Casual Spieler”, sondern traut euch, probiert es aus und zeigt der Spieleindustrie endlich, dass der 0815-Schrott nichts mit Spaß zu tun hat.

Und wenn doch jemand Hilfe braucht, kann ich das (englische) Dark Souls Wiki empfehlen [2].

Bei Amazon ist weiterhin die Limited Edition käuflich zu erwerben [3].

[1] http://en.wikipedia.org/wiki/Demon%27s_Souls
[2] http://darksoulswiki.wikispaces.com/
[3] Dark Souls bei Amazon.de

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Fifa 12 – Firewall Ports für Router

September 30th, 2011 No comments

Seit dieser Woche ist FIFA 12 endlich erhältlich. Die Spielmechanik wurde vor allem in der Steuerung der Defensive verändert und die Spielmodi sind alle mehr auf Internet und Community ausgelegt. So kann man mit jedem Spiel seinen Favoriten-Verein unterstützen. Doch wenn es darum geht Online-Spiele austragen zu können, sollte man Anpassungen an seinem Router vornehmen, damit auch wirklich eine Verbindung zu Stande kommt. Das setzt voraus, dass der Spieler auf der Gegenseite der Leitung auch optimale Einstellungen hat. Bei Fifa 10 und Fifa 11 hatte ich dennoch Probleme was den Verbindungsaufbau angeht. Deshalb bin ich noch am grübeln, ob ich das wirklich machen sollte.

Aber nun zu den Ports. Wenn man die Liste von Ports betrachtet, fragt man sich schon, ob die Leute bei EA Sports saufen. Aber schaut es Euch selbst an:

TCP Ports: 30440-30449, 9980-9989, 10000-10500, 42100-42199

UDP Ports: 3658, 3659, 6000, 9570, 9000-9999,10500-12500

Für meinen Teil war ich bis jetzt zu faul all’ diese Ports frei zu schalten. Aus Aspekten der Sicherheit ist diese Praktik von EA auch zweifelhaft. Wenn ich Erfahrungswerte zu diesem Port-Cocktail habe, schreibe ich hier ein Update.

Für die Xbox360 ist das Spiel übrigens schon unter 50 Euro zu haben: Link zu Amazon

Update: Ich habe mir die Arbeit gemacht und alle Ports in meinen Router gehackt. Es geht zwar geringfügig besser, aber die Probleme, die ich zuvor hatte sind immer noch vorhanden. Es wird wohl an der von mir zuvor geäußerten Vermutung liegen, dass einfach nicht jeder Benutzer diese Einstellungen hat. Ein UPNP-Router könnte hier natürlich Abhilfe schaffen. Aber selbst das habe ich getestet und keine große Veränderung vermerken können.

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Disgaea 4 – Vorschau

September 3rd, 2011 No comments

Seit meinem letzten Blog-Beitrag über Gran Turismo 5 hatte ich keine Lust und keine Zeit über ein Spiel zu berichten. Vielleicht werde ich auch einfach zu alt für dieses Metier. Doch dieser Titel – und dessen Vorfreude darauf – motivierte mich dazu meinen Blog wieder in Gang zu bringen und einen kleinen Beitrag über dieses Spiel zu schreiben. Für die Leser 26+: Dieses Spiel kann man auch jenseits der 300ms Reaktionszeit spielen ;-)

Final Fantasy Tactics ist lediglich ein “Proof of Concept” im Vergleich zu Disgaea
- Claus, 2011

Was ist Disgaea?

Für diejenigen, die die Disgaea-Reihe noch nicht kennen: Disgaea ist ein SRPG (Strategical Role Play Game) und kommt aus dem Hause ‘Nippon Ichi Software’ oder kurz ‘NIS’. Im Japanischen heißt das Spiel 魔界戦記ディスガイア (Kriegserzählung der Dämonenwelt: Disgaea) und ist wohl das umfangreichste Spiel seines Genres. Das Spiel wurde 2003 auf der PlayStation 2 veröffentlicht und hat eine große Fan-Gemeinde gewonnen. Für NIS war das der Durchbruch bei der Entwicklung von Videospielen. Andere Spiele von NIS sind bei weitem nicht so erfolgreich. Disgaea glänzt durch Charme, Humor und Spieltiefe und ist dabei für jedermann geeignet. Sicherlich – man sieht es dem Cover rechts an – ist die Zielgruppe eher bei Anime-Fans anzusetzen. Doch der schwarze Humor zielt eher auf ein erwachsenes Publikum. Die Geschichten von Disgaea ziehen stets Parallelen in unsere (reale) Welt. Neben den putzigen Charakteren ist die Besonderheit an Disgaea jedoch die bereits erwähnte Spieltiefe: Möchte man nur die Story durchspielen, ist man nach 20-40 unterhaltsamen Stunden durch. Möchte man das Spiel meistern, kann man durchaus 600-1200 Stunden in das Spiel investieren! Letzteres habe ich nie geschafft und dieses Ziel auch niemals verfolgt.

Ein SRPG zeichnet sich dadurch aus, dass die Kämpfe im Laufe der Geschichte rundenbasiert sind und einem Puzzle gleichen. Man muss Figuren, wie auf einem Schachbrett, geschickt positionieren und diesen Befehle geben, bevor der Gegner am Zug ist. Ohne viel Worte über das Spielprinzip zu verlieren, habe ich ein Video dazu heraus gesucht:

Wie üblich bei Rollenspielen, geht es darum seinen Charakter zu verbessern. Durch Kämpfe sammelt man Erfahrung und durch Erfahrung steigt der Charakter auf. Bei Disgaea hat man einen Hauptcharakter und hunderte von anderen – selbst erstellbaren – Charaktere, die man alle aufwerten kann. Der numerische Grenzwert des sog. Levels liegt bei 9999. Doch durch eine Reinkarnation der Figur fängt man wieder bei 1 an, befindet sich dann aber in Level 10000. Eine solche Reinkarnation ist mehrmals möglich. Der genaue Wert ist mir entfallen, aber ich glaube es waren 255 Reinkarnationen. Ferner gibt es Klassen, wie z.B. Krieger, Priester, Magier und viele andere. Jede Klasse hat 6 sog. Tiers, die man freischalten kann (und sollte). Jede Klasse hat eigene Fähigkeiten, Stärken und Schwächen. Sowie Spezialattacken und Zaubersprüche. Auch diese gilt es im Laufe des Spiel zu verbessern. Unter dem Strich: Von allem mehr, als was man von gewöhnlichen Rollenspielen erwartet. Aber die Besonderheit liegt eben im “Mehr”, das Spiele wie Final Fantasy Tactics bspw. nicht bieten. Was gehört dazu:

  • Die unglaubliche Komplexität. Hat man die Story durchgespielt, geht das Herzstück des Spiels erst los. In Folgemissionen spielt man sich (meistens) altbekannte Figuren frei und verfolgt das eigentlich Ziel des Spiels: Ein Superdämon zu werden (das könnte im Fall von Disgaea 4 anders sein, da der Hauptcharakter ein Vampir ist).
  • So ziemlich alles in diesem Spiel kann aufgewertet werden. Der Charakter, dessen Klasse, die  Zaubersprüche und vor allem Gegenstände selbst. Findet man zum Beispiel ein seltenes Schwert, kann man in die sog. Itemworld eintauchen und per Zufall generierte Level durchspielen. Jedes 10. Level findet man einen Boss und im 100. Level gibt es einen Endboss. Diesen kann man dann sogar noch bestehlen, um ein tolles Item zu bekommen. Besiegt man diesen Endboss hat man zudem das entsprechende Item aufgewertet. Das ist nun allerdings nur eine sehr kurze Erkärung der Item-World ;-)
  • Viele Teile des Spiels (außer der Story selbst) bestehen aus per Zufall generierten Welten. Das bedeutet man hat quasi unendlich viele Level.
  • Die Vielfalt an Figuren. Es gibt dutzende Charaktere und noch viel mehr Monster. Alle Lebewesen sind in diesem Spiel in gewisser Weise verwertbar. Monster kann man bspw. gefangen nehmen und diese dann auch in sein eigenes Team aufnehmen und aufwerten.
  • Monster können als Waffe eingesetzt werden. Sagen wir, ich habe eine Drachen gefangen genommen. In einem Kampf kann sich der Drache und ein Charakter verbünden und der Drache wird zur Feuer speienden Lanze. Wenn man das Monster vorher fleißig aufgewertet hat, macht dies folglich natürlich auch mehr Schaden. Mit dieser Kombination sind Schadenswerte im Milliardenbereich möglich.
  • Das Spiel besteht quasi aus einem Meer aus Zahlen. Alles wird mit Zahlen ausgedrückt. Angriffswerte, Erfahrungspunkte und wie gesagt… Alles! (Es gibt Leute, die stehen auf sowas ;-) )
  • Bereits angesprochen habe ich den Charme und den Humor. Das Spiel unterhält im Story-Modus wirklich vorzüglich und ist durchaus witzig. Empfehlenswert ist der japanische Originalton mit englischen Untertiteln (das Spiel gibt es nicht auf Deutsch)
  • Über den PlayStation Store können etliche Figuren dazu gekauft werden. Für manche Spieler gibt es den Reiz des Sammelns. Diese neuen Figuren haben keinen wirklichen Vorteil, aber als Disgaea Fan möchte man “ALLES” haben.
  • Figuren und Monster können vom Spieler geworfen werden. Dazu ergeben sich Möglichkeiten in diesem Spiel, das stellenweise einem Puzzle gleicht.

Das ganze Spiel gleicht einem Puzzle mit Schach-Charakter. Stellenweise ist das Spiel für Neulinge nicht ganz einfach. Zudem – bedingt durch die Komplexität – gibt es so viele Möglichkeiten ein Level zu meistern (manchmal auch nur eine). Deshalb wird am 6. September in Europa und Amerika das offizielle Strategiebuch veröffentlicht. Auch für Profis ist dieser kleine Helfer nützlich, da dieser etliche Tabellen und Übersichten enthält. Zudem gibt es für jedes Level Lösungen und einen Guide für das Late-Game (das Spiel nach der eigentlichen Geschichte). Erhältlich ist der Guide bereits bei Amazon Deutschland: http://amzn.to/pJT9sR

Was ist neu in Disgaea 4?

Für die Kenner der Disgaea-Reihe möchte ich auch kurz die Neuerungen von Teil 4 vorstellen:

  • Viel Kritik beim dritten Teil haben die veralteten Sprites-Grafiken geerntet. Diese waren nicht HD tauglich. Mir persönlich war das jedoch egal. Mein damaliger Fernseher hatte allerdings auch nur 28 Zoll. Mit Disgaea 4 sind die Figuren nun auch HD.
  • Und trotzdem gibt es die Option die alten Pixel-Figuren weiter zu verwenden ;-)
  • Disgaea 4 bietet nun einen echten Online-Modus. Bei Disgaea 3 konnte man lediglich eine Art Highscore ins Internet stellen. Disgaea 4 bietet hingegen einen Level-Editor. Benutzer können ein Level erstellen, andere Level bewerten und diese Level natürlich auch spielen. Der Level-Editor ist jedoch in der amerikanischen und europäischen Version abgespeckt. Man kann die Basis des Levels (die Blöcke selbst) nicht frei erstellen. NIS hatte Angst, dass Amerikaner und Europäer dazu tendieren könnten obszöne Formen zu konstruieren oder Fallus-Symbole zu bauen. Da dies Verwaltungs- und Administrationsaufwand für NIS bedeutet hätte, hat man diese Funktion heraus genommen. Man kann sich sein Terrain deshalb nur per Zufall generieren. Erstaunlich was Japan von uns denkt, oder?
  • Der Online-Modus bietet zudem die Möglichkeit mit seinen Piraten die Welt von anderen Spielern anzugreifen. Piraten waren immer ein Bestandteil von Disgaea. Im vierten Teil kann man ein eigenes Piratenschiff bauen und die zugehörige Besatzung zusammen stellen. Dieses Komplettpaket kann dann andere Spiele angreifen. Gewinnt man, gib es logischerweise einen Bonus in Form von Punkten oder Geld.
  • Neu in Disgaea 4 sind diesmal Vampire und Werwölfe (der Hauptcharakter  ist ein Vampir)
  • In Disgaea kann man Türme von Charakteren bauen (man stapelt Figuren übereinander). In Disgaea 4 kann ein solcher Turm nun auch angreifen. Dabei wird jede Figur verwendet und hat seinen eigenen “großen” Moment.

Disgaea erscheint in Amerika am 6. September, wird jedoch seit 31. August ausgeliefert. In Europa wird das Spiel am 26. Oktober erscheinen und somit wesentlich früher als einst Teil 3.

Fazit

Disgaea gehört zu den Spielen, bei denen die Entwickler nicht mehr viel falsch machen können und unendlich Fortsetzungen produzieren könnten. Das Spiel hat einen Suchtfaktor, der vermutlich vergleichbar mit Tabak ist. In Disgaea 4 gibt es kleine Erweiterungen, die jedoch überschaubar sind. Aber wieso auch? “Never change a winning team”. Ich habe Teil 1 bis 3 mit höchster Freude gespielt und sehne mich nach Teil 4, der in den kommenden Tag meinen Briefkasten erreichen dürfte.

Link zu Amazon: http://amzn.to/mTMxyM

Gran Turismo 5 – Kurzes Fazit

November 28th, 2010 3 comments

4 Tage ist das Spiel nun alt und man wundert sich, was in den letzten (angeblichen) sechs Jahren Entwicklung geschehen ist. Da sind Autos deren Texturen noch aus PS2-Zeiten stammen (womöglich nur ein Bug) und Online-Features, die angekündigt worden sind und bei Release noch nicht im Spiel waren. Und bis heute noch nicht wirklich sind. Man munkelt, dass die ewige Release-Verschiebung gegen Anfang/Mitte des Jahres nur dem Online-Modus geschuldet ist. Gerüchte sagen, dass Yamauchi GT5 ohne Online-Modi auf den Markt bringen wollte und Sony aber darauf bestanden hat. Also zurückblickend ist irgendwie bei dem Spiel gar nichts passiert, außer dass viele Fans ziemlich frustriert sind. Jeder aus anderen Gründen. Hier mein Fazit, wieso ich von GT5 frustriert bin und es aber dennoch spiele:

Online Leaderboards:
Ranglisten, mit denen man sich gegen andere messen kann, gab es noch bei Gran Turismo 5 Prologue. Bei Gran Turismo 5 Fehlanzeige. Wurde einfach heraus genommen. Yamauchi merkte zwar an, dass dieses Feature noch nachgereicht werde. Wann, steht aber bisher in den Sternen. Für mich als Sim-Racer ein “Mega-Fail”. GT5P und GT4 habe ich nur wegen Rundenzeiten gespielt. Die Online-Funktionalität war die Rettung der Serie in meinen Augen. Denn früher konnte man nur mit Photos seine Zeiten ins Internet stellen. Aber in der Zeit von GT5 funktioniert das (auch) erst einmal wieder “Old-School”.

Gran Turismo Anywhere:
Der B-Spec Modus? Hat den überhaupt jemand jemals gespielt? Viel zu langweilig und unnötig. Minuten lang zuschauen wie ein KI gesteuerter Fahrer im Kreis fährt? Man konnte bisher nur Kommandos zum Beschleunigen und Überholen geben. Das war schon alles. In GT5 wurde der B-Spec-Modus komplett überarbeitet! Achja? Merke ich nichts davon. Langweile steht diesem Modus immer noch auf das Plakat geschrieben. Und der eigentliche interessante Teil – die Möglichkeit den B-Spec Modus vom PC aus zu steuern – ist, und jetzt ratet mal, noch nicht implementiert! Auch das war ein Feature das schon vor Monaten auf Amazon und der offiziellen GT5-Seite angekündigt wurde. Lächerlich, traurig und erbärmlich.

Ladezeiten
OK, das ist jetzt nicht so schlimm. Bis ein Rennen startet kann man schon gerne warten. Was aber nervig ist, ist die Menüführung und das ständige Warten bis man wieder da angelangt ist, wo man eigentlich hin wollte. Und noch nerviger: Wenn man ein Rennen absolviert hat, kann man es nicht noch einmal starten. Zum Beispiel, um seine Platzierung zu verbessern. Nein! – Man muss aus dem Rennen raus gehen und es noch einmal Starten, inkl. der ganzen (langen) Ladezeit. Genial… Nicht nur, dass es nervig ist, sondern auch eine große Hürde im Verdienen von Credits (CR). Denn oft muss man bei GT-Spielen ein Rennen des öfteren absolvieren, bis man wieder genug Kohle hat, um ein neues Auto zu kaufen. Oder wenn es nur darum geht den ersten Platz zu erreichen. Jaja, bei Polyphony hat man es sogar geschafft das Spiel an etlichen Stellen schlechter zu machen als GT4 und GT5P.

Special Events:
Hier gibt es nur wenig zu bemängeln. Nette Events. Genauso schwer wie die Fahrerlizenzen und sie geben eine Menge Kohle. Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad etwas rätselhaft. Probiert einfach mal das Volkswagen Camper Rennen aus… ihr werdet fluchen! Das hat nichts mit “Anfänger” zu tun. (Die Go-Kart Rennen sind witziger als gedacht. Nur mal so als positiven Aspekt angemerkt.)

Fazit: Gran Turismo 5 sollte zu diesem Zeitpunkt als “Gran Turismo 5 Prologue 2″ bezeichnet werden. Und nach dieser Release-Schlappe, bezweifle ich, dass es jemals ein Gran Turismo 6 geben wird. Man kann nur hoffen, dass Polyphony per Nacharbeit und ein Dutzend Patches das Spiel noch interessant macht und vor allem die Features implementiert, die anfangs versprochen waren.

(das waren lediglich Punkte, die mich persönlich besonders ärgern).

Auf Amazon ist GT5 übrigens wieder erhältlich, nachdem es kurzzeitig ausverkauft war. Mit der kostenlosen Prime-Probe-Mitgliedschaft vor Weihnachten könnt’ ihr es auch schon morgen zustellen lassen :-) Link: http://amzn.to/dNAZN3

Und kommende Woche werde ich über das Logitech Driving Force GT berichten, welches allerdings bei Amazon derzeit vergriffen ist und nur für Wucherpreise zu haben ist: http://amzn.to/dWaVpp

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Gran Turismo 5: Das Warten geht jetzt erst los

November 20th, 2010 No comments

Wie viele Jahre hat es nun gedauert, bis der lang ersehnte Nachfolger der Gran Turismo Reihe den deutschen Markt erreicht? Fünf oder sechs Jahre müssten es sein! Die einen meinen, der neueste Teil wird eine Nullnummer und die anderen (so wie ich auch) erhoffen sich ein Rennerlebnis erster Güte. Obwohl man wohl in einigen Aspekten enttäuscht sein wird. Das wage ich jetzt schon zu behaupten. Da wären die Anzahl der Autos, die sich kaum von GT4 unterscheiden und auch ein paar Gameplay Aspekte wie z.B. die Unterscheidung von Premiumautos und Standardautos. Alles nicht so schlimm. Der Vorteil der Next-Gen-Version ist definitiv die Konnektivität. Endlich hat man die Möglichkeit sich mit Freunden zu messen und auch gegen Unbekannte internationale Rennen auszutragen. Wie umständlich war es noch auf der PS2… einst habe ich mit einem Freund auf Suzuka Zeitrennen veranstaltet, obwohl dieser besagte Freund aus dem Norden Deutschlands kam und ich aus dem tiefen Süden. Die Zeiten wurden einfach auf Papier (bzw. Email gab es damals schon) und dem anderen “einfach so” übermittelt. Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus.

Der Punkt ist diese unendliche Ungeduld, die mich die vergangenen Tage verfolgt. Jahrelang hat mich Gran Turismo kein bisschen interessiert. Vermutlich aus Gründen des Selbstschutzes. Und nun lese ich gestern, dass die ersten Online-Händler das Spiel schon verschickt haben und heute haben deren Kunden auch schon das Spiel in Händen. Und genau an dem Punkt werde ich nervös, aggressiv oder was auch immer. Amazon, Media Markt und Saturn halten sich wie (fast) immer an den offiziellen Termin. Bei Amazon wird vermutlich am Dienstag verschickt und die Media Saturn Märkte werden ab Mittwoch das Spiel in den Regalen stehen haben. Gerade die “Großen” trauen sich selten gegen die Veröffentlichungstermine zu verstoßen. Ich gönne es den “Kleinen” ja, aber ich fühle mich gerade benachteiligt.

Diese ganzen Sperrfristen sind doch lächerlich. Eigentlich sollen die davor schützen, dass Händler das Spiel verkaufen, nur weil sie die Lieferung früher bekommen haben. Und das ist ja auch vernünftig. Ab und zu wird dann früher verkauft. Das kann zwei Gründe haben: 1. Ein großer Markt hat gegen den Termin verstoßen und auf einmal ziehen alle nach, um nicht Kunden zu verlieren. Bestraft wird meines Wissens dann nur der erste Verstoß. 2. Irgendeine Institution, Sony oder der Distributor, geben das OK für einen verfrühten Verkauf. Letzteres wird wahrscheinlich dann geschehen, wenn alle Lieferungen getätigt worden sind und alle Wettbewerber dann die gleiche Chance haben.

Aber wie gesagt, diese Sperrfristen sind lächerlich, wenn manche Händler sich nicht daran halten und ich würde mir wünschen, dass die Verantwortlichen da härter durchgreifen. Zum einem um den Wettbewerb einfach gerecht zu gestalten und auch dem Laden hier um die Ecke die Möglichkeit zu geben vom Kuchen etwas abzubekommen und zum anderen, weil ich mich dann einfach gerecht behandelt fühlen würde *mimimi*

Die “Ratio” sollte siegen und das Wochenende sollte einfach anders gestaltet werden, als was sich die “Irratio” momentan einbildet.

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Foursquare für Windows Mobile

September 6th, 2010 No comments

Ich finde gerade mal wieder ein paar Minuten zum bloggen und möchte Euch armen Windows Mobile Besitzern über einen schönen Fund berichten.

Die/Der eine oder andere hat vielleicht schon Foursquare benutzt, möchte es benutzen oder ist bereits Bürgermeister von “Venue XYZ”. Als Windows Mobile Besitzer/Gequälter/Nutzer schaut man mal wieder in die Röhre. Man wird darauf verwiesen, dass es doch auch eine Webseite für Mobilgeräte gibt. Ich würde zu gerne wissen, wieso Windows Mobile so unbeliebt ist unter den Entwicklern. Die Marktanteile von WinMo sind ja nicht so schlecht. Aber um auf den Punkt zu kommen: Für WinMo gab es bisher keine Fourquare Unterstützung, die auch funktioniert hat.

Es gibt WinMoSquare [1]. Das Projekt wurde mit großem Feuerwerk angekündigt und veröffentlicht. Die Ernüchterung war ebenso groß. Das Programm funktioniert vielleicht auf jedem 10. Handy und auch nur dann, wenn man seinen CPU um den Faktor zwei übertaktet hat und einen extra Akkupack dabei hat. Soll heißen, das Ding war effizient, wie ein Trabbi im Teilchenbeschleuniger von Cern. Mittlerweile kommt man an den Download von WinMoSquare nicht mehr ran. Ich befürchte und vermute, dass sich die Entwickler bereits auf Windows Mobile 7 konzentrieren und wir WinMo-Nutzer der Version 6 wieder ein weiteres Mal doof aussehen. Als wären wir schon nicht genug gestraft.

Gestern habe ich dann durch Zufall MySquare [2] gefunden. Eine Anwendung von einem jungen Entwickler aus Brasilien, der das Programm in einer kostenlosen und in einer bezahlten Version zur Verfügung stellen möchte. Bisher gibt es nur eine Beta und auch noch keine Bezahlversion. Aber das Programm macht einen sehr sehr guten Eindruck. Schlank und performant. Unterstützt fast alle Funktionen wie seine Konkurrenten auf iPhone und Android. Und man braucht auch nicht zwingend ein GPS. Denn wie auch Google Maps hat MySquare die Möglichkeit über die Sendemasten den ungefähren Standort zu ermitteln und zeigt dann automatisch Orte in der näheren Umgebung ein. Außerdem kann man neue Orte hinzufügen (unterstützt durch Google Maps). Das Programm läuft bei mir recht stabil. Ein paar Funktionen sind noch nicht ganz ausgereift. Zum Beispiel das Hinzufügen eines Ortes funktioniert bei mir derzeit nicht. Auch mein GPS wird nicht erkannt, aber das ist nicht so schlimm aus besagten Gründen.

Unterhalb dieser Zeilen stehen die Links zu den Programmen. Der letzte Link [3] ist ein Testbericht über Mysquare, der sich sehr ausführlich mit dem Programm beschäftigt (in Englisch). Leider noch mit einer älteren Version. Jedoch funktionierte in der Version einiges, was nun nicht mehr funktioniert ;-)

Bleibt auf dem Laufenden. Das Programm lohnt sich für 4SQ-Fans!

[1] http://touchality.com/winmosquare/
[2] http://risingmobility.com/mysquare/
[3] http://www.mobilityminded.com/8939/mysquare-review-a-new-foursquare-client-for-windows-phone-from-rising-mobility

Multi Messenger für Windows Mobile

June 26th, 2010 6 comments

Ich gebe zu, es war nicht die beste Entscheidung sich für Windows Mobile zu entscheiden. Windows Mobile 6.5 ist träge und recht anfällig. Die Bedienung lässt keinen echten Fluß aufkommen und ein Absturz bzw. eine Fehlfunktion ist ebenso sicher, wie einst bei Windows 95.

Doch Grund für den Kauf war das HTC Touch Pro 2, das mit einer echten QWERTZ-Tastatur daher kommt. Das macht das Handy zwar zu einem unhandlichen Brocken, aber zum Schreiben ist das “Ding” ein Genuss. Und wenn man dann täglich dutzende Emails mit dem Handy schreibt ist man wirklich froh um diese Tastatur. Da kann kein iPad/iPhone mithalten.

Jetzt hat T-Mobile diese sog. “Instant Messaging Flat” eingestellt. Das war auch eine ziemlich schlechte Idee der Produkt-Ingenieure.  Für 5 Euro durfte man kostenlos über ICQ, AIM und wie die nicht alle heißen, chatten. 5 Euro sind eine Menge Schotter, wenn man den entstehenden Traffic auf die Waagschale legt. Die Kunden haben das wohl auch durchschaut bzw. sind noch nicht so weit Instant Messaging auf ihrem Mobiltelefon zu nutzen.

Nichtsdestotrotz möchte ich unseren Jabber-Server mit seinem ICQ-Transport auf dem Handy nutzen und habe im Zuge dessen ein Programm gefunden, dass die Nutzung sogar(!) auf einem Windows Mobile Phone sehr einfach gestaltet. Der Service heißt Palringo und ist ein “Multimessanger”.  Man registriert sich bei Palringo und kann sich dort den Windows Mobile Client herunter laden. Auf dem Mobilgerät werden dann die einzelnen Chat-Protokolle eingebunden. Das schöne an Palringo: Es scheint nicht sonderlich viel Traffic zu verursachen. Nach 3 Tagen intensiver Nutzung ist mein Traffic-Konto gerade mal um 5 MB angewachsen und da waren auch Internet und Email dabei. Außerdem minimiert sich das Programm in den Hintergrund (bei Bedarf) und bei ankommenden Nachrichten verhält sich Palringo als wäre eine SMS eingegangen.

Ich hoffe das Zeitalter der SMS ist bald Vergangenheit. Ich habe ja schon des öfteren hier im Blog darauf hingewiesen: Deutschland ist nahezu das einzige Land auf dieser Erde, das sich so – sagen wir mal unvorteilhaft – verhält und den Telekommunikationsanbietern das Geld in den  Hals stopft, indem es Milliarden von SMS jährlich verschickt. Bspw. in Japan wird nur noch Mobile E-Mail genutzt und das kostet nichts, außer einer kleinen Pauschale im Monat. Bei der Telekom übrigens für 4 Euro im Monat zu haben.

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Ein Fall für den Doktor: Marvel vs. Capcom

June 18th, 2010 1 comment

Nachdem einige Zeit vergangen ist seit meinem letzten Beitrag zu Heavy Rain, ist bisweilen Super Street Fighter 4 am Markt und das Interesse fokussiert (yeah! Focus) sich überwiegend auf Ryu und Co. Doch in Los Angeles hat in den vergangen Tagen die E3 statt gefunden und als ambitionierter Videospiel-Spieler lauscht man immer mit einem Ohr, was sich auf der E3 so zuträgt. Die Pressekonferenzen von Sony und Microsoft haben wenig überrascht. Nintendo konnte mehr bieten – interessiert mich jedoch nicht die Bohne.

Ich könnte nicht mal sagen, was mich an der diesjährigen E3 am meisten interessiert. Ich müsste wohl länger darüber nachdenken.

Gran Turismo 5 wurde ja schon auf der E3 vor “X” Jahren vorgestellt. Release Datum ist mittlerweile 2. November. Mal sehen… Da glaubt man gar nichts mehr.

Das Gerücht, dass es ein Capcom vs. Namco Beat-Em Up geben soll, hat sich bislang nicht bestätigt, aber ein Beat-Em Up wurde mir ans Herz gelegt: Marvel vs. Capcom. Diese “Versus-Prügelleien” sind nicht gerade neu. Aber genießen wohl große Beliebtheit. Und wenn man sich folgendes Video anschaut, wird dem Genre-Liebhaber sicher schnell bewusst, wieso.

Was mich betrifft, ist mir das Spiel ein wenig zu hektisch. Nach dem Ansehen musste ich mich erst von einem epileptischen Anfall erholen ;-) Aber sollte mich zum Release Street Fighter 4 zu sehr nerven ist Marvel vs. Capcom das erste Spiel, das ich mir zulegen werde.

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Heavy Rain – Ein erzählerisches Spektakel

March 17th, 2010 3 comments

Erst einmal vorweg: Hier wird es keine Spoiler geben. Keine Sorge! Gerade bei diesem Spiel sind viele Details im Spielverlauf sehr wichtig für das erzählerische Erlebnis und man muss aufpassen, dass man nicht aus Versehen liest, wie die Geschichte ausgeht.

(Man sagte mir im Zuge meiner Diplomarbeit, dass ich ein Komma-Geizhals bin. Dies sei mir bitte verziehen)

Als mein Urlaub begonnen hatte, juckte mich auf einmal dieses Heavy Rain von dem jeder sprach. Und dann tat ich etwas, was ich selten tue: Ich ging zum Media Markt! Und ja, ich kaufte ein Spiel beim Media Markt. Media Markt hat mich allerdings nicht mit rotem Teppich empfangen, weshalb ich dann beim nächsten Mal doch wieder meine üblichen Bezugsquellen wie Amazon bevorzugen werde. Whatever… 59 Takken für das Spiel geblecht.

Aber was kann man von diesem Spiel erwarten? Wer Fahrenheit kennt, wird auch recht genau wissen, was ihn mit Heavy Rain erwartet. Also ein interaktiver Film, bei dem es, unterstützt von Eingaben des Zuschauers auf dem Joystick, Möglichkeiten zum Verändern der Handlung gibt. Der Hersteller wirbt mit 22 verschiedenen Enden. Wobei ich das nicht überbewerten würde. Die Geschichte ist ähnlich wie ein Krimi. Wenn man die Lösung eines Krimis kennt, ist meistens auch der “Wiederlesewert” gesunken. Es sei denn man ist scharf drauf jedes kleinste Detail zu erkennen und zu vor allem zu finden. Jedoch bezweifle ich, dass das bei Heavy Rain auch zutrifft.

Bei Heavy Rain schlüpft man in die Rolle von vier Protagonisten, die alle auf der Suche nach dem Origami-Killer sind: Ein Privatdetektiv, ein FBI-Agent, ein Vater und eine junge Frau (hier will ich nicht mehr sagen). Die Handlungsstränge dieser vier Charaktere kreuzen und beeinflussen sich gegenseitig. Man spielt sie nämlich abwechselnd. Aber auch hier gilt, man kann nicht so viel Einfluss auf die Handlung erwarten, wie man sich vielleicht erhofft.

Heavy Rain ist nicht wirklich ein Spiel. Die Handlungsmöglichkeiten sind eher beschränkt. Man läuft von Punkt A nach B und genau genommen handelt man nur nach Skript. Und zwar nach Skript des Regisseurs. Man hat jedoch ein klein wenig Einfluss auf den Charakter. Wenn er/sie in Gesprächen sich an die Wand lehnt, aus dem Fenster schaut oder einfach nur im Zimmer herum läuft. Wesentlich größeren Einfluss hat man auf die Dialoge. So geht es bspw. in einer Situation darum ein Opfer des Killers zu befragen. Wenn man die richtigen Punkte anspricht (die man mit dem Joypad wählen kann), dann wird das Opfer reden. Wenn man falsch an die Sache ran geht, wird man vor die Tür befördert. Das ganze hat dann leider auf den Verlauf der Geschichte kaum Einfluss. Aber man kann so evtl. ein paar Details erfahren, die den Spielverlauf gedanklich anders gestalten.

Das nächste spielerische Element sind so genannte “Quick Time Events” (QTE). Diese Elemente wurden schon in Fahrenheit verwendet, aber sind auch aus Spielen wie bspw. God of War bekannt. Bei QTEs geht es darum schnellst möglich die richtige (am Bildschirm angezeigte) Taste zu drücken. Andernfalls stirbt der Charakter oder die entsprechende Situation geht anders aus. Solche Events gibt es Heavy Rain auch einige. Sie sind nur nicht sonderlich schwer. Selbst auf der höchsten Schwierigkeitsstufe wird man wohl kaum seinem Charakter beim Sterben zuschauen. Hier hätte man vielleicht noch mehr Pepp einbauen können, so dass die Geschichte auch unbewusst beeinflusst wird, weil man der Situation (QTE) nicht gewachsen war. Das führt mich zu einem weiteren Aspekt: Wenn einer dieser vier Protagonisten stirbt, wird die Geschichte weiter gespielt. Allerdings ohne diesen Charakter. Auf Grund des nicht vorhandenen Schwierigkeitsgrad ist mir das nicht passiert. Weshalb ich nur von der Theorie sprechen kann.

Trocken betrachtet: Klingt alles nicht so spannend. Spielerisch gibt das Spiel nicht so viel her und der Name Spiel ist nicht wirklich die richtige Bezeichnung. Aber spricht man von der Unterhaltung würde ich sofort sagen: “Großes Kino!” – Ja, das Spiel ist wirklich spannend und unterhaltsam. Das was so manchem Videospiel fehlt, nämlich eine gute Geschichte, kann Heavy Rain voll und ganz bieten. Es ist ein Horror-Thriller oder nur Thriller, der einen bis zur letzten Minute fesselt und man hat ca. 8-12 Stunden Freude an diesem interaktiven Krimi. Gerade schon deshalb uneingeschränkte Kaufempfehlung. Wobei für einmal Durchspielen meines Erachtens 60 Euro ein wenig zu viel sind. Aber vielleicht gibt es ja auch geduldigere Gemüter als ich es bin, die sich gerne ein zweites Mal dran setzen.

Leider gibt es ein paar technische Mängel. Die Grafik ist super! Zweifelsohne. Vor allem die Gesichter der Protagonisten im Ladebildschirm. Weltklasse. Jedoch gibt es etliche Clipping-Fehler und Tearing-Effekte. Und was noch viel ärgerlicher ist: Sound-Aussetzer. Zu Beginn des Spiels (als einziges Extrembeispiel) sogar einen asynchronen Part von 10 Sekunden (Stimme und Bild um 10 Sekunden versetzt). Der Patch 1.01 hatte bei mir keine Abhilfe getan. Und das witzige/traurige an der Sache… auf jeder Konsole ist das wieder eine andere Sache. So haben manche Konsolen keine Probleme und manche eben schon.

Als Fazit: Ein super Video(film)spektakel. Absolute Kaufempfehlung, aber auch uneingeschränkte Verkaufempfehlung. Wenn man es mal ruhiger angehen lassen will und sich mal etwas passiv unterhalten lassen will, ist Heavy Rain sicher das Richtige. Und auch ältere Herrschaften könnten evtl. an diesem Spiel, das eigentlich kein Spiel ist, Gefallen finden.

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StarCraft II vorbestellen

January 28th, 2010 2 comments

Jetzt ist es fast 3 Jahre her, dass ich zum ersten Mal über StarCraft 2 gebloggt habe. Schon damals habe ich Werbung gemacht, dass man sich bei Amazon eintragen kann, um das Spiel vorzumerken. Bislang war das aber nur eine Erinnerung. Und jetzt ist es endlich soweit! Man kann das Spiel offiziell vorbestellen!

http://www.amazon.de/gp/product/B000R5DU6E?ie=UTF8&tag=special10-21&linkCode=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B000R5DU6E

Problematisch ist für mich allerdings, dass mein PC diesem Spiel nicht mehr gerecht wird. Das macht mich schon sehr traurig. Eigentlich freue ich mich schon ewig darauf und wußte jedoch immer, dass ich es mit dem PC hier gar nicht erst probieren brauche. Aber wegen einem Spiel den PC komplett neu aufrüsten? Ich weiß’ ja nicht. Mal sehen, was sich ergibt.

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