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Android App der Woche: Simple Calendar Widget

October 29th, 2011 No comments

Manchmal sind es die kleinen Apps für das Smartphone, die viel Freude bereiten, oder wie in diesem Fall, einen großen Nutzen haben. Die von Google eingebauten PIM-Apps sind noch ausbaufähig. Da fehlt einerseits eine vernünftige Task-Verwaltung und auch das ein oder andere Widget könnte besser werden. Ein Glück, dass der Android Market einiges her gibt. Jedoch findet man oft die Nadel im Heuhaufen nicht.

Deshalb möchte ich heute ein ganz kleines Widget vorstellen, dass mir persönlich viel Freude bereitet: Simple Calendar Widget

Eigentlich ist dieses Widget wirklich nichts Besonderes. Ich finde es schick und es bettet sich nahtlos in meinen Home-Screen ein. Man kann die Kalender konfigurieren, die dieses Widget überwachen soll. Es gibt drei verschiedene Größen, wobei der Screenshot der Größe “Medium” entspricht. Man kann die Kalendereinträge über das Widget auch direkt anwählen, wobei das mit einem Dicken Daumen ein wenig schwierig wird. Am Design und der Darstellung von Kalendereinträgen kann man im Konfigurationsmenü auch noch kleinere Anpassungen vor nehmen.

Ich denke der Screenshot sagt alles übrige: Schick und schlank.

Link zum Market: https://market.android.com/details?id=com.anod.calendar

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Der klügste Deutsche: Mit Niveau auf Privatsenderniveau herablassen

October 23rd, 2011 No comments

Ein fauler Blogger wie ich kommt nur alle paar Wochen wieder auf die Idee auf seinen Blog zu schreiben. Nämlich dann, wenn ich was zu bemängeln habe und/oder mich ärgere. In diesem Fall ist es die TV-Show “Der klügste Deutsche 2011″, die am gestrigen Abend im ARD zur Prime-Time gezeigt wurde. Nach der Ankündigung in der Fernsehzeitschrift hatte ich einen Rätsel- und Knobelabend erwartet. Was das ARD aber abgeliefert hat, war eine Verschwendung von Fernsehgebühren, bei der man sich immerhin “siezt” und die selbst ernannte Klugheits-Jury den Kandidaten nicht ungespitzt in den Boden rammt, wie man es von manchen Privatsendern der Marke Solariumsbraun kennt.

Die ganze Aufmachung der Sendung war eins-zu-eins von den berühmten Superstar-Castings der Privatsender abgekupfert: Man tourt mit einem Bus durch Deuschland und macht einen gewaltigen Wirbel um diese Show. Im Internet konnte man sich ebenfalls bewerben. Nachdem hier schon die Spreu vom Weizen getrennt wurde, wurde unter “wissenschaftlicher Aufsicht” ein Test zu Papier gebracht. Die finalen Kandidaten wurden dann der zuvor genannten “Klugheits-Jury” vorgestellt. Die Jury besteht aus Judith Rakers, Eckart von Hirschhausen und Matthias Opdenhövel. Gewiss drei schlaue Köpfe, aber sie trumpfen eher durch Witz, Charme und Aussehen, als durch die Kompetenz den klügsten Deutschen zu küren. Da ist Herr Solariumsbraun von RTL eher geeignet einen Superstar zu bewerten.

Aber das alles sind noch keine Faktoren für einen TV-Flop. Es ist eher die Problematik Klugheit zu messen. Daran hat die ARD auch gedacht und sich deshalb einen Professor für Gehirnforschung von der TU Braunschweig besorgt. Dass der den Krampf mitgemacht hat wundert mich allerdings. Wenn ich einen gewaltigen Titel (“Klügster Deutsche”) verleihe möchte ich als Zuschauer einen fairen Wettkampf sehen, bei dem ich im Idealfall noch ein wenig mitspielen kann. Diese Show misst die Klugheit der Kandidaten während der Live-Sendung mit 16 Fragen innerhalb von 90 Sekunden und einer praktischen Aufgabe. Und hier entsteht das eigentlich Problem, das mich gewaltig ärgert:

1. Um einen Vergleich der Allgemeinbildung der einzelnen Kandidaten vernünftig prüfen zu können, müssten viel mehr Fragen gestellt werden und vor allem jedem Kandidaten die gleichen Fragen. Das war beides nicht der Fall und hat zum Zuschauen auch nicht viel Spaß gemacht, weil es viel zu schnell ging ( – die Kandidaten waren wirklich gut).

2. Der Schwierigkeitsgrad der praktischen Aufgaben war extrem ungleich und haben jeweils andere kognitiven Fähigkeiten geprüft. Somit war es vom Zufall bzw. dem Glück abhängig, ob der jeweilige Kandidat gute Chancen hatte.

3. Von den sechs Kandidaten wurde eine/r von der Jury ins Finale gewählt. Die anderen fünf mussten sich der Wahl des Publikums stellen. Nachdem das Publikum auch alles “Raketenforscher” und Nobelpreisträger waren, wurde hier eine große objektive Komponente zur Selektion eingebaut, die die Jury ein wenig entlastet ( – Ironie). Den Wissenschafts-Lektor mit Doktortitel, der die einfachste praktische Aufgabe hatte, wurde von der Jury direkt ins Finale gewählt. Übrig blieben:

  • Schwangere, hübsche und große Blondine. Mutter von einem Kind und Pilotin bei einer deutschen Airline mit einer im Vergleich einfachen praktischen Aufgabe, die sie mit Bravour gemeistert hatte.
  • Lebenskünstler und Knochenmarkspender, der sich sein täglich Brot mit Puppentheater für Kinder verdient.
  • Produktmanagerin für Schweineprodukte und Tiermedizinerin
  • Kurzharige Englischlehrerin
  • 24-jähriger Physik-Student, der Begriffe wie “Hexagonal dichteste Kugelpackung” kennt und vermutlich ein zukünftiger Nobelpreisträger sein wird.

Als ich dann die Kandidaten gegen Ende der Show kennen gelernt hatte und auch die Methodik, mit der selektiert wird, war mir klar, dass es hier nicht um Klugheit geht, sondern um Sympathie. Und wenn Sie (ich bleibe heute mal beim Sie) diese Kandidatenaufzählung lesen – Wer glauben Sie kam ins Finale? Drei von diesen Fünf wurden ins Finale gewählt. Vom Publikum.

Nach dieser Show und dem unzufrieden stellenden Ergebnis habe ich mich gefühlt wie nach einer 6-Stunden-Session “Schlag den Raab” inkl. 2 Stunden Werbung. Beides werde ich mir nie wieder anschauen. Vielleicht bin ich der falsche Zuschauer für diese Klugheits-Show. Denn ich wünsche mir Objektivität. Vermutlich ging es hier nur um Unterhaltung. Aber ich frage mich, wer sich durch diese Sendung unterhaltet gefühlt hat. Gibt es da jemanden? Wie ist Ihre Meinung?

 

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Root auf HTC Desire Z Gingerbread / Android 2.3.3

September 24th, 2011 4 comments

Ich bin bislang sehr zufrieden mit meinem HTC Desire Z. Der Klappmechanismus, von dem das Gerät den Namen “Z” erhalten hat, ist ein wenig wacklig, aber sonst ist das HTC Desire Z das beste Smartphone das ich je hatte. Was allerdings nicht schwer ist, da ich davor zwei HTC Geräte mit Windows Mobile 6.5 hatte. Hinzu kam, dass Android mittlerweile – in meinen Augen – das beste Betriebssystem für ein Smartphone ist, da es unendlich viel Freiheit bietet… Wenn es mal “gerootet” ist.

Warum sollte man rooten?

Meistens ist bei Auslieferung des Gerätes ein modifiziertes Betriebssystem installiert. Bei Vodafone ist bspw. eine Vodafone Shop Applikation installiert, die ständig im Hintergrund läuft und bei T-Mobile gibt es sicher ähnliche Anwendungen. In meinem Fall habe ich ein Gerät ohne Branding gekauft. Aber selbst da sind Anwendungen installiert und laufen im Hintergrund, die kein Mensch braucht oder will. Ferner sind die Entwickler kaum hinter her, neue Android Versionen für die jeweiligen Geräte auszuliefern. HTC Desire Z Besitzer hatten Glück, als im Juli 2011 HTC die Firmware mit Android Version 2.3.3 (Gingerbread) ausgeliefert hat. Nur hat man damit ein Problem. Dazu später mehr.

Das Rooten hat ein paar – für mich sehr entscheidende – Vorteile. Jeder sollte vorher entscheiden, ob ihm es wert ist das Risiko einzugehen, das mit dem Rooten und dem sehr umfangreichen Vorgang beim HTC Desire Z Gingerbread einher geht:

  1. Eine “custom firmware” ist sauber. Es ist nichts Unnützes installiert und zieht somit auch keine Leistung bzw. schont die Batterie. Mein HTC Desire Z hält nun 60 Stunden und mehr. Mit ein paar Tweaks sogar noch Potenzial nach oben!
  2. Bestimmte Anwendungen können nur als root benutzt werden. Bspw. Titanium Backup und der ROM Manager. Titanium Backup ermöglicht es, alle Anwendungen des Smartphones auf die SD-Karte zu sichern (inkl. aller Einstellungen) und der ROM Manager ermöglicht es ein neues ROM herunter zu laden und bequem zu installieren. Zudem sind Backups vom gesamten Smartphone möglich. Ähnlich einem (Acronis) Image vom PC.
  3. Mehr Speicherplatz auf dem internen Speicher. Das hängt jedoch vom verwendeten ROM ab.
  4. Mehr Arbeitsspeicher verfügbar, was natürlich auch mit Punkt eins zusammen hängt.
  5. Freiheit und Kontrolle :-)

Aber Vorsicht: Rooten ist kein Kinderspiel. Oft sind Anleitungen zwar einfach nur abzutippen (mit größter Sorgfalt), aber gewisse Erfahrung mit Linux oder einem generellen Verständnis für Computer wird vorausgesetzt.

Ausgangssituation

Eins vorweg: Wer noch Android in der Version 2.2 auf seinem Smartphone hat, kann nun schon mal aufatmen. In diesem Fall ist das Rooten sehr einfach und ganz weit unten zu finden. Besitzer einer Android Version 2.3.3 (Over the air upgrade seitens HTC) haben nun leider Pech und müssen einen langen und mühsamen Weg meistern.

Und nochwas: Diese Anleitung ist mit einem HTC Desire Z, gekauft in Deutschland im Juli, enstanden. Es handelt sich dabei um ein sog. “nicht gebrandetes” Android Smartphone von HTC. Ich kann nicht sagen, ob diese Anleitung für Geräte von Vodafone, T-Mobile oder O2 funktioniert. Wenn Leser hierzu Informationen haben, dann hinterlasst bitte ein Kommentar.

Wichtig

Ich übernehme natürlich keinerlei Haftung oder komme für Schäden auf, die Eurem Smartphone bei diesem Vorgang geschehen könnten. Man verliert beim Rooten die Garantie für sein Gerät. Es besteht immer die Chance, dass man sich das Gerät dabei kaputt macht und es einschicken muss. Meistens kann man zwar Hilfe bekommen und den Fehler beheben, aber es gibt auch Smartphone-Totalschäden.

Was wird mit meinem Smartphone passieren?

  1. Alle Daten werden gelöscht. Also vorher ein Backup machen.
  2. Die HTC Android Version 2.3.3. wird überspielt mit der HTC Android Version 2.2 (sog. Downgrade)
  3. Eingespielt wird ein ROM namens Cynogenmod (nightly build #208) mit Android 2.3.5
  4. Flashen der Radio Unit (RUU). Dieser Teil des Smartphones steuert die Verbindung zwischen Hardware (Wi-Fi, GPS, usw.) und Software und behebt ein Problem mit dem GPS Modul

Was benötige ich?

  1. Eine SD-Karte im Smartphone mit ausreichend Platz (1GB sollten reichen)
  2. Geduld und penible Sorgfalt
  3. Java SE 7 JDK
    Link: http://www.oracle.com/technetwork/java/javase/downloads/index.html
  4. HTC Sense USB Treiber
    Link: http://www.htc.com/de/help/htc-desire-z/ (Unter Downloads)
  5. Android SDK
    Link: http://developer.android.com/sdk/index.html
    Installationshilfe: http://wiki.cyanogenmod.com/wiki/Howto:_Install_the_Android_SDK
  6. Diesen Link: http://wiki.cyanogenmod.com/wiki/HTC_Desire_Z:_Rooting bzw. diesen http://forum.xda-developers.com/showthread.php?t=1178912

Erst wollte ich die Anleitung selbst schreiben und etwas vereinfachen, aber ich überlasse das nun doch lieber den Profis. Auf einen Hinweis möchte ich jedoch noch deutlich verweisen. Der Downgrade ist nur nötig, wenn man bereits Android 2.3.3. von HTC erhalten hat:

If the HTC Desire Z is running firmware 1.72 (Settings » About Phone) you need to downgrade the device first in order to root. If the HTC Desire Z is already running 1.34.707.3 or lower you can skip to the Gaining Temporary Root Access section.

RUU (Radio Unit Upgrade)

Wenn man es bisher geschafft hat und vielleicht nach einer Schaffens- und Spielpause bemerkt, dass das GPS in der neuen Firmware nicht funktioniert, wird man sich auf die Suche machen, um dieses Problem zu beheben. In Verbindung mit Cyanogenmod (#208) fehlt die GPS-Unterstützung oder ist fehlerhaft implementiert. Das betrifft nicht jede Custom Firmware. Auf MIUI kann das GPS durchaus funktionieren. Nichtsdestotrotz wollte ich meine Radio Unit aktualisieren, da ich mir weitere Verbesserung beim Akkuverbrauch erhofft hatte (eins vorweg: Das Upgrade hat keinen Vorteil gebracht. Eher habe ich das Gefühl, dass es geringfügig schlechter ist. Dafür funktioniert GPS).

Dazu braucht es:

  1. Ein Radio Upgrade
    Link: http://forum.xda-developers.com/showthread.php?t=970809
    Download: Vision_Radio_12.56.60.25_26.10.04.03
  2. Ein Radio Interface Layer Upgrade
    Link: http://forum.xda-developers.com/showthread.php?t=902752
    Download: HTC-RIL 2.2.0018G (Mar 24 2011,20:20:09)

Wichtig ist hierbei, dass man für Firmwares wie Cyanogenmod nur G-RILs verwendet. Deswegen das G am Ende von der Bezeichnung “HTC-RIL 2.2.0018G”.

Bevor ihr anfangt, sichert das System mit dem “ROM Manager”! Für die Installation des ersten Punktes wird die herunter geladene Datei mit dem Namen “PC10IMG.zip” auf der SD-Karte abgelegt und das Gerät neu gestartet (detaillierte Erklärung in den genannten Links). Der zweite Punkt wird dann über das Recovery-Menü von ClockworkMod installiert.

Abschliessende Worte

Das ist natürlich ein großer Haufen von Links und Schritten, die das Smartphone quasi zu einem neuen Gerät modifizieren. Zu Beginn war es für mich ein großes Problem einen Einstiegspunkt zu finden und die richtigen Links zusammen zu führen. Hierbei soll dieser Blog-Beitrag ein wenig helfen. Bei Fragen werde ich gerne über die Kommentarfunktion antworten. Viel Erfolg und viel Spaß.

 

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Twitter offline

September 14th, 2011 4 comments

In diesem Moment ist Twitter komplett offline und ich weiß nicht, wie ich es der Welt sagen soll, ohne zu twittern :-)

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Blog umgezogen / WordPress Android

September 3rd, 2011 No comments

Der Anblick meines Blogs am heutigen Vormittag bei meiner ersten Tasse Kaffee hatte mich erschüttert: Seit November 2010 habe ich keine Zeit mehr gefunden einen Beitrag zu schreiben. Auch die URL war sehr “jugendlich”.

Ich habe deshalb mein WordPress neu aufgesetzt und bin auf eine neue Domain umgezogen. Ich hätte dazu zwar nicht WordPress neu aufsetzen müssen, wollte jedoch eine MU (Multiuser) Installation testen. Also wer einen Blog braucht, kann Bescheid geben ;-)

Beim Stöbern nach Informationen zu einer MU-Installation habe ich auch eine WordPress Android App gefunden [1]. Ich hoffe ich werde mit dieser neuen Basis in Zukunft wieder regelmäßig schreiben können, um Euch interessante und höchst interessante Sachen zu berichten.

ACHTUNG: Bitte übernimmt in Eurem RSS-Reader die neue URL. Einfach ‘claus.freakempire.de’ ersetzen durch ‘cmmx.de’. Danke!

[1] http://android.wordpress.org/

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Flattr: Ehre, dem Ehre gebührt

October 17th, 2010 2 comments

Das Internet sollte nicht nur kostenlos sein. Jeder, der einen qualitativ hochwertigen Beitrag in die unüberschaubare Wolke von Informationen stellt, sollte dafür auch belohnt werden. Zu oft wird Schund verbreitet. Und die Selektion wird zunehmend schwerer. Aber ein entscheidendes Problem, mit dem sich auch renommierte Tageszeitungen auseinander setzen, ist die Tatsache, dass in den Anfängen des Internets eine “Ich bin doch nicht blöd”-Mentalität entstanden ist. Keiner will für etwas bezahlen, was im Netz zur Verfügung gestellt wird. Das geht über den illegalen Download von Musik und Filmen bis hin zur einfachen Informations-Beschaffung. Große Tageszeitungen müssen auf diesen Zug aufspringen und ihre Inhalte auch kostenlos im Internet zur Verfügung stellen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Ehre, dem Ehre gebührt

Richtig Geld machen kann man nur mit exklusiven Informationen. Solche, die nicht direkt verbreitet werden. Beispielsweise sekundengenaue Börsennachrichten. Anbieter solcher Seiten lassen sich diesen Service bezahlen. Oder auch Realtime-Börsenkurse (wobei auch diese schon kostenlos im Internet abrufbar sind). Dann sind da die bereits erwähnten Tageszeitungen, die ihren Umsatz durch Werbung und den Verkauf der gedruckten Auflage machen. Wobei letzteres fast nur noch die Kosten und den Vertrieb deckt. So kam es auch, dass die Süddeutsche Zeitung vor einigen Jahren schwer gelitten hat und nur durch einen Investor am Leben erhalten werden konnte. Dabei ist die SZ eines der Tagesblätter mit einer der höchsten Auflagen Deutschlands.

Ich finde es ist Zeit das Bewusstsein im Internet zu verändern. Den Menschen deutlich zu machen, dass man für etwas “Gutes” auch mal eine Gegenleistung bringen muss. Mein Blog ist freilich keine große Bereicherung für das Internet. Ich blogge über Spiele und irgend einen technischen Krams. Man macht es zum Spaß, aber man hat mit einer zunehmenden Anzahl von Beiträgen auch viel Zeit investiert, die meiner Meinung nicht ausreichend Respekt bekommt. So habe ich bspw. eine damals einzigartige Anleitung geschrieben, mit der man seinen Linux Rechner über VDSL ans Internet hängen konnte. Schnell war diese Information auf vielen Seiten verbreitet. Als Dank wurde teilweise ein Link zu meiner Seite gesetzt und manche haben es einfach stillschweigend kopiert. Es frustriert, wenn man eine kreative Arbeit dem Internet kostenlos zur Verfügung stellt und die Früchte (der Ruhm) von anderen einfach kopiert wird. Ein (PayPal-) Spendenknopf hat auf meiner Seite auch keinen Erfolg gehabt. Einzig und allein das Bewerben von Videospielen (über Amazon) hat mir in den letzten Jahren eine kleine Aufwandsentschädigung generiert. Aber bei weitem nicht genug, um überhaupt die Server-Kosten zu decken.

Man darf den Faktor Spaß nicht vergessen: Es gibt fleißige Blogger im Netz, die viel Arbeit und Gehirnschmalz in ihre Beiträge stecken. Beispielsweise Besim mit seinem Blog [1]. Er ist ein gutes Beispiel für qualitative Beiträge zu aktuellen Geschehnissen und anderen technischen Spielereien. Und er gehört sicher zur Oberklasse der Blogosphäre. Seine Motive kenne ich nicht, aber ich kann sie erahnen. Zum eine der Spaß an der Sache und zum anderen – aus psychologischer Sicht – an der Gestaltung dieser Welt teilzuhaben.

Es ist Zeit Qualität zu honorieren. Und allein schon aus Respekt und Gründen des Fairplays eine kleine Gegenleistung dem Urheber zukommen zu lassen, der es verdient hat. Mit der erwähnten Anleitung zum Thema VDSL unter Linux habe ich tausende von Besuchern angezogen. Und von diesen Besuchern haben sicher ein großer Teil die Lösung zu ihrem Problem gefunden. Man denke wie viel Zeit ich diesen Menschen erspart habe. Da wäre es doch nur gerecht sich dafür zu bedanken. Ein kleiner Kommentar freut jeden Autor. Ein kleine Spende noch viel mehr. Und hier kommt Flattr [3] ins Spiel.

Flattr ist ein (Micro-) Social-Payment-Service [2], der es jedem ermöglicht eine kleine Spende zu geben und auch zu erhalten. Das Prinzip ist einfach: Als User hat man ein Konto bei Flattr. Auf dieses überweist man monatlich ein kleines Budget (per PayPayl oder KK). Beispielsweise 2 Euro. Auf Seiten, die an das Flattr-System angeschlossen sind, gibt es dann einen Button. Gefällt einem der Beitrag, bedankt man sich, indem man auf den Flattr-Knopf drückt. Am Ende des Monats habe ich bspw. 10 Klicks verteilt. Sodann werden die 2 Euro durch 10 geteilt und jedem Autor, dem ich eine Micro-Spende zukommen lassen wollte, dieser kleine Beitrag auf seinem Konto gut geschrieben.

Das Prinzip ist denkbar einfach. Hinter dem Danke-Button steckt ein kleiner monetärer Betrag. Jedoch gibt es aus meiner Sicht ein paar Probleme:

  1. Das System ist lediglich ein Umverteilungssystem. Niemand legt sich einen Account zu, um einzig und allein zu geben. Man möchte auch Umsatz generieren. Sprich, die Benutzergruppe beschränkt sich auf Personen, die auch selbst einen Beitrag ins Internet stellen. Quasi eine Anerkennung an sich selbst. Die Blogosphäre honoriert ihren eigenen, teilweise fragwürdigen, Beitrag zum Internet. Der Otto-Normal-Verbraucher schaut sich weiterhin “kostenlos” Seiten an und freut sich über das Internet in seiner kostenlos Form.
  2. Eine gute Idee hat nur Erfolg, wenn möglichst schnell viele Benutzer sich dieser Idee anschließen. Von Flattr hätte ich niemals etwas gehört, wenn nicht ein guter Freund mir einen Beta-Key gegeben hätte. Dieser Punkt schließt an den Punkt 1.) an. Das System kennt wohl kaum einer. Bestenfalls die Blogosphäre selbst.

Deshalb stellt sich die Frage, ob diese Idee überleben kann. Vielleicht überlebt sie innerhalb der Blogosphäre, aber langfristigen Erfolg wird dieses System nur haben, wenn jeder Flattr nutzt. Oder zumindest ein großer Teil. Und da man den Otto-Normal-Noob niemals zur Nutzung von Flattr bringen wird, wird dieses System eine kleine, schöne und gut gemeinte Oase im kostenlos Äther bleiben. Stefan Niggemeier kommt zu ähnlichen Schlüssen und hält die Idee zwar gut, aber für fragwürdig in der Umsetzung und im Fortbestand [4]

Die einzige Idee, die ich zum Voranbringen dieser Idee hätte, wäre die Verpflichtung zur Spende, wenn man bspw. einen ganzen Beitrag lesen möchte. Da sind wir dann aber wieder bei Umsetzungen, die auch Tageszeitungen verfolgen. Allein die zentrale Lösung hätte einen Vorteil gegenüber den aktuell bestehenden Insel-Lösungen bzgl. des Bezahlsystems von Informationsseiten. Allerdings hätte die Zeitung dann keine Garantie einen festen Betrag zu bekommen, da ein Klick 0,01 Euro wert sein kann, aber auch 1,00 Euro. Je nachdem wie viele Flattr-Spenden der Benutzer im Monat verteilt.

Was haltet Ihr von Flattr? Ich würde mich über Kommentare oder Micro-Spenden freuen ;-)

[1] http://blog.netplanet.org/
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Flattr
[3] https://flattr.com/
[4] http://www.stefan-niggemeier.de/blog/flattr/

Das neue Design ist da

October 17th, 2010 No comments

Es gibt Zeiten, da braucht man Veränderung. Und mein schön gestaltetes altes Design konnte ich heute nicht mehr ertragen. Grund dafür waren auch die etwas schwerfälligen Ladezeiten. Freilich hatte ich das alte Theme nicht allein erstellt. Lediglich modifziert. Und selbst das hat mich sehr viel Zeit gekostet. Mit dem neuen Theme gehe ich wieder zu den Wurzeln meines Blogs. Übersichtlich und konservativ. Die einzige Java-Krücke ist nun der neue Flattr-Button, welcher auch Ausschlag dafür war, ein neues Design aufzusetzen.

Flattr [1] verfolgt eine interessante Idee: Die Micro-Payments. Mit wenigen Worten lässt sich Flattr als Bewertungs- und Vergütungsplattform bezeichnen. Ich als User kann mein Konto mit einem kleinen Geldbetrag aufladen (jeden Monat). Wenn ich einen interessanten Beitrag sehe, drücke ich auf den Flattr-Button und bedanke mich für den Beitrag. Am Ende des Monats wird mein monatliches Budget (bspw. ein Euro) auf alle Klicks, die ich getätigt habe, aufgeteilt. Habe ich bspw. 1 Euro in meinem Monatsbudget und “bedanke” mich für 10 Beiträge, so bekommt der Urheber des Beitrags für jeden Klick 0,10 Euro von mir. Hier ein kleines Video (auf Englisch) zu Flattr:

Das ist unter anderem ein Grund für das neue Design. Denn nur hier habe ich den Button vernünftig einbinden können ;-)

Wenn ihr mich fragt, denke ich, dass Flattr (sehr) großes Entwicklungspotential hat. Jetzt ist es leider so, dass man vermutlich sehr viele “Klicks” braucht, um von dem Kuchen etwas abzubekommen. Aber bei großer Verbreitung und Nutzungsintensität, könnte das sich vielleicht für jeden lohnen. Selbst die Integration für Twitter und Facebook ist gegeben. Schaut es euch mal an. Vielleicht habt ihr Spaß daran.

[1] https://flattr.com/

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Foursquare für Windows Mobile

September 6th, 2010 No comments

Ich finde gerade mal wieder ein paar Minuten zum bloggen und möchte Euch armen Windows Mobile Besitzern über einen schönen Fund berichten.

Die/Der eine oder andere hat vielleicht schon Foursquare benutzt, möchte es benutzen oder ist bereits Bürgermeister von “Venue XYZ”. Als Windows Mobile Besitzer/Gequälter/Nutzer schaut man mal wieder in die Röhre. Man wird darauf verwiesen, dass es doch auch eine Webseite für Mobilgeräte gibt. Ich würde zu gerne wissen, wieso Windows Mobile so unbeliebt ist unter den Entwicklern. Die Marktanteile von WinMo sind ja nicht so schlecht. Aber um auf den Punkt zu kommen: Für WinMo gab es bisher keine Fourquare Unterstützung, die auch funktioniert hat.

Es gibt WinMoSquare [1]. Das Projekt wurde mit großem Feuerwerk angekündigt und veröffentlicht. Die Ernüchterung war ebenso groß. Das Programm funktioniert vielleicht auf jedem 10. Handy und auch nur dann, wenn man seinen CPU um den Faktor zwei übertaktet hat und einen extra Akkupack dabei hat. Soll heißen, das Ding war effizient, wie ein Trabbi im Teilchenbeschleuniger von Cern. Mittlerweile kommt man an den Download von WinMoSquare nicht mehr ran. Ich befürchte und vermute, dass sich die Entwickler bereits auf Windows Mobile 7 konzentrieren und wir WinMo-Nutzer der Version 6 wieder ein weiteres Mal doof aussehen. Als wären wir schon nicht genug gestraft.

Gestern habe ich dann durch Zufall MySquare [2] gefunden. Eine Anwendung von einem jungen Entwickler aus Brasilien, der das Programm in einer kostenlosen und in einer bezahlten Version zur Verfügung stellen möchte. Bisher gibt es nur eine Beta und auch noch keine Bezahlversion. Aber das Programm macht einen sehr sehr guten Eindruck. Schlank und performant. Unterstützt fast alle Funktionen wie seine Konkurrenten auf iPhone und Android. Und man braucht auch nicht zwingend ein GPS. Denn wie auch Google Maps hat MySquare die Möglichkeit über die Sendemasten den ungefähren Standort zu ermitteln und zeigt dann automatisch Orte in der näheren Umgebung ein. Außerdem kann man neue Orte hinzufügen (unterstützt durch Google Maps). Das Programm läuft bei mir recht stabil. Ein paar Funktionen sind noch nicht ganz ausgereift. Zum Beispiel das Hinzufügen eines Ortes funktioniert bei mir derzeit nicht. Auch mein GPS wird nicht erkannt, aber das ist nicht so schlimm aus besagten Gründen.

Unterhalb dieser Zeilen stehen die Links zu den Programmen. Der letzte Link [3] ist ein Testbericht über Mysquare, der sich sehr ausführlich mit dem Programm beschäftigt (in Englisch). Leider noch mit einer älteren Version. Jedoch funktionierte in der Version einiges, was nun nicht mehr funktioniert ;-)

Bleibt auf dem Laufenden. Das Programm lohnt sich für 4SQ-Fans!

[1] http://touchality.com/winmosquare/
[2] http://risingmobility.com/mysquare/
[3] http://www.mobilityminded.com/8939/mysquare-review-a-new-foursquare-client-for-windows-phone-from-rising-mobility

Multi Messenger für Windows Mobile

June 26th, 2010 6 comments

Ich gebe zu, es war nicht die beste Entscheidung sich für Windows Mobile zu entscheiden. Windows Mobile 6.5 ist träge und recht anfällig. Die Bedienung lässt keinen echten Fluß aufkommen und ein Absturz bzw. eine Fehlfunktion ist ebenso sicher, wie einst bei Windows 95.

Doch Grund für den Kauf war das HTC Touch Pro 2, das mit einer echten QWERTZ-Tastatur daher kommt. Das macht das Handy zwar zu einem unhandlichen Brocken, aber zum Schreiben ist das “Ding” ein Genuss. Und wenn man dann täglich dutzende Emails mit dem Handy schreibt ist man wirklich froh um diese Tastatur. Da kann kein iPad/iPhone mithalten.

Jetzt hat T-Mobile diese sog. “Instant Messaging Flat” eingestellt. Das war auch eine ziemlich schlechte Idee der Produkt-Ingenieure.  Für 5 Euro durfte man kostenlos über ICQ, AIM und wie die nicht alle heißen, chatten. 5 Euro sind eine Menge Schotter, wenn man den entstehenden Traffic auf die Waagschale legt. Die Kunden haben das wohl auch durchschaut bzw. sind noch nicht so weit Instant Messaging auf ihrem Mobiltelefon zu nutzen.

Nichtsdestotrotz möchte ich unseren Jabber-Server mit seinem ICQ-Transport auf dem Handy nutzen und habe im Zuge dessen ein Programm gefunden, dass die Nutzung sogar(!) auf einem Windows Mobile Phone sehr einfach gestaltet. Der Service heißt Palringo und ist ein “Multimessanger”.  Man registriert sich bei Palringo und kann sich dort den Windows Mobile Client herunter laden. Auf dem Mobilgerät werden dann die einzelnen Chat-Protokolle eingebunden. Das schöne an Palringo: Es scheint nicht sonderlich viel Traffic zu verursachen. Nach 3 Tagen intensiver Nutzung ist mein Traffic-Konto gerade mal um 5 MB angewachsen und da waren auch Internet und Email dabei. Außerdem minimiert sich das Programm in den Hintergrund (bei Bedarf) und bei ankommenden Nachrichten verhält sich Palringo als wäre eine SMS eingegangen.

Ich hoffe das Zeitalter der SMS ist bald Vergangenheit. Ich habe ja schon des öfteren hier im Blog darauf hingewiesen: Deutschland ist nahezu das einzige Land auf dieser Erde, das sich so – sagen wir mal unvorteilhaft – verhält und den Telekommunikationsanbietern das Geld in den  Hals stopft, indem es Milliarden von SMS jährlich verschickt. Bspw. in Japan wird nur noch Mobile E-Mail genutzt und das kostet nichts, außer einer kleinen Pauschale im Monat. Bei der Telekom übrigens für 4 Euro im Monat zu haben.

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Back to duty

March 15th, 2010 2 comments

Puuh….! Da bin ich wieder! Das war jetzt wirklich eine Nerven und Kraft raubende Zeit. Sechs Klausuren, eine Seminararbeit und eine Diplomarbeitabgabe. Letzteres war äußerst erfolgreich. Die Note wurde zwar noch nicht vom Professor genehmigt bzw. abgesegnet, aber es sollte wohl nichts mehr schief gehen.

Ich habe jetzt eine Woche gebraucht, um aus diesem Tunnelblick heraus zu kommen. Ich kann mich jetzt immerhin für vier Wochen auf die faule Haut legen und muss nebenher “nur” nach Stellenangeboten Ausschau halten. Wobei die Frage nach dem Traumjob brisanter ist denn je. Wenn auch ich im Studium viel gelernt habe, so habe ich verlernt, was mir wirklich Spaß macht. Aber das kommt sicher wieder.

Die Woche werden jetzt die PS3-Spiele durchgespielt, die sich hier angesammelt haben. Dazu gehört God of War 2, Star Ocean 4, Heavy Rain und Yakuza 3 (龍が如く3). Und zu allen diesen Spielen (mit Ausnahme von God of War) werde ich einen kleinen Claus typischen Testbericht schreiben: Kurz, prägnant und knallhart. Dabei werde ich auch auf Final Fantasy XIII und Square Enix eingehen.

Also diese Woche lohnt es sich wieder meinen Blog zu besuchen. Bis dann.

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