Günther hat gestern schon einen tollen Bericht über seine ersten Erfahrungen mit Street Fighter 4 geschrieben [1]. Da mein Spiel erst gestern Mittag kam, hatte ich erst später die Möglichkeit, aber ich möchte auch noch meinen Senf dazu geben. Denn ich bin sozusagen der unbefangene Laie, der mit SF quasi nocht gar nichts anfangen kann.
So was gab es zumindest schon länger nicht mehr bei mir. 9 Stunden am Stück den Controller vergewaltigt. Und folglich ist mein linker Daumen ziemlich schmerzhaft *lacht* Zwangspause ist für heute somit angesagt. Vielleicht Tapen und noch ein wenig Sparring machen. Aber nun etwas zum Spiel aus meiner Sicht:
Trotz intensiver Einführung durch meinen Coach stehe ich noch etwas unbeholfen da. Als Tekken Veteran und Soul Calibur Amateur, vorausgesetzt man kennt Street Fighter noch nicht, ist dieses Beat ‘em Up schon wirklich was Neues. Keine meterlange Move List. Einfache Moves werden aneinander gehängt. Technisch sehr anspruchsvoll.
Sehr gut gefällt mir das Achievement System. Zum einen kann man sich Kleiderfarben frei spielen. Dann Titel für das eigene Profil. Zum Beispiel: “The Emperor” oder “Go easy on me” (mein aktueller Titel). Natürlich spielt man im Arcade Modus andere Charaktere frei – ist aber etwas komplizierter als bei Tekken und Calibur. Dann die Trophies auf der PS3. Ich weiß gar nicht wie viele…. aber es sind viele!
Wahrscheinlich auch recht schwere dabei. Apropos schwer… Für Anfänger wird der Arcade Modus anfangs ein wenig herausfordernd sein. Der von Günther angesproche Trial-Modus ist wirklich von Vorteil für Anfänger, aber auch schnell frustrierend. Da geht es dann schon im Trial 3 eines Fighters darum, Moves aneinander zu hängen und “Cancels” auszuführen. Also das geht schon tief in die Materie und bedarf große Geschicklichkeit. Apropos Geschicklichkeit. Schnelligkeit der Finger ist bei Street Fighter verdammt wichtig! Da geht gar nix mit langsamen Fingern. Deshalb habe ich derzeit auch noch so meine Probleme. Der Time Attak und Survival Modus sind etwas erfrischender gestaltet, als man es von anderen Beat ‘em Ups kennt. Gefällt mir auch.
Was mir nicht gefällt ist die Grafik und der Soundtrack. Bei der Grafik hat man mir erklärt, dass dieses Aussehen bei der Cell-Shading Technik normal ist. Trifft nicht meinen Geschmack. Der Soundtrack ist ebenfalls grenzwertig für mich. Solche Musik wüßte ich nicht mal zu beschreiben.
Letztendlich kann ich immer erst sagen, dass ein Spiel gut ist, wenn ich es nach 8 Wochen auch noch spiele. Also lässt sich abwarten. Aber der technische Anspruch des Spiels, lässt viel Freiraum zur Perfektionierung, auch wenn ich als Anfänger den Einstieg recht schwer fand. Die Einsteigerfreundlichkeit wurde von vielen Zeitschriften als positiv angeführt. Aber entweder ich bin zu doof, oder die schreiben Unsinn. SF4 ist definitv nicht Einsteigerfreundlich.
Für Beat ‘em Up Fans: Pflichtkauf
Als kleiner Tipp: Ich habe eine Seite gefunden, die sich intensiv mit SF4 und der Frame Data beschäftigt [2]. Frame Data Sheets sind Tabellen bei denen man ablesen kann wie lange ein Bewegungsablauf dauert. Zum Beispiel wie lang man braucht bevor man den Gegner trifft. Wie lange man ihn trifft und wie lange man braucht bis man wieder “Normal” da steht. Das sind Daten für die Perfektionierung des eigenen Kampfstils. Aber wenn man sich mit solchen Frame Sheets intensiv beschäftigt, kann man schnell ein Tunierspieler werden
Ich habe das nicht vor
Update: Bei YouTube habe ich ein paar erstklassige Videos zu den Trial Challenges gefunden [3]. Dort ein hat ein (verrückter) Japaner alle Trials mit allen Straßenkämpfern durchgemacht. Das ist leider keine so große Hilfe für einen selbst, denn man sieht nicht wirklich wann genau die Eingabe der Moves erfolgt, aber hin und wieder gibt es einem schon einen kleine Idee, wie man das schafft. Das Spiel ist soooooo schwer….
[1] http://claus.freakempire.de/2009/02/20/street-fighter-4-review/
[2] http://www.eventhubs.com/guides/2008/jul/08/street-fighter-4-strategy-guide-hints-and-tips/
[3] http://www.youtube.com/view_play_list?p=D330B029FC73E5B1 (Playlist)
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